Bastei Lübbe: Offenes Ende
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Die Verlagsgruppe Bastei Lübbe hat vergangene Woche ihre EBIT-Ziele deutlich nach unten angepasst. Die Aktie ficht das unterdessen nicht an.
Werte in diesem Artikel
Neuneinhalb Wochen ist ein Kultfilm der 80er Jahre. Er heißt so, weil in der Buchvorlage die intensive Liaison der beiden Hauptfiguren genau neuneinhalb Wochen dauert. Neuneinhalb Wochen benötigte Elizabeth, um zu der Erkenntnis zu gelangen, dass John wohl doch nicht der richtige Partner fürs Leben ist. Ironie des Schicksals: Ausgerechnet die Verlagsgruppe Bastei Lübbe benötigte ebendiese neuneinhalb Wochen, um zu der Erkenntnis zu gelangen, dass die noch am 5. Februar bestätigten Jahresziele wohl doch nicht die richtigen Werte für 2025/26 sind.
Black on black
Von emotionalen Beziehungen kommen wir jetzt zu rationalen Zahlen: Der Umsatz für das Geschäftsjahr 2025/26 (per 31.3.) soll nun 118 bis 119 Mio. Euro (zuvor: 120 bis 125 Mio. Euro) betragen. Das ist kein Drama. Beim EBIT jedoch liegt die neue Spanne bei 10 bis 11 Mio. Euro (zuvor: 14 bis 16 Mio. Euro). Das ist, gemessen an den jeweiligen Mittelwerten, immerhin ein Abschlag von 30 Prozent. Die Erträge bleiben aber tiefschwarz. Maßgeblich für diese Reduktion soll die Konsumzurückhaltung der Kundschaft im Schlussquartal gewesen sein – und hier besonders im März.
You can leave your hat on
Ob es den Anlegern bei diesen neuen Zielwerten die Schuhe auszieht und ob zumindest der Hut auf dem Kopf bleibt, ist nicht überliefert. Fakt ist jedoch, dass – gemessen am Kurs von 6,60 Euro – aus dem Schnäppchen mit einem KGV von rund 9 eine Aktie mit einem KGV zwischen 12 und 13 geworden ist. Das ist zwar nicht zu teuer, die Prognoseverlässlichkeit hat jedoch einen Knacks erhalten.
Fazit
Beim Umsatz setzen wir noch einmal die schwarze Augenbinde auf, beim EBIT jedoch wird unsere Liaison mit Bastei doch auf eine große Probe gestellt. Investierte Anleger sehen dies bislang offensichtlich gelassener: Die Aktie bewegt sich unverändert in der Range bei 6,30/6,70 Euro, die bereits vor zwei Jahren eine starke Unterstützung darstellte. Allerdings ist noch offen, in welcher Höhe das Unternehmen eine Dividende zahlen wird. Im Vorjahr waren es 0,36 Euro/Aktie. Hier könnte es möglicherweise noch etwas Enttäuschungspotenzial geben. Anleger sollten daher aufpassen, dass es ihnen nicht wie am Ende John in der Geschichte geht: enttäuscht zurückbleiben.
Auch bei Clearvise könnte ein Veröffentlichungstermin der Aktie neue Dynamik verleihen. Denn am 30. April will das Unternehmen seinen Dividendenvorschlag für 2025 und die Planung für 2026 vorlegen: zum Artikel
Bei Pyrum wartet die Börse hingegen noch auf eine entscheidende Nachricht. Kommt sie wie erhofft in den nächsten Wochen, könnte das die Initialzündung sowohl für ein stark beschleunigtes Wachstum als auch für die Aktie sein: zum Artikel
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Erstellung am 14.04.26 um 10:35 Uhr.
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