Die Länder mit den niedrigsten Arbeitslosenquoten 2014

Platz 21: Das Ranking
Das Statistikportal Statista untersuchte im letzten Jahr Arbeitslosenquoten rund um den Globus. Das folgende Ranking zeigt die 20 Länder mit den niedrigsten - offiziellen - Arbeitslosenquoten der Welt. Stand ist der 29.01.2015.
Quelle: Bild: granata68 / Shutterstock.com

Platz 20: Tansania
Obwohl Tansania eines der ärmsten Länder der Welt ist, kann es eine erstaunlich niedrige Arbeitslosenquote von 3,1 Prozent verzeichnen. Dies liegt vor allem daran, dass Tansania in erster Linie von der Landwirtschaft lebt, die die Selbstversorgung des größten Teil der Bevölkerung sichert. Ein Drittel des Bruttoinlandsprodukt ist auf die Landwirtschaft zurück zu führen. Ein weiterer aufstrebender, wirtschaftlicher Bereich ist das Tourismusgewerbe, welches Tansania weiter ausbauen möchte.
Quelle: statista, Auswärtiges Amt
Platz 19: Burkina Faso
Auch Burkina Faso ist ein sehr armes Land, dessen Infrastruktur unterentwickelt ist. Das Land kämpft mit einem Bevölkerungswachstum von rund 3,1 Prozent. Burkina Faso lebt fast ausschließlich von der Landwirtschaft, die der Bevölkerung zur Sicherung der Grundbedürfnisse dient. Lediglich der Bergbau, der dem schürfen von Gold dient, sichert einen kleinen Export-Verdienst. Damit ist das Land abhängig von klimatischen Bedingungen und Weltmarktpreisen für Exportprodukte. Dennoch konnte vor allem Dank des Bergbaus Burkina Fasos Wirtschaft in den letzten Jahren gute Wachstumsraten verzeichnen. Die Arbeitslosenquote lag 2014 gerade einmal bei 3,1 Prozent.
Quelle: statista, Auswärtiges Amt, Bild: www.kappisdesign.de/pixelio
Platz 18: Singapur
Die Republik Singapur verfügt über eine hoch industrialisierte und erfolgreiche freie Marktwirtschaft. Besondere Kennzeichen des Erfolgsrezept Singapurs sind Weltoffenheit, weitgehende Korruptionsfreiheit und internationale Vernetzung. Die wichtigsten Wirtschaftsbereiche des Landes sind die Elektronikindustrie, die ölverarbeitende Industrie, die Herstellung von Maschinen und Ausrüstungsgegenständen, die Schiffsreparatur und zunehmend der Bereich Biotechnologie/Pharmazie. Kein Wunder, dass Singapur eine Arbeitslosenquote von lediglich 3 Prozent aufweisen kann.
Quelle: statista, Auswärtiges Amt, Bild: Dieter Schütz / pixelio.de

Platz 17: Kuwait
Ein sehr wohlhabendes Land belegt den 17. Platz des Rankings. Lediglich 3 Prozent der Bevölkerung Kuwaits waren im Jahr 2014 ohne Arbeit. Der dominierende Wirtschaftszweig in Kuwait ist der Ölsektor, über 50 Prozent des BIP werden in diesem Sektor erwirtschaftet. Auch die Sektoren Dienstleistungen sowie Finanzen und Immobilien sind in der Wirtschaftslandschaft vorherrschend. Hohe Budgetüberschüsse aus dem Ölgeschäft werden in Leistungen für die Bevölkerung investiert und kennzeichnen das Emirat als Wohlfahrtsstaat.
Quelle: statista, Auswärtiges Amt, Bild: Jiri Flogel / Shutterstock.com

Platz 16: Guatemala
Der ökonomische Status Guatemalas ist in der Ökonomie-Liste der Weltbank als Middle-Income-Country aufgeführt. Dennoch findet man auch hier, aufgrund der ungleichen Einkommensverteilung, viele arme Menschen. Rund 53 Prozent der Bevölkerung gelten als arm. Dennoch ist Guatemala die größte Volkswirtschaft Zentralamerikas. Die tragenden Wirtschaftszweige des Landes sind die Anpflanzung und Verarbeitung traditioneller Agrarprodukte wie Kaffee, Zuckerrohr, Bananen und Kardamom. Zusätzlich haben in den letzten Jahren nichttraditionelle Agrarprodukte wie Gemüse, Früchte und Zierpflanzen sowie der großflächige Anbau von Ölpalmen Bedeutung erlangt. Nur 2,9 Prozent der Bevölkerung Guatemalas konnten 2014 keine Arbeit finden.
Quelle: statista, Auswärtiges Amt, Bild: Andrey Armyagov/shutterstock
Platz 15: Bhutan
Das Wirtschaftsprinzip des glücklichsten Landes der Welt orientiert sich nicht am Bruttoinlandsprodukt, sondern am ganzheitlichen Entwicklungsprinzip des "Bruttonationalglücks", dessen übergeordnetes Ziel es ist, das Wohlbefinden der Bürger zu erhöhen. Bei den Sozialindikatoren wie der Lebenserwartung, Wasserversorgung und Einschulungsrate schneidet Bhutan zumeist besser ab als seine südasiatischen Nachbarn. Auch die Arbeitslosenquote liegt bei vergleichsweise niedrigen 2,8 Prozent. Ein Drittel des Staatshaushaltes wird von ausländischen Beiträgen finanziert. Besonders Indien ist einer der Hauptgeldgeber und auch im In- und Export stark mit Bhutan vernetzt. Den größten Anteil zum Bruttoinlandsprodukt leistet die Industrie. Die Stromproduktion aus Wasserkraft hat zentrale Bedeutung für die Wirtschaftsleistung des Landes. Weitere Branchen der Industrie, zumeist staatliche und halbstaatliche Unternehmen, beschränken sich auf Zement, Karbidchemie, Holzverarbeitung, Obstkonserven, alkoholische Getränke (Whiskey) und die Verarbeitung von Heilpflanzen.
Quelle: statista, Auswärtiges Amt, Bild: qayyaq/pixelio.de
Platz 14: Nepal
Durch den zehnjährigen Bürgerkrieg beeinträchtigt, hat sich die wirtschaftliche Entwicklung Nepals noch immer nicht erholt. Auch weiterhin zählt Nepal zu den 20 ärmsten Ländern der Welt. Rund ein Viertel der Bevölkerung lebt unterhalb der nationalen Armutsgrenze. Die nepalesische Wirtschaft ist weitgehend privatwirtschaftlich verfasst und zudem durch starre sozialistische Elemente geprägt. Der Großteil der Einwohner versorgt sich selbst durch die eigene Landwirtschaft. Etwa 90 Prozent aller Unternehmen des Landes sind Kleinbetriebe, die einen wichtigen Beitrag zur Beschäftigung leisten, aber nur 4 Prozent zum BIP beitragen. Dies erklärt wohl auch die Diskrepanz zwischen der geringen Arbeitslosenquote von 2,7 Prozent und der gewaltigen Armut des Landes. Um den Staatshaushalt aufrecht zu erhalten, ist Nepal vor allem auf Finanztransfers durch die geschätzten sechs Millionen im Ausland lebenden Nepalesen angewiesen.
Quelle: statista, Auswärtiges Amt, Bild: Wolfgang Ruthner / pixelio.de
Platz 13: Bolivien
Bislang ist Bolivien ein klassisches Entwicklungsland. Dies könnte sich aber in den nächsten Jahren aufgrund der zahlreichen Bodenschätze des Landes ändern. Boliviens Wirtschaft ist abhängig von Rohstoffexporten, insbesondere Erdgas, Metallen, Mineralien und Exporten landwirtschaftlicher Produkte wie Soja, Holz, Nüssen und Zucker. Die Erdgasindustrie wurde in den letzten Jahren erfolgreich verstaatlicht und die Staatseinnahmen dadurch erheblich gesteigert. Die Exporte des Landes konnten im Zeitraum von 2000 bis 2013 etwa verzehnfacht und die extreme Armut dadurch stark reduziert werden. Durch das im Vergleich mit den meisten Ländern der Region höhere Wachstum und die stabile Geldpolitik erreicht die Bevölkerung Boliviens heute einen Lebensstandard, der mit vielen anderen Ländern der Region vergleichbar ist. Dies schlägt sich auch in der Arbeitslosenquote des Landes nieder, lediglich 2,7 Prozent der Bevölkerung waren 2014 ohne Arbeit.
Quelle: statista, Auswärtiges Amt, Bild: Katharina Wieland Müller / pixelio.de

Platz 12: Papua Neuguinea
Wie im gesamten Südpazifik, ist auch die Wirtschaft Papua Neuguineas zweigliedrig unterteilt. Rund 85 Prozent der Bevölkerung sind in der Landwirtschaft tätig und sichern sich dadurch ihren Lebensunterhalt. Landwirtschaftliche Produkte Papua-Neuguineas umfassen Kaffee, Kakao, Kopra, Palmfrüchte, Tee, Zucker, Gummi, Süßkartoffeln, Obst und Gemüse, Vanille, Meeresfrüchte und Fleisch. Der zweite Wirtschaftszweig ist der der Industrie. Industrien in Papua-Neuguinea umfassen die Verarbeitung von Kopra und Palmöl, die Produktion von Holzprodukten, Bergbau von Gold, Silber und Kupfer sowie Öl- und Gasproduktion und deren Verarbeitung. Lediglich 2,5 Prozent der Bevölkerung des Landes waren im Jahr 2014 ohne Arbeit.
Quelle: statista, Auswärtiges Amt
Platz 11: Ghana
Eines der wirtschaftlich erfolgreichsten Länder, in der afrikanischen Subsahara, ist Ghana. Ghana besitzt die am schnellsten und zuverlässigsten wachsende Volkswirtschaft Afrikas. Im Jahr 2010 begann das Land mit der erfolgreichen Ölförderung vor der Küste Ghanas. Aber auch die Goldschürfung und der Export von Kakao stützen die Wirtschaft. Ghana ist der zweitgrößte Kakaoproduzent weltweit. Dies schlägt sich auch in den Arbeitslosenzahlen nieder. Lediglich 2,4 Prozent der Bevölkerung Ghanas waren 2014 arbeitslos.
Quelle: statista, Auswärtiges Amt, Bild: Michael Bührke / pixelio.de
Platz 10: Vietnam
Der wichtigste Wirtschaftszweig Vietnams ist nach wie vor der Agrarsektor. Rund 55 Prozent der Beschäftigten des Landes arbeiten hier. Vietnam ist der zweitgrößte Exporteur von Reis und Kaffee weltweit. Hinzu kommt der Export von Mobiltelefonen und Ersatzteilen, Textilien und Bekleidung, Schuhen, Computern und Rohöl. Es leben zwar lediglich 24 Prozent der vietnamesischen Bevölkerung in den Städten, jedoch steuern diese rund 70 Prozent zum BIP bei. Die Arbeitslosenquote des Landes liegt lediglich bei 2,3 Prozent.
Quelle: statista, Auswärtiges Amt, Bild: Rosel Eckstein / pixelio.de

Platz 9: Malaysia
Der wirtschaftliche Aufschwung Malaysias hält weiter an. Das Land hat sich erfolgreich vom Rohstofflieferanten zum Industriestandort mit einem mittleren Einkommensdurchschnitt entwickelt. Der wirtschaftliche Schwerpunkt Malaysias liegt in der Produktion elektronischer Güter, so agiert Malaysia als weltweit exportierender Mikrochip- und Solarzellenhersteller. Außerdem gehört Malaysia zu den größten Palmöl- und Kautschuk-Produzenten der Welt. Lediglich 13 Prozent der Beschäftigung entfällt noch auf den land- und forstwirtschaftlichen Bereich. Der Tourismus des Landes boomt hingegen. Nur 2 Prozent der Bevölkerung Malaysias waren 2014 ohne Arbeit.
Quelle: statista, Auswärtiges Amt, Bild: Tuomas Lehtinen / Shutterstock.com
Platz 8: Guinea
Guinea gehört trotz großer wirtschaftlicher Ressourcen wie dem größten Bauxitvorkommen der Welt, reichem Vorkommen an Eisenerz, Nickel, Gold, Diamanten, Wasserkraft und einem großen landwirtschaftlichen Anbaupotenzial, zu den ärmsten Ländern der Welt. Der größte Wirtschaftszweig das Landes ist der Bergbau. Das Land kämpft mit stetigen Unruhen, Streiks und Korruption. Auch die Politiker des Landes handeln selten zu Gunsten der Bevölkerung. Dennoch schaffte es das Land 2014 auf eine Arbeitslosenquote von gerade einmal 1,8 Prozent. Die Dunkelziffer dürfte aber deutlich höher liegen.
Quelle: statista, Auswärtiges Amt, Bild: tokamuwi/pixelio.de

Platz 7: Macau
Auch nach der Übergabe an China am 20.12.1999 ist die Sonderverwaltungsregion Macau eine kleine, offene Marktwirtschaft. Der Hauptzweig der Wirtschaft ist die Glücksspielindustrie die durch den Tourismus angeheizt wird. Macau ist mittlerweile eines der beliebtesten Touristen- und Vergnügungsziele Asiens und hat sich zum "Las Vegas Asiens" entwickelt. Wirtschaftlich ist Macau jedoch noch erfolgreicher als Las Vegas, erwirtschaftet die Region sogar das sechsfache des Gewinns in Las Vegas. Neben der Glücksspielindustrie ist nur noch die Textil- und Bekleidungsindustrie von gewisser Bedeutung. Die Arbeitslosenquote der Region lag 2014 bei 1,5 Prozent. Macau kämpft mit einem Fachkräftemangel und versucht ständig Kräfte aus dem Ausland anzuwerben.
Quelle: statista, Auswärtiges Amt, Bild: Lisa S. / Shutterstock.com
Platz 6: Laos
Laos ist eine der am stärksten wachsenden Volkswirtschaften der Welt. Zwar sind rund 75 Prozent der Bevölkerung immer noch in der Landwirtschaft tätig, diese wird aber stetig von einer selbstversorgenden in eine industrielle Landwirtschaft umgewandelt. Investitionen in den Bergbau, die Energiegewinnung und die Leichtindustrie, konnten die Wirtschaft zusätzlich stärken. Auch das Tourismusgewerbe nimmt langsam Schwung auf. Lediglich 1,4 Prozent der Bevölkerung waren 2014 ohne Arbeit.
Quelle: statista, Auswärtiges Amt, Bild: PixelWookie/pixelio.de

Platz 5: Benin
Das kleine afrikanische Land Benin hat ein großes Armutsproblem. Etwa ein Drittel der Bevölkerung lebt unter der Armutsgrenze, besonders die ländliche Bevölkerung ist von diesen Umständen betroffen. Benin lebt hauptsächlich von den Wirtschaftssektoren Hafen und Landwirtschaft. Im industriellen Sektor ist lediglich die Zementherstellung und die Entkörnung der Baumwolle erwähnenswert. In den letzten Jahren konnte die industrielle Goldproduktion gesteigert werden und auch die Förderung von Erdöl steht kurz bevor. Trotz der wirtschaftlich schlechten Bedingungen lag die Arbeitslosenquote 2014 bei nur einem Prozent. Grund hierfür könnte allerdings auch sein, dass rund 44 Prozent der Beniner jünger als 15 Jahre sind.
Quelle: statista, Auswärtiges Amt
Platz 4: Thailand
Das Hauptaugenmerk der Wirtschaft liegt in Thailand auf den Wirtschaftszweigen Dienstleistung, Industrie und Landwirtschaft. Auch der Tourismus im Land boomt nach dem Militärputsch wieder. Wichtige industrielle Sektoren sind die Automobilindustrie, die Elektronikindustrie, die Textilindustrie und die Bauwirtschaft. Die Arbeitslosenquote lag 2014 bei 0,9 Prozent.
Quelle: statista, Auswärtiges Amt, Bild: Katharina Wieland Müller / pixelio.de

Platz 3: Ruanda
Die Wirtschaft Ruandas wächst weiterhin schnell und soll durch massive Investitionen des Staats weiter vorangebracht werden. Der Dienstleistungssektor hat mit einem Marktwirtschaftlichen Anteil von über 50 Prozent die Landwirtschaft inzwischen überholt. Die Industrie wird ebenfalls zunehmend ausgeweitet und nimmt inzwischen 15 Prozent des BIP ein. Ruanda arbeitet auch weiterhin an der Armutsbekämpfung. Der Anteil der Bevölkerung, die unterhalb der Armutsgrenze leben, konnte in 5 Jahren um 12 Prozentpunkte auf 44 Prozent gesenkt werden. Lediglich 0,6 Prozent der Bevölkerung waren 2014 als arbeitslos gemeldet.
Quelle: statista, Auswärtiges Amt
Platz 2: Kambodscha
Die Wirtschaft Kambodschas konzentriert sich besonders auf die Sektoren Landwirtschaft, Textil- und Schuhproduktion, die Bauindustrie und den Tourismussektor. Kambodscha strebt für die nächsten Jahre eine endgültige Transformation von der landwirtschaftlichen Struktur, hin zu einer wirtschaftlichen Struktur an, welche der Industrie und Dienstleistung mehr Aufmerksamkeit beimisst. Besonders wichtig ist in der Industrie der Bereich der Schuh- und Bekleidungsindustrie. Lediglich 0,4 Prozent der Bevölkerung Kambodschas waren im Jahr 2014 ohne Arbeit.
Quelle: statista, Auswärtiges Amt, Bild: Claudia Huldi/pixelio.de
Platz 1: Katar
Das Land mit der niedrigsten Arbeitslosenquote weltweit ist Katar. Lediglich 0,3 Prozent der Einwohner waren im Jahr 2014 ohne Arbeit. Katar gilt nach wie vor als "Boomland" mit noch nicht ausgeschöpftem wirtschaftlichem Potenzial. Umfangreiche Infrastrukturprojekte sollen in den nächsten Jahren umgesetzt werden und die Wirtschaft weiter stärken. Auf dem Energiemarkt belegt Katar durch seine enormen Gas- und Ölvorkommen eine Führungsposition. Das Land verfügt über die drittgrößten Erdgasreserven der Welt. Ausländische Arbeitskräfte werden in Katar zunehmend benötigt.
Quelle: statista, Auswärtiges Amt, Bild: Tino Bahr / pixelio.de
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