Devisen: Eurokurs legt etwas zu


Der Kurs des Euro ist am Freitag leicht gestiegen. Am Nachmittag wurde die Gemeinschaftswährung bei 1,1170 US-Dollar gehandelt und damit etwas höher als am Morgen. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,1139 (Donnerstag: 1,1154) US-Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8978 (0,8965) Euro.

Ein unerwartet starker Anstieg der Beschäftigung in den USA konnte dem Dollar am frühen Nachmittag nur zeitweise etwas Auftrieb verleihen und den Euro im Gegenzug belasten. Die US-Regierung meldete für Oktober einen Zuwachs der Beschäftigten um 128 000. Analysten hatten hingegen nur einen Anstieg um 85 000 erwartet. Außerdem wurde der Zuwachs der Beschäftigung im September deutlich nach oben revidiert. "Die Zahlen sprechen gegen weitere Zinssenkungen der US-Notenbank Fed", sagte Experte Christoph Balz von der Commerzbank.

Am Mittwoch hatte die Fed ihren Leitzins zum dritten Mal in diesem Jahr gesenkt und zugleich eine Pause von ihrem Lockerungskurs angedeutet. Mit Blick auf die aktuellen Arbeitsmarktdaten sagte Analyst Bernd Krampen von der NordLB: "Die Fed könnte Mission erfüllt verkünden." Der amerikanische Jobmotor laufe zwar etwas weniger dynamisch als noch in den Vorjahren, dennoch bestätigt er erneut die hohe Widerstandskraft der US-Wirtschaft gegen globale Abschwächungstrends, kommentierte Krampen die jüngste Entwicklung.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,86008 (0,86133) britische Pfund, 120,43 (120,73) japanische Yen und 1,1013 (1,1007) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold (31,1 Gramm) wurde am Nachmittag in London mit 1511 Dollar gehandelt. Das waren knapp zwei Dollar weniger als am Vortag.

FRANKFURT (dpa-AFX)