Zwei Börsenwelten
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An der Börse laufen gerade zwei Strategien parallel auf Rekordniveau. S&P 500-Unternehmen kündigten allein in den ersten vier Monaten an, für rund 665 Mrd. USD eigene Aktien zurückkaufen zu wollen - so viel wie nie zuvor.
Allein Apple erweiterte sein Rückkaufprogramm um 100 Mrd. USD - über die vergangenen zehn Jahre summiert sich dieses nun auf 755 Mrd. USD. Damit bleibt das Apfel-Unternehmen verlässlich und berechenbar.

Alles auf KI
Dem gegenüber stehen Meta Platforms, Alphabet, Microsoft und Amazon: über neue Schulden fließt immenses Kapital in KI-Infrastruktur. Erstmals überschreitet der kombinierte Jahres-CapEx der vier Hyperscaler die Marke von 700 Mrd. USD, im vergangenen Jahr waren es noch rund 400 Mrd. USD. Hinter der Investitionswut steckt Kalkül: Wer im KI-Rennen führt, erntet die nächste Generation von Gewinnen. Wer dagegen zurückfällt, dem bleiben nur die Schulden. Ob man nun im Team Rückkaufprogramm oder im Team Zukunftsinvestition mitspielen möchte, ist letztlich eine Frage der persönlichen Risikoneigung und Gewinnerwartung.
Tech ohne Scheuklappen
Vernetzung als Investmentthese: Smartphones, schnelles Internet, Geräte, die miteinander kommunizieren - Wilfried Schopges sieht in der fortschreitenden digitalen Vernetzung eine nicht mehr aufzuhaltende Entwicklung, die immer wieder neue Wachstumsunternehmen hervorbringt. Für sein wikifolio Succestecbrands zieht er daraus eine klare Konsequenz: ausschließlich Technologieaktien, dafür aber weltweit. ETFs und Hebelprodukte sucht man bei ihm dagegen vergebens. Informationen aus Finanzportalen, ergänzt durch Marketinganalysen und Marktstudien, bilden seine Entscheidungsgrundlage. Der grundsätzliche Zeithorizont ist mittelfristig ausgerichtet. Dennoch nutzt er die ausgeprägte Volatilität von Technologietiteln aktiv: Regelmäßiges Trading ist ausdrücklich Teil seiner Strategie. Trotz der jüngsten Turbulenzen im Tech-Sektor hält er entspannt und vollständig investiert (Cash-Anteil <1 %) an seinen insgesamt 55 Positionen fest. Dabei stützt sich sein Portfolio nicht nur auf volatile Wachstumswetten wie Meta Platforms, Amazon und Alphabet A (Google), sondern auch auf etablierte Technologieschwergewichte mit solider Substanz, beispielsweise Apple und Microsoft. Mit über einer Mio. EUR investiertem Kapital im zugehörigen Zertifikat und einer beständigen Performance gehört "Succestecbrands" zu den bekanntesten Tech wikifolios unserer Plattform. Seit der Auflegung im März 2013 summiert sich der Wertzuwachs auf inzwischen +619,6 %. Dies entspricht einer sehr starken jährlichen Durchschnittsperformance von +15,9 %.

Magisches 52-Wochen-Hoch
Dies ist das zentrale Signal für Franz Hinterwirth. Sobald eine Aktie die Marke übersteigt, wird sie zum Kandidaten für sein wikifolio Trend links unten-rechts oben. Verlässt ein Titel seinen langfristigen Aufwärtstrend oder hinkt er dem Gesamtmarkt hinterher, heißt es im Umkehrschluss Ade! Freiwerdende Mittel wandern umgehend in neue trendkonforme Positionen, weshalb das wikifolio nahezu durchgehend investiert ist. Eine Ausnahme bilden hier nur ausgeprägte Bärenmärkte, in denen es schlicht an geeigneten Kandidaten fehlt. Aktuell wird eine kleine Liquiditätsreserve von rund 6,3 % gehalten. Einem möglichen Klumpenrisiko wirkt Hinterwirth durch breite Streuung über möglichst viele Branchen entgegen. Zwar überwiegen aktuell Substanzwerte wie Johnson & Johnson, Apple und RWE, aber es finden sich mit Alphabet A (Google) und Nvidia auch typische Wachstumswerte. Die 149 Aktienpositionen machen gut die Hälfte des Portfolios aus. 77 ETFs bilden mit einem Anteil von 41,3 % eine zweite starke Säule. Insgesamt ergibt das eine robuste Diversifikation. Die Haltedauer variiert zwar mit dem Bestand der zugrundeliegenden Trends, ist aber grundsätzlich längerfristig ausgelegt. Das Label "Alpha Strong" zeichnet dieses wikifolio aus, und die Zahlen bestätigen das aufs Beste: Im Jahresdurchschnitt legte der Wert um stattliche +15,3 % zu; seit August 2014 summiert sich dieser Wachstumspfad auf ein Gesamtplus von +452,1 %.

Zwei Filter, ein Gewinner
Zwei Filter, eine Entscheidung: Zukunftsorientierte Produkte sowie Dienstleistungen müssen fundamentale Kennzahlen liefern und das Chartbild muss überzeugen. Alexander Görzen kombiniert in seinem wikifolio Quality values beide Anforderungen: Die Kennziffern der vergangenen Jahre auf der einen Seite und ein möglichst kontinuierlich positiver Kursverlauf über fünf bis zehn Jahre auf der anderen. Gehandelt wird überwiegend kurzfristig, wobei das Instrumentarium kaum Schranken kennt: Neben Aktien kommen ETFs, Hebelprodukte, Fonds und Anlagezertifikate zum Einsatz. Im Moment stecken 27,4 % des Kapitals in 31 ETFs, teils als langfristiger Anker, teils als kurzfristige Trades oder für die Veranlagung des Liquiditätspuffers. Zehn strukturierte Produkte (4,1 %) dienen ergänzend der Absicherung. Auch bei Görzen ist der Aktienblock mit 37,3 % und 33 Einzelpositionen dominant, darunter prominente Namen wie Siemens, Alphabet A (Google), Comfort Systems USA, Nvidia und Apple. Außergewöhnlich ist die aktuell hohe Cash-Quote von 31,2 %, welche der zwischenzeitlich erhöhten Volatilität geschuldet sein dürfte. Was diesen Ansatz ausmacht, ist die Überzeugung, dass weder Fundamentalanalyse noch Charttechnik allein ausreichen, um langfristig erfolgreich zu sein. Erst das Zusammenspiel beider Methoden liefert Ergebnisse, die schlicht eindrucksvoll sind: Ein herausragendes Plus von +28,5 % im Jahresdurchschnitt bzw. eine Gesamtrendite von +612,3 % seit dem Start im August 2018.

Was kommt?
Nach einem ruhigeren Montag beginnt hierzulande die kommende Berichtswoche am Dienstag mit der ZEW-Umfrage zur aktuellen Lage der Konjunktur und den entsprechenden Erwartungen. Am Mittwoch wird der Kern-Verbraucherpreisindex für die Eurozone veröffentlicht. Das Hauptaugenmerk dürfte aber auf der Fed-Sitzung liegen. Wird Kevin Warsh in seiner ersten Sitzung als Fed-Chef ein Zeichen setzen? Die FedWatch-Wahrscheinlichkeit für unveränderte Zinsen liegt zwar bei 97 %, aber die Juni-Sitzung ist auch eine der vier Projektionsrunden im Jahr, unter anderem mit dem Dot-Plot. Die britische Notenbank zieht mit ihrer Zinssatzentscheidung am Donnerstag nach. Zudem werden die aktuellen Zahlen zu den Erstanträgen auf Arbeitslosenhilfe in den USA vorgelegt. Destatis präsentiert abschließend am Freitag den Erzeugerpreisindex für Deutschland. Da der Freitag in den USA Feiertag ist und die Börsen geschlossen sind, findet der große Verfallstag ausnahmsweise schon am Donnerstag statt.
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Andreas Kern sammelte über zehn Jahre Erfahrung in der Finanz- und Payment-Branche, studierte Mathematik und Informatik, absolvierte einen Master in Innovationsmanagement und ist ausgebildeter Börsenhändler. Sein Ziel: Als Gründer und CEO von wikifolio eine echte Alternative für Anleger schaffen. Hier könnt ihr Andreas auf LinkedIn Folgen.
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