Hypoport: Keine Chance?
SmartCaps ist ein Angebot des redaktionellen Partners StockXperts.
finanzen.net GmbH ist für die Inhalte dieses Artikels nicht verantwortlich.
Die Aktie von Hypoport pendelt weiterhin auf relativ niedrigem Niveau. Um die Bodenbildungsphase erfolgreich abzuschließen, braucht es eine höhere operative Dynamik. Doch ist das realistisch?
Werte in diesem Artikel
Im ersten Quartal hatte Hypoport noch teilweise von Vorzieheffekten profitiert, die mit dem sprunghaften Renditeanstieg an den Märkten durch den Irankonflikt einhergingen. Das zweite Quartal war folgerichtig eher durch die anschließende operative Delle geprägt. Während der Rohertrag daher nur noch um 3 Prozent auf 66,5 Mio. Euro gewachsen ist, musste beim EBIT sogar ein Rückgang um 2 Prozent auf 7,3 Mio. Euro hingenommen werden.
Jahresziele kein Selbstläufer mehr
Die Jahresziele, die einen Rohertrag von mindestens 280 Mio. Euro und ein EBIT zwischen 40 und 55 Mio. Euro vorsehen, sollen trotzdem erreicht werden. Nach dem ersten Quartal schien das, vor allem beim EBIT, nicht besonders schwierig zu werden, jetzt sieht es etwas anders aus. Zum Halbjahr steht erst ein Rohertrag von 137,5 Mio. Euro (+5 Prozent) in den Büchern und ein EBIT von 19,3 Mio. Euro (+20 Prozent).
Eher am unteren Ende
Die Analystenschätzungen sind in Relation auf die Entwicklung gesunken, inzwischen (Stand 24.8.) wird im Durchschnitt nur noch ein EBIT von 41,4 Mio. Euro erwartet, also knapp über dem unteren Ende der Zielspanne. Daraus leitet sich bei einem Kurs von 83,65 Euro ein Konsens-KGV26 von 18,4 ab.
Höhere Dynamik im zweiten Halbjahr notwendig
Die Bewertung lässt für den Kurs durchaus Luft nach oben, aber dafür muss Hypoport im zweiten Halbjahr eine höhere operative Dynamik zeigen. Ob das im aktuellen Umfeld gelingt, bleibt die große Frage. Wir stufen die Chancen angesichts des schleichenden Renditeanstiegs an den Märkten derzeit als nicht so hoch ein. Bei der Aktie gibt es daher angesichts der weiter laufenden Bodenbildung aktuell keinen Handlungsbedarf, zumindest die Auflösung der Seitwärtsphase bei der Aktie sollte abgewartet werden.
Die höhere operative Dynamik, die Hypoport im zweiten Halbjahr erst noch liefern muss, ist bei 2G Energy bereits mit Aufträgen unterlegt. Der Schub kommt aus einem Geschäftsfeld, das derzeit alle Erwartungen verschiebt: zum Artikel
Dass überzeugende Zahlen allein nicht immer ausreichen, um eine Aktie anzuschieben, zeigt das Chart- und Bewertungsbild bei clearvise: Dort hat sich die Aktie trotz eines operativ guten Halbjahres noch weiter von der Substanz entfernt. Was das für die Bewertung bedeutet und welche Chancen sich daraus ergeben: zum Artikel
Autoren: Die SmartCaps-Redaktion. Über uns: Das Team von SmartCaps zählt seit mehr als zwei Jahrzehnten mit dem „Anlegerbrief“ zu den erfolgreichsten Nebenwerteinvestoren in Deutschland. Das Musterdepot des Anlegerbriefs hat seit 1999 eine Rendite von mehr als 3.470 Prozent oder 14,1 Prozent p.a. (Stand: 22.08.26) erzielt. Mehr dazu finden Sie hier.
Erstellung am 24.08.26 um 7:37 Uhr.
Bitte beachten Sie auch unsere Informationen zur SmartCaps-Redaktion, insbesondere zu Arbeitsmethoden und zu potenziellen Interessenkonflikten, sowie unseren Disclaimer/Haftungsausschluss: zum Artikel