Devisen: Euro fällt - Dollar legt weiter zu


FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Euro hat am Donnerstag weiter nachgegeben. Im Tief kostete die Gemeinschaftswährung 1,2225 US-Dollar und damit so wenig wie seit gut zwei Wochen nicht mehr. Gegen Mittag waren es dann 1,2240 Dollar. Der amerikanische Dollar legte dagegen weiter zu, nicht nur zum Euro. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Mittwochnachmittag noch auf 1,2338 Dollar festgesetzt.

Der Dollar wird zurzeit durch mehrere Faktoren unterstützt. Zum einen haben unlängst einige Notenbanker aus den USA versucht, den Kurseinbruch der US-Börse vom Montag zu relativeren. Negative Auswirkungen auf die US-Wirtschaft seien zunächst nicht zu erwarten, sagte etwa New Yorks Zentralbankchef William Dudley am Mittwoch. Dies spricht für eine Fortsetzung der Zinswende durch die Notenbank Fed, was dem Dollar Auftrieb verleiht.

Zudem wurde der Dollar durch die Einigung jüngste im US-Senat auf eine längerfristige Lösung im Haushaltsstreit beflügelt. Allerdings muss noch das Repräsentantenhaus zustimmen, was als fraglich gilt. Hintergrund ist der anhaltende Streit um die sogenannten Dreamer, also vor vielen Jahren Eingewanderte ohne legalen Aufenthaltsstatus.

Im weiteren Verlauf blicken Anleger zum einen nach Großbritannien. Dort wird die Notenbank ihren Zinsentscheid präsentieren. Es wird zwar nicht mit einer unmittelbaren Änderung des geldpolitischen Kurses gerechnet. An den Märkten wird aber eine weitere Zinsanhebung in diesem Jahr für möglich gehalten. Hinweise darauf würden vermutlich dem britischen Pfund zugute kommen.

Zum anderen dürften Anleger amerikanische Konjunkturdaten in den Blick nehmen. Es werden jedoch nur die wöchentlichen Daten vom Arbeitsmarkt erwartet./bgf/jsl/jha/

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