20 Jahre Mauerfall - Ostdeutsche Aktien

Platz 18: VERBIO Vereinigte BioEnergie AG
1995 machte VERBIO mit einer Ölmühle den Anfang, die Geburtsstunde der VERBIO Aktiengesellschaft schlug im Mai 2006. Der Stammsitz des Biodiesel- und Bioethanolproduzenten liegt in Zörbig (Sachsen-Anhalt).

Platz 17: Roth & Rau AG
Am 22. Juni 1990 wurde die „Roth & Rau Oberflächentechnik GmbH“ gegründet, somit faktisch sogar noch in der DDR. 2001 firmierte man in die Roth & Rau Oberflächentechnik AG um und ging an die Börse. Seit 2002 wendet man sich verstärkt strategisch dem Photovoltaik-Bereich zu. Die Solarkrise überstand das Unternehmen bislang relativ solide. Der Sitz befindet sich in Hohenstein-Ernstthal in Sachsen.
Platz 16: Silicon Sensor International AG
Bevor 1999 der Gang an den Neuen Markt mit dem folgenden Hype und Absturz erfolgte, wurde der Hersteller optoelektronischer Sensoren 1991 in Berlin-Oberschöneweide gegründet.

Platz 15: JENOPTIK AG
Wahrscheinlich ist JENOPTIK eine der geläufigsten Aktien, die aus einem ehemaligen Unternehmen der DDR hervorgingen. Die Wurzeln reichen bis 1846 zurück, die direkte Vorgängerfirma nannte sich „VEB Carl Zeiss Jena“. 1996 übernimmt die schwäbische Carl Zeiss die Mehrheit, die sich nach dem 2. Weltkrieg im Westteil Deutschlands gründete. Kurz darauf, im Juni 1998, ging JENOPTIK an die Börse.

Platz 14: Q-Cells AG
Einer der größten Solar-Werte stammt ebenfalls aus den neuen Bundesländern. Mit dem Mauerfall hat die Gründung eher wenig zu tun, erfolgte diese doch erst im Jahre 1999. In Bitterfeld-Wolfen in Sachsen-Anhalt befindet sich der Hauptsitz. Das Unternehmen hat die Schwierigkeiten der Solarwerte im vollen Umfang mitgenommen.

Platz 13: PC-Ware Information Technologies AG
Der IT-Dienstleister wurde erst nach der Wende gegründet und ging im Jahr 2000 an die Börse. Mit dem dort gezeichneten Kapital wurde auch die internationale Expansion voran getrieben. Der Hauptsitz befindet sich in Leipzig.

Platz 12: CyBio AG
Das ehemals unter „Jenoptik Bioinstruments GmbH“ firmierende Unternehmen hat seine Wurzeln in den Forschungsaktivitäten des „VEB Carl Zeiss Jena“. Im November 1999 wurde es erstmalig gelistet. Der Hauptsitz ist, wenig überraschend, in Jena.

Platz 11: Biolitec AG
Eine ungewöhnliche Geschichte verfolgt Biolitec. Die Wurzeln liegen nämlich in Westdeutschland. 1986 wurde der Hersteller von Lasermedizingeräten unter dem Namen „CeramOptec GmbH“ in Bonn gegründet. 1999 folgte die Gründung der Biolitec AG in Jena, das Unternehmen ging 2000 an die Börse.

Platz 10: Analytik Jena AG
Nach der Wende entstand die Analytik Jena AG eigenen Angaben zufolge bei Null. Die folgenden 2 Dekaden waren geprägt von Wachstumsphasen, auch durch Zukäufe in der Technologieregion Jena. Der Börsengang erfolgte 2000.

Platz 9: Halloren Schokoladenfabrik AG
Die über die deutschen Grenzen bekannten Hallorenkugeln haben ihren Ursprung in der bereits 1804 in Halle an der Saale gegründeten Schokoladenfabrik, einer der ersten in Deutschland. Nach dem Fall der Mauer wurde das Werk 1990 nach den "Original Halloren Kugeln" umbenannt. 1997 erfolgte der Börsengang.

Platz 8: Sachsenmilch AG
Bis zum Ende der DDR unter dem Namen „VEB Kombinat Milchwirtschaft Dresden“ bekannt, war die Sachsenmilch AG das erste ostdeutsche Unternehmen an der Börse. Nach der bereits im Jahr 1993 folgenden Vollstreckung konnte Müller-Milch sehr günstig einsteigen und das Unternehmen sanieren.

Platz 7: MIFA Mitteldeutsche Fahrradwerke AG
1996 wurde die Auffanggesellschaft durch den heutigen Vorstand und seine Partner übernommen. Der Börsengang erfolgte 2004. Die Ursprünge des Unternehmens gehen bis in Jahr 1907 zurück. Der Hauptsitz ist in Sangerhausen in Sachsen-Anhalt.

Platz 6: HanseYachts AG
2007 ging HanseYachts an die Börse, die Unternehmensgründung erfolgte bereits 1993. Aus der darniederliegenden „Boots- und Reparaturwerft Greifswald“ formte der Unternehmensgründer den zweitgrößten deutschen Hersteller von Sportbooten. Bei den Segelyachten belegt man weltweit Position drei.

Platz 5: Intershop Communications AG
Ein Star des Neuen Marktes, mit allen Enttäuschungen, die damit einher gingen, kommt ebenfalls aus Ostdeutschland. Im Gegensatz zu vielen anderen Börsenunternehmen in Jena ging das Unternehmen nicht aus Teilen des Technologiekonzerns „VEB Carl Zeiss Jena“ hervor. Der Hersteller von E-Commerce-Software wurde 1992 als „NetConsult Communications“ gegründet. Nach dem Börsengang 1998 stieg der Kurs zwischenzeitlich auf über 1500 Euro, mittlerweile werden Notierungen zwischen 1 und 3 Euro erreicht.

Platz 4: Geratherm Medical AG
Der erste Vorläufer des Unternehmens wurde 1972 unter dem Namen „VEB Thermometerwerk Geraberg“ gegründet. Als ein international führendes Unternehmen im Bereich der medizinischen Körpertemperaturmessung, konzentriert sich Geratherm seit 1998 auf die Entwicklung von neuen Technologien telemedfähiger Produkte. Im Jahr 2000 wagte man den Sprung an die Börse.

Platz 3: Funkwerk AG
Bereits 1942 wurde das Unternehmen in der Nähe von Berlin gegründet. 1945 folgte das Neutrowerk im heutigen Hauptsitz Kölleda in Thüringen. Der Börsengang erfolgte 2000. Heutzutage bietet das Unternehmen professionelle Kommunikationssysteme an.

Platz 2: SOLON SE
In Berlin-Adlershof sitzt seit der Gründung 1996 die SOLON AG. Mit dem Börsengang 1998 stellte SOLON den ersten Titel in der Solar-Branche an den deutschen Börsen. 2008 wandelte sich die SOLON AG in eine europäische Gesellschaft SE um.

Platz 1: Carl Zeiss Meditec AG
Wie so viele Börsen-Unternehmen aus den neuen Bundesländern hat auch Carl Zeiss Meditec seinen Hauptsitz in Jena. Dabei ist die lebendige Geschichte des Konzerns geprägt von Zusammenschlüssen, Zukäufen und Abspaltung. Seit 1996 sitzt das Unternehmen in Jena, 2002 wurde Carl Zeiss Meditec in der heutigen Form gegründet.
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