Wacker Chemie: Ob das gut geht

10.04.26 16:55 Uhr

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Wacker Chemie: Ob das gut geht | finanzen.net

Die Aktie von Wacker Chemie ist so teuer wie seit 18 Monaten nicht mehr. Es scheint, als ob Realwirtschaft und Aktienkurs den Kontakt zueinander verloren haben.

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Harte Worte: BASF-Chef Markus Kamieth sieht die Chemieindustrie in der schwierigsten Zeit seit 25 Jahren. In die gleiche Kerbe schlägt ifo-Expertin Anna Wolf. Auch sie wertet die Lage der Branche als immer kritischer. Mehr noch: Der Iran-Krieg und die Blockade der Straße von Hormus dürften die Situation sogar weiter verschlimmern.

Elfenbeinturm oder Branchennähe

Beim Blick auf die Kurse der hierzulande großen, börsennotierten Chemie-Unternehmen erscheinen diese Stimmen wie aus einem fernen Vakuum. Die Aktie von Wacker Chemie beispielsweise erreichte zuletzt im Oktober 2024 Kurse von über 90 Euro. Von ihrem Tief zu Beginn des Kriegs in Nahost hat sie rund 35 Prozent zugelegt. Das sieht nach allem aus, nur nicht nach schlimmer Krise.

Krieg und Frieden

Und doch sind die Aussagen der Chemie-Kenner treffend. Noch profitiert Wacker von den gestiegenen Preisen für bestimmte Chemikalien. Doch was ist, wenn die angehobenen Preise auf eine sinkende Nachfrage treffen? Der Krieg in Nahost drückt zudem auf die weltweite Konjunktur. Wirtschaftsbelebung wäre aber eher das geeignete Schmiermittel für die Chemie-Branche und -Aktien.

Fazit

Die Sonderkonjunktur der Chemie-Aktien könnte dann ein Ende finden, wenn die Realwirtschaft die Übertreibung durch den Preisschock für Öl und Chemikalien infolge des Kriegs wieder korrigiert. Denn die Preise dürften vorrangig durch die Angst vor einer Verknappung getrieben worden sein und nicht von einer steigenden Nachfrage. Technisch besitzt die Aktie noch Potenzial und es ist deswegen möglicherweise noch zu früh, um sich gegen den Trend zu stellen. Allerdings sollten Positionen besser eng abgesichert werden. Denn was von dieser Sonderkonjunktur letztlich in den Büchern hängen geblieben ist – und vor allem, was das Management zukünftig erwartet – erfahren Wacker-Aktionäre am 29. April bei Vorlage der Q1-Zahlen.

Hoffnungen auf eine Deeskalation im Nahen Osten hegen auch die Aktionäre vieler konjunktursensibler Werte wie Gesco, die zuletzt wegen des Krieges stark gelitten haben. In Kombination mit einer niedrigen Bewertung könnte sich daraus ein attraktives Szenario ergeben:  zum Artikel

Guten Newsflow gibt es hingegen von der 2G Energy AG, die sich einer wachsenden Nachfrage und eines starken Auftragseingangs erfreut. Auch die Aktie profitiert: zum Artikel

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Erstellung am 10.04.26 um 15:29 Uhr.

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