Salzgitter: Nur eine Pause oder ist die Rally vorbei?
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Mit einem kräftigen Zwischenspurt in Richtung des im Juni markierten Mehrjahreshochs ist die Salzgitter-Aktie im September auf über 60 Euro gestiegen, doch anschließend wurde wieder der Rückwärtsgang eingelegt. Auslöser war vor allem die Zuspitzung des Irankonflikts. Fundamental spricht jedoch weiterhin einiges dafür, dass der langfristige Investment Case intakt bleibt.
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Nachdem die Salzgitter-Aktie zwischen Mitte August und Mitte September um rund 20 Prozent auf zeitweise mehr als 60 Euro zugelegt hatte, sorgte die Eskalation des Konflikts im Mittleren Osten für einen Dämpfer. Die Sorge vor steigenden Energiepreisen und einer Abschwächung der Weltkonjunktur belastete den gesamten Stahlsektor. Der erneute Angriff auf das Anfang Juni erreichte Mehrjahreshoch bei 66,55 Euro wurde damit zunächst gestoppt. Mit Kursen um 55 Euro notiert die Aktie aber weiterhin deutlich oberhalb der Zwischentiefs der vergangenen Monate.
Licht und Schatten
Fundamental hat sich das Bild zuletzt kaum verändert. Zwar hatte Salzgitter nach den starken Halbjahreszahlen die Prognose bereits zum zweiten Mal in diesem Jahr angehoben. Der detaillierte Halbjahresbericht zeigte allerdings auch, warum die Euphorie nicht grenzenlos ausfiel. Während das bereinigte EBITDA und das bereinigte Vorsteuerergebnis deutlich zulegten, blieb die Entwicklung im Stahlgeschäft hinter den Erwartungen zurück. Auch der operative Cashflow und die gestiegene Nettoverschuldung wurden kritisch gesehen.
Dennoch überwiegen aus unserer Sicht die positiven Aspekte. Die operative Verbesserung steht inzwischen auf einer breiteren Basis als noch zu Jahresbeginn, das Effizienzprogramm zeigt deutlich Wirkung und die vollständige Konsolidierung der Hüttenwerke Krupp Mannesmann verspricht zusätzliche Ergebnisbeiträge. Hinzu kommen die verschärften EU-Handelsschutzmaßnahmen, die den Wettbewerbsdruck durch Billigimporte reduzieren und den europäischen Stahlherstellern zugutekommen dürften.
Analysten bleiben überwiegend konstruktiv
Auch bei den Analysten überwiegt der positive Grundton. Mehrere Häuser haben ihre Kursziele zuletzt angehoben, so dass das Kursziel im Durchschnitt inzwischen bei 67,50 Euro und damit nahezu auf Höhe des bisherigen Mehrjahreshochs liegt.
Chart vor der nächsten Richtungsentscheidung
Charttechnisch bleibt die Ausgangslage spannend. Nach dem Rücksetzer auf rund 55 Euro bewegt sich die Aktie wieder im Bereich der früheren Ausbruchszone. Gelingt nach einer Beruhigung der geopolitischen Lage ein erneuter Anstieg über 60 Euro, dürfte das Mehrjahreshoch bei 66,55 Euro schnell wieder in den Fokus rücken. Bis dahin spricht vieles dafür, den jüngsten Rücksetzer eher als Unterbrechung eines übergeordneten Aufwärtstrends denn als dessen Ende zu interpretieren – sofern die geopolitische Lage nicht weiter eskaliert.
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Erstellung am 17.09.26 um 12:41 Uhr.
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