SUSS MicroTec: Nvidia liefert Rückenwind
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Nvidias Quartalszahlen fielen klar besser aus als erwartet, und die Botschaft reicht weit über den Chipkonzern hinaus. Für SUSS MicroTec entscheidet sich damit gerade, ob der Sommer nur eine Verschnaufpause war.
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Nvidia hatte am Mittwoch dieser Woche seine Zahlen für das zweite Quartal vorgelegt und dabei die Erwartungen klar übertroffen. Der Umsatz lag bei 96 Milliarden Dollar, der Gewinn je Aktie bei 2,46 Dollar, während Analysten im Vorfeld nur mit einem Umsatz von 92 Milliarden Dollar und einem Ergebnis je Aktie von 2,10 Dollar gerechnet hatten. Besonders das Rechenzentrumsgeschäft blieb der zentrale Wachstumstreiber: Der Umsatz mit Rechenzentren stieg um 117 Prozent auf 89 Milliarden Dollar. Für das laufende Quartal stellte Nvidia weiteres Wachstum in Aussicht, rund 108 Milliarden Dollar Umsatz, wobei das China-Geschäft darin noch gar nicht eingerechnet ist.
Halbjahresbilanz hallt nach
Für Zulieferer der Halbleiterindustrie wie SUSS MicroTec bleibt die Kernbotschaft positiv: Die Investitionsbereitschaft in KI-Infrastruktur zeigt keine Anzeichen einer Abschwächung. Das stützt auch das solide operative Bild, das der Maschinenbauer zuletzt zeichnete. Der Auftragseingang erreichte im ersten Halbjahr 2026 mit 410 Millionen Euro einen Rekordwert, wobei allein das zweite Quartal mit 260,7 Millionen Euro das stärkste in der Firmengeschichte war.
Der Auftragsbestand kletterte auf ein Rekordhoch von 473,7 Millionen Euro, was dem Unternehmen eine deutlich bessere Sichtbarkeit für 2026 und 2027 verschafft. Getragen wurde diese Entwicklung insbesondere vom Segment Advanced Backend Solutions, angetrieben durch Advanced Packaging und Investitionen in KI-Infrastruktur. Die Jahresprognose von 455 Millionen Euro Umsatz im Mittelwert bestätigte das Management unverändert.
Nach Kursspitze zurück auf höherem Niveau
Die Kursentwicklung der vergangenen Monate zeigte bei SUSS zunächst einen kräftigen Anstieg von unter 40 Euro im April auf ein Hoch von etwa 118 Euro Anfang Juni. Seither befindet sich die Aktie in einem klaren Abwärtstrend, der sich über den Sommer zog und den Kurs bis auf aktuell 73,00 Euro drückte. Von der Kursspitze im Juni ist damit ein erheblicher Teil wieder abgegeben worden, wenngleich der Kurs weiterhin klar über dem Ausgangsniveau vom Frühjahr notiert.
Die gleitenden Durchschnitte spiegeln diesen Trendwechsel wider. Der 50-Tage-Durchschnitt liegt bei 82,07 Euro, der 100-Tage-Durchschnitt bei 82,46 Euro, beide damit weiterhin klar über dem aktuellen Kurs und wirken als Widerstandszonen. Der 200-Tage-Durchschnitt bei 64,25 Euro verläuft dagegen deutlich darunter und markiert eine wichtige langfristige Unterstützung, die bislang nicht in Gefahr geriet.
Der RSI notiert bei 44,21, ein neutraler Wert, der weder überkauft noch überverkauft ist und damit Spielraum in beide Richtungen lässt. Der MACD zeigt zwar noch ein negatives Niveau von minus 2,79, die Histogrammbalken drehen jedoch bereits ins Grüne, ein erstes Anzeichen für eine mögliche Trendberuhigung nach den schwachen Wochen im Juli und August. Sollte SUSS MicroTec die Zone um 82 Euro zurückerobern, wäre der Weg zurück zu den Hochs aus dem Juni wieder offen. Bis dahin bleibt der übergeordnete Trend seit Juni angeschlagen, auch wenn die fundamentale Story durch Nvidias Zahlen zusätzlich gestützt wird.
Dass operative Entwicklung und Börsenkurs auseinanderlaufen, ist derzeit auch bei clearvise das Thema. Der Alleinvorstand des Grünstromproduzenten setzt dagegen ein Mittel ein, dessen Wirkung die Aktionäre erst später spüren dürften: zum Artikel
Dieselbe Frage stellt sich derzeit bei Daldrup und Söhne, nur andersherum: Dort läuft nicht der Kurs der Entwicklung voraus, sondern die Entwicklung der eigenen Planung. Die vorläufigen Halbjahreszahlen setzen das Management unter Druck, und zwar von der angenehmen Seite: zum Artikel
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Erstellung am 27.08.26 um 16:29 Uhr.
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