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Orakel von Omaha

Warren Edward Buffett ist ein amerikanischer Großinvestor, der weithin nur als das "Orakel von Omaha" bekannt ist. Darüber hinaus gehört er mit rund 44 Milliarden Dollar Privatvermögen zu den reichsten Menschen der Welt. Seinen Namen verdankt er vor allem seinen erfolgreichen Anlagestrategien, die seit 1956 während seiner gesamten Laufbahn nahezu immerzu Renditen von deutlich über 20 Prozent erreicht haben, was fast immer deutlich über den Ergebnissen der Aktienmärkte lag. Seine zahlreichen Publikationen zu seinen besonderen Anlagestrategien und seiner Kunst der Unternehmensbewertung haben ihm über Jahrzehnte hinweg als profundes "Orakel von Omaha" bekanntgemacht.

Value Investing statt Portfolio-Theorie

Buffett verfolgt in seiner Anlagestrategie, die vor allem von den Lehren Benjamin Grahams beeinflusst ist, einen besonders langfristigen Horizont und einen deutlich vom Value Investing geprägten Ansatz. Das bedeutet, dass er seine Wertpapierentscheidungen hauptsächlich vom tatsächlichen Wert und vom inneren Wert des Unternehmens abhängig macht. Theorien wie die moderne Portfolio-Theorie und die Effizienzmarkthypothese lehnt Buffett zeitlebens strikt ab - und scheint damit recht zu behalten. Seiner Ansicht nach sind auch auf Dauer überdurchschnittlich hohe Renditen bei Wertpapieren möglich, und man kann auch - mit den entsprechenden Wertpapieren - den Markt auf Dauer bei der Rendite schlagen. Während viele Investoren - und auch Privatpersonen - heute auf Portfolios setzen, um das Risiko zu minimieren, plädiert das "Orakel von Omaha" sehr nachdrücklich darauf, seine Papiere vor allem nach dem "Intrinsic Value", also dem inneren Unternehmenswert zu bewerten, auszusuchen, und langfristig zu halten.

Der Weg des Value Investing, wie ihn Buffett beschreibt

Auch für heutige Anleger und Investoren kann Value Investing eine sehr erfolgreiche Strategie darstellen - wenn man sich an die vom "Orakel von Omaha" gegebenen Grundsätze hält. Grundlegend bei der Auswahl der Wertpapiere, Anleihen oder auch Unternehmensanteile ist für Buffett, dass man in jedem Fall nur in Bereiche investiert, von denen man auch ausreichend etwas versteht. Nur so kann eine fundierte Bewertung überhaupt erst möglich werden. Nach einer Fundamental-Analyse, die sowohl den realen Unternehmenswert, das reale Wachstum des Unternehmens und vor allem die Ertragskraft der Vergangenheit und den Verschuldungsgrad eines Unternehmens miteinbezieht, sollte man nach den Grundsätzen des "Orakel von Omaha" vor allem auch auf qualitative Kriterien, wie die Qualität des Managements und die Ertragsaussichten der Branche achten.

Sicherheitsmarge muss gewährleistet bleiben

Letztendlich bleiben die harten "Fakten" aber ausschlaggebend. Kernpunkt der Strategie ist dabei, dass zwischen dem ermittelten "Intrinsic Value" eines Unternehmens und dem Kaufpreis des Papiers ein ausreichend großer Sicherheitsabstand steht, das heißt, das Papier im Vergleich zum realen Unternehmenswert wirklich sehr günstig ist. Nur dann ist eine sichere Anlage gewährleistet, wenn man den Prinzipien des "Orakel von Omaha" folgt. Hohe Diversifikation ist dann auch nicht nötig, nach Buffetts Ansicht sind solide Papiere wesentlich besser - und auf Dauer auch ertragreicher.

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