Teamviewer: Die Risiken werden mehr
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Die Aktie von Teamviewer kommt aus dem Abwärtstrend nicht heraus. Nun geistert ein neuer Mythos durch die Software-Branche.
Werte in diesem Artikel
Für Aktionäre von Software-Aktien kommen die Hiobsbotschaften derzeit in recht kurzen Abständen. Nun ist es also Claude Mythos, ein KI-Modell des US-Anbieters Anthropics, dass die Software-Welt aus den Angeln heben könnte. Denn das Modell soll versteckte Schwachstellen in Software aufspüren können. Grundsätzlich ist das eine gute Sache: Software-Anbietern eröffnet das eine weitere Option, Schwachstellen im Vorfeld eines Launchs zu identifizieren und sie somit sicherer zu machen. Das Problem ist jedoch, dass diese KI-Anwendung auch in die falschen Hände geraten kann. Das wiederum könnte fatal für die Cybersicherheit sein.
Wenig Fleisch am Knochen
Für Software-Aktien im Allgemeinen und Teamviewer im Speziellen ist das keine gute Nachricht. Einerseits drohen Kosten für zusätzlichen Entwicklungs- und Prüfungsaufwand, andererseits erhöht es die Gefahr von Hackerangriffen. Dafür kann das Team um CEO Oliver Steil erstmal nichts, für die Fehler der Vergangenheit hingegen schon. So ist es offensichtlich nicht gelungen, das Unternehmen finanziell so stabil aufzustellen, damit unvorhersehbare Krisen problemlos gemeistert werden können.
Almost famous
Das Sponsoring für die Formel1 und Manchester United mag das Unternehmen deutlich bekannter gemacht haben. Neben den Finanzmedien berichtete auch die Regenbogenpresse gern und häufig. Der Preis dafür erscheint zumindest im Rückblick als zu hoch. Kontraproduktiv für das Finanzpolster dürfte sich zudem der Aktienrückkauf über 150 Mio. Euro von Dezember 2023 bis Dezember 2024 ausgewirkt haben. Der volumengewichtete Durchschnittskurs lag bei etwas mehr als 12,74 Euro. Das ist ungefähr das Dreifache des aktuellen Kurses.
Fazit
Am 6. Mai präsentiert das Unternehmen die Q1-Zahlen. Dies könnte bereits einen ersten Hinweis darauf liefern, ob die Stimmung vielleicht doch schlechter als die tatsächliche Lage ist. Zum Problem könnte mittelfristig jedoch die Bilanz werden: Denn der aktivierte Goodwill liegt bei über 1,1 Mrd. Euro (per 31.12.2025) und steht damit für zwei Drittel der Aktivseite. Entwickeln sich die Zukäufe schlechter als erwartet, drohen Firmenwertabschreibungen. Dem steht per 31.12.2025 eine Eigenkapitalquote von unter 10 Prozent gegenüber. CEO Steil muss nun zeigen, dass er die Krise managen und Teamviewer wieder zu einer attraktiven Börsenstory machen kann. Anleger sollten die weitere Entwicklung von der Seitenlinie beobachten.
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Erstellung am 13.04.26 um 12:41 Uhr.
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