Wacker: Stark in der Krise
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Ein deutlich besseres Ergebnis als erwartet sorgt für Rückenwind – doch wie belastbar ist dieser Aufschwung wirklich?
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Die Blockade der Meerenge von Hormus spielt Wacker Chemie in die Karten, denn die Preise für bestimmte Chemikalien steigen. Das weckt Frühlingsgefühle bei den Aktionären: Die Wacker-Aktie hat seit Jahresbeginn um fast 40 Prozent zugelegt, wobei das Gros der Performance auf die Angst vor einer Verknappung von Chemikalien zurückzuführen sein dürfte.
Noch ist Vorsicht angesagt
Dementsprechend haben Vorzieheffekte und Preiserhöhungen nach Unternehmensangaben das EBITDA im ersten Quartal 2026 auf 173 Mio. Euro (Q1 2025: 127 Mio. Euro) anziehen lassen. Damit liegt das Ergebnis über der eigenen Guidance von 140 bis 160 Mio. Euro sowie über den durchschnittlichen Prognosen von Analysten mit 146 Mio. Euro. Aufgrund der Unsicherheiten belässt das Management die EBITDA-Jahresziele jedoch unverändert bei 550 bis 700 Mio. Euro.
Dynamik beim Umsatz
Beim Umsatz sieht es anders aus: Hier sollen 1,41 Mrd. Euro in Q1 erzielt worden sein. Das ist weniger, als die 1,48 Mrd. Euro im Vorjahresquartal 2025. Dennoch ist der Wacker-Vorstand hier für die weitere Entwicklung sichtlich optimistischer und hebt das Umsatzziel für das Gesamtjahr 2026 an. Die Erlöse sollen nun im hohen einstelligen Prozentbereich (zuvor: niedriger einstelliger Prozentbereich) vorankommen.
Fazit
Bei Wacker prallen möglicherweise schon bald zwei gegenläufige Effekte aufeinander: zum einen die Sonderkonjunktur durch den Krieg in Nahost und zum anderen eine schwache Nachfrage in den Abnehmerbranchen durch die Konjunkturflaute. Für Wacker-Aktionäre gilt daher, die Gewinne laufen zu lassen, gleichzeitig aber auch eine Normalisierung der Preise mit einzukalkulieren. Am 29. April veröffentlicht Wacker den vollständigen Quartalsbericht.
Nicht so spektakulär, aber ebenfalls erfreulich ist die Nachrichtenlage bei Matador Secondary Private Equity. Denn die Gesellschaft konnte jüngst mit einer überzeugenden Cash-Bilanz aufwarten, was auf die Reife des Portfolios hinweist. Auch für die nächsten Quartale sind hohe Rückflüsse aus Investments zu erwarten – damit weist die zentrale Zielgröße des Geschäftsmodells eine positive Tendenz auf, was für die Aktie neuen Bewertungsspielraum schafft: zum Artikel
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Erstellung am 22.04.26 um 14:55 Uhr.
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