Bankenunion

Bankenunion - Definition

2014 von der Europäischen Union beschlossener Rahmen für eine europäische Finanzarchitektur mit einheitlicher Banken- und Finanzaufsicht, einheitlichen Restrukturierungs- und Abwicklungsmechanismen bei Bankpleiten und einem gemeinsamen System der Einlagensicherung. Während eine europäische, auf EZB und BaFin als nationale Bankenaufsicht verlagerte Bankenaufsicht bereits vor der Bankenunion durch die so genannte SSM-Verordnung (Single Supervisory Mechanism) realisiert wurde, ist der europäische Abwicklungsfonds (SRM Single Resolution Mechanism) die Antwort auf die häufigen staatlichen Unterstützungen für marode Banken, die in der Vergangenheit als zu groß und als "systemrelevant" galten. Bankinsolvenzen sollen dadurch für Kunden unschädlich möglich sein. Das gemeinsame Einlagensicherungssystem DGS (Deposit Guarantee Scheme) soll die Verknüpfung von Banken- und Staatenrisiken lockern und so solventen Banken in nicht solventen Staaten durch ein evtl. besseres Rating aufgrund des DGS das Kreditgeschäft erleichtern.

Ähnliche Begriffe und Ergebnisse

Für wissenschaftliche Arbeiten

Quelle & Zitierlink

Um diese Seite in einer wissenschaftlichen Arbeit als Quelle anzugeben, können Sie folgenden Link verwenden, um sicherzustellen, dass sich der Inhalt des Artikels nicht ändert.

Schneck (Hrsg.), Lexikon der Betriebswirtschaft, 9. Auflage, München 2015

Zitierlink kopieren

Information


Die Handels- und Depotfunktionen in diesem Broker Cockpit werden für Finanzinstrumente von der Finanzen.net Zero GmbH als vertraglich gebundener Vermittler der DonauCapital Wertpapier GmbH (§ 3 Abs. 2 WpIG) bereitgestellt; bei Kryptowerten werden die Handels- und Depotfunktionen in diesem Broker Cockpit ausschließlich von der DonauCapital Wertpapier GmbH bereitgestellt. Die Finanzen.net GmbH stellt ausschließlich den technischen Rahmen bereit und ist in die Wertpapier- und Kryptodienstleistung nicht einbezogen.