Durchblick: Sommerloch? (K)ein Wunder?
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Vom Sommerloch kann mit Blick auf den Nachrichtenfluss keine Rede sein.
(K)ein Wunder, dass die Kursentwicklungen an den Börsen überwiegend positiv waren?
Der Ölpreis als wichtiger Krisenindikator verteuerte sich im Juli um über 20 %. Seit Ende letzten Jahres stieg der Ölpreis immer noch um fast 50 %, während er sich zwischendurch fast verdoppelte. Entspannung sieht anders aus.
Ein Wunder, dass die europäischen Indizes den Juli überwiegend positiv beendeten. Der DAX® (Performance) Index stieg um 2,5 % und markierte Anfang Juli auf Schlusskursbasis bei 25.817 Indexpunkten ein neues Allzeithoch – dank der Dividenden. Ohne Berücksichtigung der Dividenden (im Index werden diese berücksichtigt) lag das letzte Allzeithoch im Januar. Der Index stieg im Jahresverlauf insgesamt um 4,7 % – ohne Dividenden lediglich um 2 %.
Im europäischen Vergleich hinkt der DAX damit hinterher. Die großen europäischen Indizes EURO STOXX 50® (Price) Index (EUR) und STOXX® Europe 600 (Price) Index (EUR) konnten in den ersten sieben Monaten des Jahres um fast 10 % zulegen – im Juli stiegen sie um 0,5 % bzw. 1,2 % an.
In Amerika gab es im Juli mitunter deutliche Minuszeichen. Der breite S&P 500® (Price Return) Index trat in lokaler Währung auf der Stelle, während der technologielastige Nasdaq-100® Index um rund 6,6 % nachgab.
Hier ist auch die Erklärung für die unterschiedliche Entwicklung. In Europa konnte die „Old Economy“ trotz geopolitisch angespannter Lage und teilweise hauseigener schlechter Unternehmensnachrichten – Stichwort Automobilindustrie – zulegen. BASF beispielsweise um rund 8 %. Auch die Automobilwerte beendeten den Monat im Plus. Volkswagen Vz. stiegen um 6,5 %, BMW um rund 3,5 % und bei Mercedes ging es um 6,4 % aufwärts. Ist die Talsohle durchschritten?
Bei den Technologiewerten ein unterschiedliches Bild: Apple stieg zum Monatsende auf ein neues Allzeithoch, SAP holte mit fast 18 % deutlich auf und vor allem Microsoft, aber auch Amazon gaben im Juli ordentlich Gas. Deutliche Minuszeichen dagegen bei Tesla, Nvidia und Alphabet im Monatsverlauf (nach Aufholjagd zum Ende hin) unverändert. Für die koreanischen Werte SK hynix Inc. und Samsung ging es ebenfalls bergab im Juli.
Und was war mit Gold?
Da ging es knapp 1 % in USD gerechnet nach oben. Deutlich stärker war das Plus beim Bitcoin: Er stieg um knapp 7 %.
Dank der zahlreichen Unternehmensnachrichten ist kein Sommerloch in Sicht. Ob die Sommerpause mit weniger Liquidität Rückschlagspotenzial hat? Wir werden es in gut vier Wochen wissen.
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