IPO-Flops

Platz 20: Goldman Sachs
Das weltweit tätige Investmentbanking- und Wertpapierhandelsunternehmen Goldman Sachs reichte seinen ersten IPO am 24. August 1998 ein und zog diesen jedoch am 28. September wieder zurück. Der Grund hierfür war die schlechte Marktlage, viele Aktien anderer Investmentbanken waren bereits eingebrochen und es wurde klar, dass die Partner des Unternehmens den daraus resultierenden Aktienwert nicht akzeptieren würden. Goldman Sachs ging daraufhin erst Anfang Mai 1999 an die Börse und nahm dadurch 3,66 Milliarden Dollar ein.

Platz 19: TheGlobe.com
Mit seinem Börsengang im November 1998 verzeichnete TheGlobe.com, eine der ersten Social Networking Webseiten, den bis dahin größten Gewinn am ersten Handelstag in der Geschichte: der Aktienpreis stieg von anfänglich 9 Dollar auf 65 Dollar zum Börsenschluss. Allerdings fiel der Preis im Jahr darauf auf unter 0,25 Dollar nachdem die Dotcom-Blase platzte.

Platz 18: InfoSpace
Der Suchdienst-Provider InfoSpace konnte durch seinen IPO im Dezember 1998 75 Millionen Dollar einnehmen. Der Aktienpreis stieg bis März 2000 auf 1305 Dollar, fiel jedoch innerhalb von 2 Jahren auf 2,67 Dollar.

Platz 17: eToys.com
166 Millionen Dollar konnte eToys.com, einer der ersten Online-Händler für Spiele und Spielzeug, durch seinen Börsengang im Mai 1999 einnehmen. Allerdings verzeichnete das Unternehmen aufgrund hoher Marketing- und Werbeausgaben sowie dem starken Wettbewerbsdruck hohe Verluste, was zusammen mit einem Fall des Aktienpreises von 84 Dollar auf 0,09 Dollar dazu führte, dass viele Investoren absprangen und das Unternehmen Anfang 2001 Insolvenz anmelden musste. Heute wird eToys.com von Toys 'R' Us betrieben.

Platz 16: Webvan.com
Ende 1999 ging der Online-Supermarkt Webvan.com an die Börse und konnte 375 Millionen Dollar sowie eine weitere Millarde Dollar von privaten Anlagefirmen einnehmen. Jedoch führten die zu hohen Kosten beim Bau der Lagerhäuser und die rund 27 Dollar Kosten pro Bestellung (bei einem durchschnittlichen Bestellwert von 80 Dollar) zu kontinuierlichen Verlusten und schließlich, nur 18 Monate nach dem Börsengang, zum Bankrott.

Platz 15: Pets.com
Pets.com, ein ehemaliger Anbieter von Heimtierbedarf, musste bereits 9 Monate nach seinem Börsengang am 9. Februar 2000 einen Insolvenzantrag stellen. Da die Kunden unzufrieden mit den Lieferzeiten waren, korrigierte Pets.com die Lieferkosten nach unten, was jedoch zusammen mit den hohen Werbeausgaben zu großen Verlusten führte.
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Platz 14: lastminute.com
Bereits zwei Wochen nach Börsengang brach der Aktienpreis des Reiseanbieters lastminute.com ein. Das Unternehmen nahm durch seinen IPO im März 2000 31 Millionen Dollar ein, konnte jedoch bis 2005 keinen Gewinn verzeichnen und wurde daraufhin von der Sabre Holdings Corporation übernommen.

Platz 13: Refco
Als der weltweit tätige Derivatehändler Refco im August 2005 an die Börse ging, konnte das Unternehmen 3,5 Millarden Dollar einstreichen. Der Aktienkurs des Unternehmens stürzte kurz darauf in die Tiefe, nachdem Gerüchte bezüglich Schulden in Höhe von 430 Millionen Dollar aufkamen, die CEO Phillip R. Bennett bereits seit Jahren verheimlichte. Zwei Monate nach Börsengang stellte das Unternehmen einen Insolvenzantrag und weitere 2 Jahre später wurde Benett in 20 Betrugsfällen schuldig gesprochen und zu 16 Jahren Haft verurteilt.

Platz 12: Vonage
Vonage, einer der größten "Voice over IP"-Provider, konnte bei seinem IPO am 24. Mai 2006 bei einem Aktienpreis von 17 Dollar 531 Millionen Dollar einnehmen. 13,5 Prozent der emittierten Aktien wurden Kunden von Vonage angeboten, wobei jedoch vielen beim Kauf der Aktien aufgrund eines technischen Fehlers mitgeteilt wurde, dass ihr Kauf nicht abgeschlossen wurde. Der Aktienpreis sank daraufhin in der ersten Woche um 30 Prozent. Danach erhielten einige Kunden doch noch eine Bestätigungsmeldung für ihren Kauf, allerdings zum Startpreis von 17 Dollar, was zu Klagen und einem Urteil gegen Vonage führte. Das Unternehmen musste letztendlich 800.000 Dollar an Strafen und Entschädigungen zahlen.

Platz 11: VeraSun
Mit einem Startpreis von 23 Dollar pro Aktie konnte der ehemalige Kraftstoffproduzent VeraSun beim Börsengang im Juni 2006 420 Millionen Dollar einnehmen. Bis Oktober 2007 fiel der Aktienpreis des Unternehmens aufgrund des großen Wettbewerbs auf 10 Dollar. Ein weiteres Jahr später musste VeraSun Insolvenz anmelden.

Platz 10: The Blackstone Group
The Blackstone Group ging im Juni 2007 an die Börse und nahm dabei 4,1 Milliarden Dollar ein. Jedoch verzeichnete die US-amerikanische Investmentgesellschaft innerhalb des ersten Jahres einen Wertverlust von 42 Prozent infolge des Einbruchs der Kreditmärkte.

Platz 9: Shanda Games
Der chinesische Onlinespiele-Entwickler Shanda Games strich bei seinem Börsengang im September 2009 1,04 Millarden Dollar ein. Anstatt der ursprünglich geplanten 63 Millionen Aktien wurden 83,5 Millionen Wertpapiere zu einem Startpreis von 12,50 Dollar ausgegeben. Aufgrund des hohen Preises fanden sich jedoch keine zusätzlichen Investoren mehr und der Wert der Aktien fiel sofort um 14 Prozent. Am darauffolgenden Tag schloss die Aktie bei 1,75 Dollar.

Platz 8: Omeros
Das in Seattle ansässige Biotech-Unternehmen Omeros ging am 7. Oktober 2009 mit einem Startpreis von 10 Dollar an die Börse, musste aber innerhalb eines Monats einen Kursabfall von 42 Prozent verzeichnen.

Platz 7: Imperial Holdings
Das Finanzunternehmen Imperial Holdings nahm bei seinem IPO im Februar 2011 179 Millionen Dollar ein, die Aktie erlitt jedoch kurz darauf einen Kurseinbruch in Höhe von 75 Prozent infolge einer FBI-Untersuchung bezüglich mehrerer Betrugsverdachte.

Platz 6: Groupon
Groupons Börsengang am 04. November 2011 war einer der größte IPOs aller Zeiten und brachte dem Unternehmen rund 700 Millionen Dollar ein. Bereits drei Wochen später war der Kurs des Rabatt-Anbieters jedoch um 40 Prozent gefallen.

Platz 5: Zynga
Das Browserspiel-Entwicklungsstudio Zynga ging im Dezember 2011 an die Börse. Der Startpreis von 10 Dollar fiel schnell aufgrund von Zyngas scheinbarer Abhängigkeit von Facebook auf ca. 8 Dollar. Heute liegt die Aktie bei etwa 6,20 Dollar.

Platz 4: BATS
Der anvisierte Wert beim Börsengang des weltweit operierenden Finanzmarkttechnologieunternehmens lag bei 100 Millionen Dollar, doch kurz nach Eröffnung fiel der Aktienpreis infolge eines technischen Fehlers im eigenen System von anfänglich 15,25 Dollar auf 0,04 Dollar. Der Handel mit den BATS-Aktien wurde gestoppt. Der Vorfall kostete die Investoren schätzungsweise 7,1 Millionen Dollar an Strafgebühren und führte zudem zu einem Kurseinbruch der Apple-Aktien in Höhe von 9 Prozent, die von der technischen Panne ebenfalls betroffen waren.

Platz 3: Zalando
Zalando ging am 1. Oktober 2014 an die Börse. Zwar lag der erste Kurs mit 24,10 Euro rund 12 Prozent über dem Ausgabekurs von 21,50 Euro, aufgrund von Gewinnmitnahmen fiel die Aktie jedoch zum Handelsschluss wieder auf den Ausgabekurs zurück. Auch in den darauffolgenden Tagen hatten die Anleger aufgrund eines sinkenden Kurses keinen Grund, dem Werbeslogan folgend, "vor Glück zu schreien". Aktuell kostet eine Aktie 18,50 Euro.
Quelle: Bild: zalando

Platz 2: Rocket Internet
Die Aktie des Startup-Unternehmens Rocket Internet kam bei den Anlegern zum Börsenstart schlecht an. Sie rutschte am ersten Handelstag am 2. Oktober 2014 tief unter den Ausgabepreis von 42,50 Euro. Zum Handelsschluss stand die Aktie bei 37 Euro. Derzeit notiert das Wertpapier bei 35,47 Euro.
Quelle: Bild: Rocket Internet

Platz 1: Facebook
Facebooks langerwarteter Börsengang am 18. Mai 2012 startete zwecks technischer Schwierigkeiten später als geplant. Die Aktie des sozialen Netzwerks eröffnete bei einem Kurs von 42 Dollar und fiel dann auf den Schlusskurs von 38 Dollar zurück. Auch in den folgenden Handelstagen kannte die Aktie nur eine Richtung, nämlich abwärts. Mitte 2013 schaffte die Aktie die Wende und klettert seitdem stetig aufwärts.
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