Aumann: Was ist bloß bei Aumann los?

21.07.26 07:52 Uhr

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Die Aumann-Aktie hat zuletzt kräftig an Boden verloren. Anleger fragen sich, ob das Papier eine Value-Aktie oder eine Value-trap ist.

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Eine Sonderdividende und der angekündigte Aktienrückkauf haben die Aumann-Aktie von Mitte Mai bis Ende Juni um rund 25 Prozent in die Höhe getrieben. Mittlerweile jedoch ist der Kursgewinn fast vollständig verfrühstückt. Dass das Aumann-Management die Aktie zu aktuellen Kursen für substanziell unterbewertet hält, wird offensichtlich nicht von allen Investoren geteilt.

Enttäuschung über Annahmequote

Jede Medaille hat bekanntlich zwei Seiten. Bei Aumann ist das nicht anders. Der Aktienrückkauf für knapp 1,3 Mio. Aumann-Aktien zu einem Preis von 17,80 Euro wurde nämlich so rege angenommen, dass die Annahmequote gerade einmal rund 6,1 Prozent erreichte. Anders ausgedrückt: Fast 9,4 Mio. der insgesamt ausstehenden 12,9 Mio. Aktien wurden dem Unternehmen angedient.

Dividende steht noch aus

Wenn die Aktionäre insgesamt jedoch fast drei Viertel des gesamten Aktienvolumens zu 17,80 Euro andienen, beantwortet dies die Frage, wo für die überwiegende Zahl der Aktionäre die substanzielle Unterbewertung endet. Dabei wird das Unternehmen auf der Hauptversammlung am 28. August seinen Aktionären noch eine Ausschüttung inklusive Sonderdividende von 1,11 Euro pro Aktie vorschlagen. Das sind beim aktuellen Kurs von 13 Euro immerhin satte 8,5 Prozent.

Fazit

Selbst nach dem Aktienrückkauf und der Ende August anstehenden Dividendenzahlung wird Aumann über eine finanziell starke Aufstellung verfügen. Doch ein niedriges Kurs-Buchwert-Verhältnis und eine hohe Liquidität können nicht darüber hinwegtäuschen, dass die operative Geschäftsentwicklung bei Aumann noch ausbaufähig ist. Ohne Umsatz- und Ertragswachstum mutet die Aktie letztlich eher als eine Value-trap an, denn als ein echter Value-Wert. Dennoch dürfte der Kursrückgang seit Ende Juni etwas übertrieben sein. Knapp unterhalb von 13 Euro verläuft im Jahreschart die Aufwärtstrendlinie und bei 13 Euro die 200-Tage-Linie. Diese sollten den Rückgang zunächst bremsen.

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Erstellung am 20.07.26 um 15:23 Uhr.

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