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BVB (Borussia Dortmund) Aktie WKN: 549309 / ISIN: DE0005493092

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19.06.2007 11:17
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Borussia Dortmund verkaufen (GSC Research)

Düsseldorf (aktiencheck.de AG) - Der Analyst von GSC Research, Klaus Kränzle, empfiehlt die Aktie von Borussia Dortmund (ISIN DE0005493092/ WKN 549309) weiterhin zu verkaufen.

Die Borussia Dortmund GmbH & Co. KGaA betreibe das Profifußballgeschäft des Bundesliga-Vereins Borussia Dortmund ("BVB"). Daneben bestünden Aktivitäten in verwandten Bereichen wie Sportbekleidung, Medien, Reise- sowie Reha-Angebote.

Als der BVB am 30. März nach der 0:1-Niederlage im Ostwestfalenderby bei Arminia Bielefeld zeitweise bis auf einen Abstiegsplatz gerutscht gewesen sei, wären auch die Analysten nicht umhin gekommen, einen möglichen Abstieg aus der Bundesliga in einer Szenario-Analyse als Risiko mit einzukalkulieren.

Wie von den Analysten grundsätzlich erwartet, sei der Klassenerhalt aber letztlich "problemlos" geschafft worden.

Trotz eines furiosen Schlussspurts, mit dem Borussia Dortmund sich fast noch für den UI-Cup qualifiziert hätte, habe der Hamburger SV, der auf eine ähnliche "Achterbahn-Saison" zurückblicken könne, dem BVB die Teilnahmemöglichkeit an einem internationalen Wettbewerb durch die "Hintertür" in letzter Minute weggeschnappt. Insofern würden die Analysten auf Basis dieser eindeutigen Platzierung für ihre Prognosen im Geschäftsjahr 2007/08 eine hohe Planungssicherheit sehen.

Für das Ende Juni ablaufende Geschäftjahr 2006/07 würden die Analysten vom Erreichen der Prognose der Gesellschaft und damit auch ihrer Schätzungen ausgehen. Nachdem die Analysten ihre Schätzungen für das kommende Geschäftsjahr zuletzt unter den Vorbehalt einer weiteren Erstligazugehörigkeit gestellt hätten, habe sich diese Einschränkung nun erledigt.

Die Analysten würden für 2007/08 weiterhin mit einem Umsatz von 86 Mio. Euro und einem operativen Ergebnis von 5,6 Mio. Euro rechnen. Den Jahresüberschuss nach Steuern würden die Analysten auf 4,4 Mio. Euro schätzen, was auf ein Ergebnis je Aktie von 8 Cent hinausliefe.

Die Kernfrage bei Investments in Fußballaktien und damit auch der BVB-Aktie sei nach wie vor die Frage, ob sportliche Wünsche mit finanziellen Notwendigkeiten in Einklang gebracht werden könnten.

Positiv würden die Analysten die unbedingte Lizenzerteilung durch die DFL werten, die sich auch auf eine mögliche Zweitligazugehörigkeit bezogen hätte. Dieser Sachverhalt unterstreiche, dass das derzeitige Management seine "finanziellen" Hausaufgaben gemacht habe. Zudem würden die Analysten davon ausgehen, dass Trainer Thomas Doll die Mannschaft soweit mental stimulieren könne, dass bei optimalem Saisonverlauf eine Platzierung im Dunstkreis der Uefa-Cup-Plätze möglich sei.

Insgesamt habe sich Borussia Dortmund gut verstärkt, so dass die Analysten eine Teilnahme am internationalen Geschäft im Jahr 2008/09 für wahrscheinlich halten würden. Nachdem die Mannschaft in der vergangenen Saison zu selten (z.B. Auswärtssiege in Bremen und Stuttgart) abgerufen habe, würden die Analysten glauben, dass es dem BVB in der kommenden Saison gelingen werde, das Potenzial des Lizenzspielerkaders auszuschöpfen.

Die Analysten würden ihre Schätzungen jedoch erst bei Bestätigung dieser Entwicklung im fortgeschrittenen Saisonverlauf modifizieren. Zudem stehe eine Reform der internationalen Wettbewerbe durch die UEFA im Raum, die es aktuell schwer mache, die finanziellen Auswirkungen einer möglichen UEFA-Cup-Teilnahme in der Saison 2008/09 zu quantifizieren.

Der Aktionär lebe bekanntlich von zwei Ertragsquellen: Dividenden und Kursgewinne. Beide Größen würden überwiegend von der Gewinnentwicklung des Unternehmens abhängen, die bei Fußballvereinen jedoch nicht im Vordergrund stehe. Daher würden die Analysten an dieser Stelle ihre Zweifel erneuern, ob sich Fußballaktien als langfristiges Investmentthema überhaupt für die Börse eignen würden.

Im Ernstfall dürfte immer die sportliche Leistungsfähigkeit - unter der Restriktion der wirtschaftlichen Lebensfähigkeit - im Vordergrund der Fans stehen. Der rasante Anstieg vieler englischer Fußballaktien seit den Tiefständen im Frühjahr 2003 habe jedoch auf Übernahme-Fantasie basiert, die bei Borussia Dortmund aufgrund der Rechtsform als kurstreibender Faktor ausfalle.

Ein weiterer Negativpunkt sei nach Meinung der Analysten weiterhin die gewählte Rechtsform der Kommanditgesellschaft auf Aktien, die dem Kommandit-Aktionär nicht die regulären Aktionärsrechte zubillige. Die KGaA werde von der Borussia Dortmund Geschäftsführungs-GmbH als Komplementärin kontrolliert, die jedoch dem Einfluss der Aktionäre entzogen sei.

Allerdings würden die Analysten an dieser Stelle einräumen, dass der BVB bei der Rechtsform keine Wahl gehabt habe, da die Deutsche Fußballliga (DFL) in ihren Statuen vorschreibe, dass die Vereine gewährleisten müssten, dass sie die Mehrheit an den Kapitalgesellschaften halten würden, die den Profifußball organisieren würden.

Eine KGV-Bewertung stehe nach Meinung der Analysten unter dem Vorbehalt nachhaltiger Gewinnausweise des jeweiligen Unternehmens. Die Analysten hätten ihren Berechnungen eine weiterhin disziplinierte Ausgabenpolitik zugrunde gelegt. Vor diesem Hintergrund würden die Analysten ein KGV von über 20 auf der Basis des von ihnen für das Geschäftsjahr 2008/09 geschätzten Gewinns je Aktie als vollkommen ausreichend für eine Turnaround-Aktie ansehen, woraus sich ein "fairer Wert" von 1,60 Euro für die BVB-Aktie errechne.

Die Analysten würden damit den in ihrer letzten Analyse vom 10. April vorgenommenen gemäß der damaligen Buchmacher-Quoten gewichteten "Zweitliga-Bewertungsabschlag" aufheben und würden das Kursziel um 10 Cent hochsetzen. Um eine höhere Bewertung zu rechtfertigen, müsste die Gesellschaft jedoch über einen längeren Zeitraum ihre Profitabilität nachweisen.

Die Analysten von GSC Research sehen nach der Rettung vor dem Abstieg in die zweite Liga trotz verbesserter sportlicher Perspektiven nach wie vor mehr Risiken als Chancen in der BVB-Aktie, da sie das Investitionsvehikel der Fußballaktie per se kritisch sehen, und raten unverändert zum Verkauf der BVB-Aktie. Das Kursziel werde von 1,50 auf 1,60 Euro angehoben. (Analyse vom 12.06.2007) (12.06.2007/ac/a/nw) Analyse-Datum: 12.06.2007

Zusammenfassung: Borussia Dortmund verkaufen

Unternehmen:
BVB (Borussia Dortmund)
Analyst:
GSC Research
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-
KGV*:
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