Südzucker: Fluch oder doch ein Segen?
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Die Südzucker-Aktie hat im Jahr 2026 eine stattliche Performance vorzuweisen. Doch nun warnt ein süddeutscher Agrarverband vor einer historisch schlechten Zuckerrübenernte.
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Anfang Juli hatte Südzucker die Zahlen für das erste Quartal des Geschäftsjahres 2026/27 (per 28.2.) vorgelegt. Bei einem moderat auf 2.058 Mio. Euro (Q1 2025/26: 2.153 Mio. Euro) sinkenden Umsatz kletterte das operative EBITDA auf 135 Mio. Euro (Q1 2025/26: 96 Mio. Euro). Im Gesamtjahr soll der Umsatz zwischen 8 und 8,4 Mrd. Euro liegen, beim operativen EBITDA wird die Zielspanne von 480 bis 680 Mio. Euro anvisiert.
Risiken und Nebenwirkungen
Zur operativen Entwicklung berichteten die Mannheimer, dass die Rüben-Aussaat trotz kühler Witterung in den meisten Regionen zügig und weitgehend erfolgreich verlaufen ist. Darüber hinaus gab es aber auch noch den Beipackzettel für etwaige Nebenwirkungen. Darin war zu lesen, dass die Erträge maßgeblich vom weiteren Witterungsverlauf und den Auswirkungen der Krankheiten bestimmt werden. Und hier gibt es jetzt leider schlechte Nachrichten: Der Verband Süddeutscher Zuckerrübenanbauer warnte vor einer historisch schlechten Zuckerrüben-Ernte.
Gewichtige Aussagen
Der Verband spricht für den süddeutschen Raum. Das sind rund 10.000 Rübenbauern mit einer Anbaufläche von 100.000 Hektar. Da die gesamte Rübenanbaufläche in Deutschland im Jahr 2025 rd. 387.000 Hektar ausmachte, dürfte der süddeutsche Raum somit durchaus Indikatorfunktion besitzen. Doch wo Waren knapp werden, steigt bekanntlich der Preis. Entscheidend wird daher sein, wie Südzucker die zu erwartende Entwicklung aus steigenden Verbraucherpreisen und sinkenden Umsätzen bezüglich der zukünftigen Erträge einschätzt. Der nächste offizielle Termin hierfür ist der 8. Oktober. Da stehen die Q2-Zahlen auf der Agenda. Aber vielleicht gibt es ja schon vorab Nachrichten.
Fazit
Die Warnung vor einer historisch schlechten Ernte muss aufgrund zu erwartender Preissteigerungen nicht zwingend mit sinkenden Erträgen einhergehen. Hinzu kommt, dass das Unternehmen über die Tochtergesellschaft CropEnergies von den tendenziell hohen Preisen für Bioethanol durch den Krieg am Golf profitieren dürfte. Der Biokraftstoffhersteller Verbio meldete zuletzt über den Erwartungen liegende Gewinne. Es darf also wieder spekuliert werden. Technisch ist Anfang Juli der Ausbruch aus der Bullenflagge nach oben lehrbuchmäßig erfolgt. Doch kurz später ging der Aktie die Puste aus. Wenngleich der Chart kurzfristig noch zur Vorsicht mahnt, dürfte das Rückschlagpotenzial begrenzt sein. Das Papier besitzt bei 11,10 Euro und dann wieder bei 10,50 Euro in der Nähe der 200-Tage-Linie eine Unterstützung.
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Erstellung am 04.08.26 um 9:47 Uhr.
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