Berufsfischer hoffen auf Erholung der Oder binnen drei Jahren
BERLIN (dpa-AFX) - Nach dem massiven Fischsterben in der Oder könnte sich der Bestand nach Einschätzung von Berufsfischern in zwei bis drei Jahren wieder erholen. Zu hoffen sei, dass hinter dem Fischsterben eine nur kurzfristig giftige Substanz stehe und sich diese nach und nach verdünne, sagte Lars Dettmann, Geschäftsführer des Landesfischereiverbands Brandenburg-Berlin, am Dienstag in Berlin. Dann könnte sich das Leben im Fluss erholen.
Dettmann verwies darauf, dass neben sehr vielen toten Fischen auch lebende Krebse, Schnecken und Muscheln in der Oder gefunden worden seien. Das Fischsterben hatte Ende Juli in Polen begonnen und war Anfang August auch in Deutschland aufgefallen. Noch immer sind die Ursachen nicht eindeutig geklärt. Im Fokus steht ein von Algen produziertes Gift. Nach Dettmanns Schätzung sind inzwischen mehr als 200 Tonnen Fisch verendet.
Damit sich so eine Katastrophe nicht wiederholt, fordern der Landesfischereiverband und das Forum Natur in Brandenburg die Einführung eines Katasters der Anrainerstaaten Deutschland, Polen und Tschechien. Das soll einen Überblick darüber geben, wer was in die Oder einleitet, wann und wie viel, wie Dettmann erläuterte./lnt/DP/jha