Die Top- und Flopaktien im DAX

Platz 30: Hypo Real Estate Holding AG
Der Immobilienfinanzierer hatte die Anleger im Jahresverlauf mit milliardenschweren Abschreibungen geschockt. Auch der Einstieg des US-Investors J.C Flowers konnte die schwache Halbjahresbilanz kaum auffangen. HRE-Titel sind der größte Verlierer im deutschen Leitindex. Die Aktie hat rund die Hälfte ihres Wertes verloren.

Platz 29: Deutsche Börse
Der Frankfurter Börsenbetreiber könnte eigentlich als Nutznießer aus der Finanzmarktkrise hervorgehen, denn der Konzern konnte ein deutliches Umsatzwachstum vermelden. Der Höhepunkt der Handelsvolumina dürfte jedoch bereits überschritten sein, die Aktie verbilligt sich in den ersten sechs Monaten um 46 Prozent und nimmt Platz 2 unter den größten DAX-Verlierern im 1. Halbjahr ein.

Platz 28: Daimler AG
Der Autobauer Daimler konnte mit seinen Absatzzahlen im bisherigen Jahresverlauf nicht immer vollständig überzeugen. Auch die Trennung von der defizitären US-Tochter Chrysler half der Aktie nicht auf die Sprünge. Der Konzern gehört mit einem Kurseinbruch von knapp 41 Prozent zu den drei schlechtesten DAX-Titeln in den ersten sechs Geschäftsmonaten.

Platz 27: Deutsche Bank AG
Finanzwerte gehörten im Jahresverlauf angesichts der anhaltenden Finanzmarktkrise zu den unbeliebtesten Investments. Das bekam auch der Anteilsschein des deutschen Branchenprimus Deutsche Bank zu spüren, der einen Kurseinbruch von mehr als 38 Prozent verkraften musste.

Platz 26: MAN AG
Der LKW-Bauer MAN hatte zum Jahresauftakt an der gescheiterten Scania-Übernahme zu knabbern. Die Aktie brach bereits im ersten Quartal deutlich ein, die Talfahrt ging im zweiten Quartal weiter. Im Halbjahr musste der Anteilsschein ein Kursminus von 37 Prozent vermelden. Die Aktie des Nutzfahrzeugriesen landet damit auf Platz 26.

Platz 25: Siemens AG
Der Technologiekonzern Siemens war im bisherigen Jahresverlauf vorwiegend mit dem Skandal um schwarze Unternehmenskassen in den Medien präsent. Die Aktie verlor im Jahresverlauf rund 35 Prozent - damit gehört der Anteilsschein zu den fünf schwächsten Performern im deutschen Leitindex.

Platz 24: Henkel KGaA
Für Aktionäre des Konsumgüterkonzerns Henkel war das erste Halbjahr wenig erfolgreich. Mit einem Kurseinbruch von knapp 34 Prozent steht der Henkel-Anteilsschein auf Platz 24 in der DAX-Performanceliste.

Platz 23: Infineon Technologies AG
Bedingt durch die anhaltend schwache Entwicklung des Sorgenkindes Qimonda geriet auch die Aktie des Halbleiterherstellers Infineon im bisherigen Jahresverlauf unter Druck und verbilligte sich um mehr als 32 Prozent. Der Anteilsschein landete auf Platz 23 unter den 30 DAX-Werten.

Platz 22: Deutsche Telekom
Aktionäre der ehemaligen Volksaktie können sich nicht über ihr Investment freuen. Der Anteilsschein des Telekommunikationsriesen verlor in den ersten beiden Quartalen mehr als 30 Prozent an Wert.

Platz 21: METRO AG
Trotz der anhaltend positiven Entwicklung der Wachstumstreiber Media Markt und Saturn wirkt sich die sinkende Konsumbereitschaft auch an den Parketts aus. Die Aktie der Metro AG verlor in den ersten sechs Monaten knapp 30 Prozent und gehörte zu den 10 schlechtesten DAX-Werten.

Platz 20: Bayerische Motoren Werke AG
Automobilkonzerne treffen die anhaltend hohen Ölpreisnotierungen besonders hart. Das bekam auch die Aktie der Münchener BMW AG zu spüren, die im ersten Halbjahr 2006 mehr als 28 Prozent einbüßte.

Platz 19: Deutsche Post AG
Der Logistikkonzern Deutsche Post war als Mutter der zum Verkauf stehenden Deutschen Postbank in den Anlegerköpfen präsent. Die Aktie rutschte in den ersten sechs Monaten dennoch um mehr als 28 Prozent ab.

Platz 18: Commerzbank AG
Bei Diskussionen um die Konsolidierung des deutschen Bankensektors wurde auch die Commerzbank immer wieder als Übernahmekandidat ins Spiel gebracht. Der Aktie half das im ersten Halbjahr kaum, sie gab um knapp 28 Prozent nach.

Platz 17: Continental AG
Die Aktie des deutschen Automobilzulieferers Continental brach im ersten Quartal um 26 Prozent ein. Damit erreicht der Konzern Platz 17 unter den 30 deutschen Standardwerten.

Platz 16: Deutsche Lufthansa AG
Rekordhohe Ölpreise sorgen insbesondere in der Luftfahrtbranche für erhebliche Belastungen. Auch der deutsche Flugkonzern Lufthansa hat mit explodierenden Treibstoffkosten zu kämpfen. Die Aktie büßt in den ersten sechs Monaten mehr als 25 Prozent ein.

Platz 15: Allianz SE
Der Versicherungsriese Allianz eilte bislang von einem Rekordgewinn zum nächsten. Die Finanzmarktkrise macht jedoch auch vor dem Finanzhaus nicht halt, die Aktie verlor im ersten Halbjahr rund ein Viertel ihres Wertes.

Platz 14: TUI AG
Aktionärsquerelen rund um den norwegischen Großanteilseigner John Fredriksen haben der Aktie des Reise- und Schifffahrtskonzerns TUI im ersten Halbjahr geschadet und für einen Kurseinbruch von 21 Prozent gesorgt. Anleger spekulieren auf eine Aufspaltung des Konzerns durch die Trennung von der Schifffahrtssparte Hapag-Lloyd.

Platz 13: adidas AG
Die Fußball-Europameisterschaft dürfte beim deutschen Sportartikelhersteller adidas gutes Geld in die Kassen gespült haben. In der Kursentwicklung während der ersten Jahreshälfte spiegelte sich dies jedoch nur bedingt wider, die Aktie gab um mehr als 21 Prozent nach.

Platz 12: RWE AG
Die Aktie des Stromkonzerns RWE ist im ersten Quartal um knapp 17 Prozent eingebrochen. Damit landete der Versorger trotz rekordhoher Energiepreise nur auf Rang 12 unter den deutschen Standardwerten.

Platz 11: Münchener Rückversicherungs-Gesellschaft AG
Titel des Rückversicherers Münchener Rück fielen in den ersten sechs Geschäftsmonaten um mehr als 16 Prozent. Damit landete der Konzern im Vergleich der DAX-Werte im guten Mittelfeld.

Platz 10: Bayer AG
Mit einem Kursminus von rund 14 Prozent landete die Bayer-Aktie knapp in den Top 10. Das Gerangel mit dem US-Konkurrenten Barr um die Medikamente Yasmin und YAZ in den USA hatte Kursverluste ausgelöst.

Platz 9: BASF SE
BASF-Titel gaben in den ersten sechs Geschäftsmonaten um knapp 13 Prozent nach. Damit landeten die Ludwigshafener auf Platz 9 der DAX-Performer.

Platz 8: E.ON AG
Die Aktie des Indexschwergewichtes E.ON gilt in Zeiten volatiler Märkte gemeinhin als vergleichsweise stabile Anlagealternative. Dennoch verlor die Aktie des Versorgers im ersten Halbjahr mehr als zehn Prozent an Wert.

Platz 7: Deutsche Postbank AG
Übernahmespekulationen waren es, die den Anteilsschein der Deutschen Postbank im ersten Quartal noch deutlich getrieben hatten. Die gute Performance konnte die Aktie des Finanzhauses nicht in das zweite Quartal übernehmen und gab im ersten Halbjahr mehr als sieben Prozent nach - Platz 7 der DAX-Performer im ersten Geschäftshalbjahr.

Platz 6: SAP AG
Der Walldorfer Softwarekonzern hat auch im ersten Halbjahr 2008 durch den Schlagabtausch mit dem US-Konkurrenten Oracle von sich reden gemacht. Die Rivalen liefern sich einen erbitterten Kampf um Marktanteile. Die SAP-Aktie entwickelte sich von Januar-Juni schlechter und landete mit einem Kursminus von knapp sechs Prozent auf Platz 6 unseres Rankings.

Platz 5: Fresenius Medical Care AG
Mit einem Kursrückgang von rund vier Prozent landete Fresenius Medical Care im ersten Halbjahr auf Platz 5 der Top-Performer im Deutschen Leitindex.

Platz 4: Linde
Aktionäre des Industriegasekonzerns Linde hatten im Auftaktquartal vergleichsweise geringe Kurseinbußen hinzunehmen. Mit einem Kursminus von etwas mehr als einem Prozent konnte sich die Aktie unter den DAX-Werten verhältnismäßig gut behaupten.

Platz 3: Merck KGaA
Das Darmkrebsmittel Erbitux, Umsatzgarant bei Merck, hat der Aktie des Pharmakonzerns im ersten Halbjahr auf die Beine geholfen. Als einer der wenigen Gewinner landet der Darmstädter Konzern mit einem Kursplus von rund 3,6 Prozent auf Platz 3 unserer Liste.

Platz 2: ThyssenKrupp
Trotz stetig steigender Rohstoffpreise hat die Aktie von ThyssenKrupp im ersten Halbjahr 2008 um knapp vier Prozent zulegen können. Dabei profitierte der Konzern von der anhaltend hohen Nachfrage und dem weltweiten Stahlboom.

Platz 1: Volkswagen
Aktionäre von Europas größtem Autobauer konnten sich in der ersten Jahreshälfte trotz eines schwierigem Umfeldes über Kursaufschläge freuen. Spekulationen um eine Komplettübernahme durch den Sport- und Geländewagenhersteller Porsche trieben den Anteilsschein um rund 20 Prozent nach vorn.
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