Bundestagswahlen: Die Ergebnisse.

Platz 17: 1949
Die ersten Bundestagswahlen gewann die Union mit 31% aller Stimmen und unter Kanzlerkandidat Konrad Adenauer. Die Regierungskoalition bestand aus der FDP (11,9%) und DP (4%). Die SPD kam auf 29,2% der Stimmen. Da die 5%-Hürde noch nicht existierte, konnten 10 Parteien in den Bundestag einziehen.
Quelle: Statistisches Bundesamt\Bundeswahlleiter

Platz 16: 1953
Die Union stellte sich mit Konrad Adenauer an der Spitze der Wiederwahl und errang mit 45,2% aller Stimmen einen überwältigenden Sieg. Obwohl die absolute Mehrheit nur um 1 Mandat verfehlt wurde, bildete Adenauer eine Koalition mit den kleineren Parteien FDP (9,5%), GB/BHE (5,9%) und DP (3,3%). Damit war die SPD (28,8%) die einzige Partei im Bundestag, die nicht an der Regierung beteiligt war.
Quelle: Statistisches Bundesamt\Bundeswahlleiter

Platz 15: 1957
Zum ersten und letzten Mal konnte eine Fraktion bundesweit die absolute Mehrheit erringen. Mit 50,2% stellte die Union erneut den Kanzler Adenauer. Die Regierungskoalition bestand aus der Union und der DP (3,4%). Die SPD (31,8%) und FDP (7,7%) gingen in die Opposition.
Quelle: Statistisches Bundesamt\Bundeswahlleiter

Platz 14: 1961
Zwar verlor die Union mit 45,4% der Stimmen die absolute Mehrheit, konnte jedoch zusammen mit der FDP (12,8%) weiterhin die Regierungskoalition bilden und mit Konrad Adenauer zum vierten Mal den Kanzler stellen. Die SPD trat erstmalig mit Willy Brandt an der Spitze zur Wahl an und musste mit 36,2% erneut in die Opposition.
Quelle: Statistisches Bundesamt\Bundeswahlleiter

Platz 13: 1965
Wieder bildeten die Union (47,6%) und FDP (9,5%) die Regierungskoalition, dieses Mal jedoch unter der Führung von Ludwig Erhard. Die SPD konnte ihr Ergebnis um 3,1% auf 39,3% verbessern.
Quelle: Statistisches Bundesamt\Bundeswahlleiter

Platz 12: 1969
In der abgelaufenen Legislaturperiode zerbrach die Regierung aus Union und FDP. Ab 1966 regierte die große Koalition. Zwar konnte die Union 1969 mit 46,1% wieder die meisten Stimmen gewinnen, allerdings wurde zum ersten Mal in der deutschen Nachkriegsgeschichte die Regierung unter der Führung der SPD (42,7%) und mit der FDP (5,8%) gebildet.
Quelle: Statistisches Bundesamt\Bundeswahlleiter

Platz 11: 1972
Nach einem Misstrauensvotum gegen Willy Brandt und dem Bröckeln der Koalition aus SPD und FDP kam es 1972 zu den ersten vorgezogenen Bundestagswahlen in der deutschen Nachkriegsgeschichte. Diese konnte die SPD erstmalig als stärkste Bundestagsfraktion mit 45,8% aller Stimmen gewinnen. Zusammen mit der FDP (8,4%) bildete sie wieder die Regierung unter Willy Brandt. Die Union ging mit 44,9% in die Opposition.
Quelle: Statistisches Bundesamt\Bundeswahlleiter

Platz 10: 1976
Nachdem Helmut Schmidt im Jahr 1974 das Kanzleramt von Willy Brandt übernahm, konnte er die Regierung aus SPD (42,6%) und FDP (7,9%) fortsetzen. Die Union stellte erstmalig Helmut Kohl als Spitzenkandidaten auf und musste als stärkste Fraktion mit 48,6% zum dritten Mal in Folge in die Opposition.
Quelle: Statistisches Bundesamt\Bundeswahlleiter

Platz 9: 1980
Die Regierungskoalition wurde bestätigt. Die SPD gewann 42,9% der Stimmen, während die FDP 10,6% auf sich vereinen konnte. Die Union konnte mit Franz Josef Strauß wieder nicht die Regierung bilden, trotz 44,5% gewonnenen Stimmen. Erstmalig stellten sich die Grünen einer Bundestagswahl, konnten jedoch mit 1,5% nicht in den Bundestag einziehen.
Quelle: Statistisches Bundesamt\Bundeswahlleiter

Platz 8: 1983
Bereits 1982 wurde Helmut Schmidt durch ein konstruktives Misstrauensvotum gestürzt und Helmut Kohl zum neuen Kanzler gewählt, unter anderem mit der Mehrheit der Stimmen der FDP- Fraktion. Diese Regierungskoalition aus Union (48,8%) und FDP (7%) wurde 1983 durch die Wähler legitimiert. Die SPD kam auf 38,2% der Stimmen und die Grünen auf 5,6%.
Quelle: Statistisches Bundesamt\Bundeswahlleiter

Platz 7: 1987
Johannes Rau, Kanzlerkandidat der SPD, konnte mit einem Ergebnis seiner Partei von 37% die Regierung von Union (44,3%) und FDP (9,1%) unter der Führung von Helmut Kohl nicht ablösen. Die Grünen konnten 8,3% der Stimmen gewinnen.
Quelle: Statistisches Bundesamt\Bundeswahlleiter

Platz 6: 1990
Die erste gesamtdeutsche Wahl nach der Wiedervereinigung bestätigte ein weiteres Mal die Koalition von CDU (43,8%) und FDP (11%). Die SPD unter Oskar Lafontaine gewann 33,5% der Stimmen. Um in den Bundestag einzuziehen, genügte es, entweder in den alten oder neuen Bundesländern die 5%-Hürde zu erreichen. Daher zogen die PDS mit bundesweit 2,4% und Bündnis 90/Grüne mit 1,2% in den Bundestag ein, während die Grünen aus dem Westteil Deutschlands mit einem Ergebnis von 3,8% nicht in den Bundestag einziehen konnten.
Quelle: Statistisches Bundesamt\Bundeswahlleiter

Platz 5: 1994
Ein letztes Mal gewann die von Helmut Kohl geführte Union mit 41,5% die Bundestagswahl und bildete zusammen mit der FDP (6,9%) die Regierungskoalition. Die SPD gewann 36,4% der Stimmen, während die Grünen mit 7,3% erstmalig drittstärkste Kraft wurden. Aufgrund von 4 Direktmandaten kam auch die PDS mit 4,4% in den Bundestag.
Quelle: Statistisches Bundesamt\Bundeswahlleiter

Platz 4: 1998
Die SPD (40,9%) und Grüne (6,7%) bildeten erstmalig die Regierungskoalition und wählten Gerhard Schröder zum Kanzler. Die CDU verfehlte mit 35,1% zudem erstmalig seit 1949 die 40%-Marke. Die weiteren Parteien im Bundestag waren FDP (6,2%) und PDS (5,1%).
Quelle: Statistisches Bundesamt\Bundeswahlleiter

Platz 3: 2002
Äußerst knapp wurde die Rot/Grüne Koalition im Amt bestätigt. Die SPD kam genau so wie die Union auf 38,5% der Stimmen. Allerdings konnten die Grünen mit 8,6% den möglichen Koalitionspartner der Union, die FDP, mit 7,4% schlagen. Die PDS konnte im Bundestag 2 Sitze gewinnen.
Quelle: Statistisches Bundesamt\Bundeswahlleiter

Platz 2: 2005
Nachdem Kanzler Schröder per Misstrauensvotum das Vertrauen entzogen wurde, löste Bundespräsident Horst Köhler den Bundestag auf und ordnete Neuwahlen an. Diese gewann die Union mit 35,2% der Stimmen vor der SPD mit 34,2%. Die CDU/CSU-Fraktion bildete unter Führung von Angela Merkel die große Koalition. In die Opposition gingen die FDP (9,8%), Linkspartei PDS (8,7%) und Grüne mit 8,1%.
Quelle: Statistisches Bundesamt\Bundeswahlleiter

Platz 1: 2009
Wie im Vorfeld von fast allen Meinungsumfragen erwartet konnte die Union mit 33,8 Prozent ihre Spitzenposition behalten und mit Angela Merkel weiterhin die Kanzlerin stellen. Die große Koalition wurde durch Schwarz/Gelb abgelöst, da auch die FDP mit 14,6 Prozent ein sehr starkes Ergebnis einfahren konnte. Die SPD verlor 11,2 Prozent auf 23 Prozent und musste zusammen mit den Grünen (10,7 Prozent) und der Linken (11,9 Prozent) in die Opposition.
Quelle: Statistisches Bundesamt\Bundeswahlleiter
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