Devisen: Euro gibt etwas nach

03.06.26 17:26 Uhr

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Euro hat am Mittwoch etwas nachgegeben. Die europäische Gemeinschaftswährung kostete am Nachmittag 1,1608 US-Dollar. Am Morgen hatte sie noch etwas höher notiert. Die Europäische Zentralbank setzte den Referenzkurs auf 1,1614 (Dienstag: 1,1649) US-Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8610 (0,8584) Euro.

Am Nachmittag stützten robuste US-Konjunkturdaten den Dollar. So hat sich die Stimmung im Dienstleistungssektor im Mai stärker als erwartet aufgehellt. Zum legte der Beschäftigungsaufbau im Privatsektor stärker zu als im Vormonat. Ralf Umlauf, Volkswirt bei der Helaba sieht eine "konjunkturell stabile Lage" in den Vereinigten Staaten. "Die US-Notenbank dürfte sich daher in der Einschätzung bestätigt sehen, dass das Zinsniveau tendenziell erhöht werden sollte", schreibt Wortberg. An den Finanzmärkten wird derzeit überwiegend erwartet, dass die US-Notenbank im späteren Jahresverlauf ihre Leitzinsen anheben wird.

Belastet wurde der Euro zudem durch die erneut gestiegenen Rohölpreise. Die Unsicherheit wegen des Kriegs im Nahen Osten bleibt hoch. In der Nacht lieferten sich die USA und der Iran eines der schwersten Feuergefechte seit Beginn der Waffenruhe. Irans Revolutionsgarden feuerten in der Nacht ballistische Raketen und Drohnen auf die benachbarten Golfstaaten Kuwait und Bahrain, um nach Angaben des Iran US-Stützpunkte zu treffen. Das US-Militär wiederum griff eine iranische Militäreinrichtung auf der Insel Qeschm in der Straße von Hormus an.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,86370 (0,86465) britische Pfund, 185,66 (186,09) japanische Yen und 0,9167 (0,9149) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold (etwa 31,1 Gramm) kostete zuletzt 4.447 Dollar. Das waren 41 Dollar weniger als am Vortag./jsl/he