Masterflex: Nächster Impuls durch Q1-Zahlen?

30.04.26 14:17 Uhr

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Am 6. Mai legt Masterflex die Zahlen für das erste Quartal vor. Nach starken Vorjahreswerten und bei einer weiterhin schwachen Konjunktur dürften die Erwartungen gedämpft sein – doch genau darin liegt auch die Chance für die Aktie.

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Die Masterflex SE entwickelt und produziert spezialisierte Hightech-Schlauch- und Verbindungssysteme für anspruchsvolle Anwendungen, etwa in der Luftfahrt, Medizintechnik oder im Maschinenbau. Die Fokussierung auf technisch anspruchsvolle Nischen und eine breite Diversifikation machen das Unternehmen sehr widerstandsfähig und haben es ermöglicht, in den letzten Jahren trotz des gesamtwirtschaftlichen Gegenwindes zu wachsen und vor allem die Margen deutlich zu verbessern.

Gedämpfte Erwartungen an das erste Quartal
Auch mit Blick auf die anstehenden Q1-Zahlen am 6. Mai bleibt das Umfeld herausfordernd. Die deutsche Binnenkonjunktur zeigt sich schwach, das Bruttoinlandsprodukt ist im ersten Quartal nur um 0,3 Prozent gewachsen. Gleichzeitig ist die Vergleichsbasis hoch: Das erste Quartal 2025 war ausgesprochen stark, insbesondere der März hatte seinerzeit mit einem Umsatz von über 10 Mio. Euro positiv herausgestochen. Andererseits hat Masterflex in der Vergangenheit wiederholt bewiesen, mit einem herausfordernden Umfeld gut zurechtzukommen. Dass das Unternehmen im Zuge der Berichterstattung über das Geschäftsjahr 2025 auch von einem weiter wachsenden Auftragsbestand in den ersten Wochen 2026 berichten konnte, stützt diese Einschätzung. Vor diesem Hintergrund erscheint für Q1 eine Fortsetzung der Entwicklung der vergangenen Quartale das wahrscheinlichste Szenario: eine moderate Umsatzentwicklung bei stabilen bis leicht steigenden Margen.

Zweite Jahreshälfte im Fokus
Die eigentlichen Wachstumstreiber für 2026 werden ohnehin erst später im Jahr relevant. Sowohl der neue Standort in Marokko als auch ein großer Engineering- und Rahmenvertrag sollen erst im zweiten Halbjahr beginnen, zum Umsatz beizutragen. Entsprechend erwartet das Management für 2026 einen Umsatz zwischen 103 und 108 Mio. Euro sowie ein EBIT in einer Spanne von 13 bis 16 Mio. Euro (Vorjahr: 102,6 bzw. 13,7 Mio. Euro).

Aktie mit neuem Momentum
An der Börse hat sich die Aktie zuletzt wieder stärker nach oben orientiert. Aktuell schwankt sie um die 14-Euro-Marke und damit am oberen Ende des seit dem Herbst bestehenden Seitwärtskanals. Kurzfristig lässt sich sogar ein seit Anfang März herausgebildeter Aufwärtstrend erkennen. Bis zum Mehrjahreshoch aus dem August 2025 bei knapp unter 15,00 Euro ist es damit nicht mehr weit. Gute Q1-Zahlen, die die Jahresziele untermauern, könnten den entscheidenden Impuls liefern, um diesen Widerstand zu überwinden. Zumal die Bewertung weiterhin moderat ist: Auf Basis der Analystenschätzungen liegt das Kurs-Gewinn-Verhältnis für 2026 bei rund 14 und lässt damit Spielraum nach oben.

Fazit
Die Erwartungen an das erste Quartal sind angesichts der schwachen Konjunktur und der hohen Vergleichsbasis gedämpft. Gerade deshalb könnten solide Zahlen positiv überraschen. Die strukturelle Stärke des Geschäfts, die klaren Wachstumstreiber für die zweite Jahreshälfte und die moderate Bewertung sprechen dafür, dass die Masterflex-Aktie bei entsprechenden Impulsen ihre Aufwärtsbewegung fortsetzen kann.

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Erstellung am 30.04.26 um 14:15 Uhr.

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