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06.02.2020 21:40

Lieferketten gefährdet? Wie das Coronavirus Apple einen Strich durch die Rechnung machen könnte

Foxconn & Co.: Lieferketten gefährdet? Wie das Coronavirus Apple einen Strich durch die Rechnung machen könnte | Nachricht | finanzen.net
Foxconn & Co.
Das Coronavirus hält die Welt weiter fest im Griff. Der wirtschaftliche Schaden ist noch nicht absehbar. Klar ist aber, dass insbesondere Unternehmen mit großer Abhängigkeit von der Volksrepublik China leiden dürften - so wie Apple.
• Apple schließt Filialen in China
• Produktion des iPhone SE2 wohl nicht gefährdet
• Analysten sehen dennoch Auswirkungen

Die Corona-Lungenkrankheit wütet weltweit ungebremst. Mittlerweile hat die Anzahl der Infizierten die der SARS-Pandemie von 2002/2003 übertroffen. Am stärksten ist nach wie vor China betroffen, in dessen Handelsstadt Wuhan die Lungenkrankheit erstmals ausbrach. Die Regierung der Volksrepublik reagierte mit Quarantäne der besonders in Mitleidenschaft gezogenen Städte und verlängerte zudem die Feiertagspause, die anlässlich des chinesischen Neujahrsfests ohnehin stattfand.

Apple zieht die Reißleine

Auch internationale Unternehmen zogen Konsequenzen aus dem Coronaausbruch. So gab der iKonzern Apple übers Wochenende bekannt, seine Filialen auf dem chinesischen Festland bis zum 9. Februar schließen zu wollen. Zuvor hatte das Unternehmen die Öffnungszeiten einiger Stores bereits verkürzt. Es handelt sich dabei um 42 Filialen.

Citigroup zeigt sich besorgt

Die ausbleibenden Einkäufe im stationären Einzelhandel dürften den Tech-Konzern deutlich belasten, vermutet der Finanzdienstleister Citigroup: "Jede Woche, in der es keine Verkäufe in China gibt, gehen 850 Millionen US-Dollar oder 1,3 Prozent der gesamten Apple-Verkäufe verloren. Sollte sich die Situationen auf einen Monat verlängern, würde dies Einbußen von 3,4 Milliarden US-Dollar beziehungsweise eine Verringerung der Apple-Verkäufe um 5,2 Prozent bedeuten", zitiert CNBC aus einem Citi-Bericht. Insgesamt würde der chinesische Markt einen großen Anteil an Apples Verkäufen ausmachen. Zwar befänden sich nur 8 Prozent der Apple-Filialen in China, 17 Prozent der Verkäufe des iKonzerns würden jedoch dort getätigt.

Lieferketten gefährdet?

Doch das ist nicht der einzige Einfluss, den die Lungenkrankheit bisher auf den Tech-Giganten ausübt. Nur 500 Kilometer entfernt von Wuhan, in Zhengzhou und nahe Shanghai, befinden sich die beiden wichtigsten iPhone-Produktionsstätten der Apple-Zulieferer Foxconn und Pegatron. Patrick Moorhead von Moor Insights & Strategy geht daher davon aus, dass die Lieferkette wahrscheinlich durch das Coronavirus beeinträchtigt werde, wie er gegenüber Bloomberg angab: "Ich kann mir kein Szenario vorstellen, in welchem die Lieferkette nicht unterbrochen wird". Des Weiteren sagte Moorhead: "Gibt es ein größeres Problem bei Rohstoffen, Herstellung, Fertigung, Tests und Lieferung, wird es eine Unterbrechung geben". Ungefähr 10.000 Mitarbeiter zählt der iKonzern in China, zur Lieferkette gehören mehrere Millionen Personen, die an der Produktion der unterschiedlichen Apple-Produkte beteiligt sind. Wie die Investmentberatungsfirma Evercore ISI schätzt, ist die Hälfte der 775 Händler des iPhone-Herstellers in China ansässig.

iPhone SE2 im Fokus

In diesem Zusammenhang wurden Analystenstimmen laut, die munkelten, Apple könne infolge der sich ausbreitenden Lungenkrankheit auch Probleme mit der Herstellung des neues iPhone SE2 bekommen, dessen Vorstellung bei der Apple Keynote im Frühjahr erwartet wird. Wie Bloomberg berichtete, sei die Massenfertigung des "Billig-iPhones", auch iPhone 9 genannt, nämlich für Februar geplant und könnte dementsprechend durch das Coronavirus gefährdet sein.

Seitdem hat der Apple-Zulieferer Foxconn jedoch Entwarnung gegeben, wie das Nachrichtenportal GizChina berichtete. Demnach habe das Unternehmen den Spekulationen widersprochen und klargestellt, dass die Lieferung von 15 Millionen SE2-Smartphones an Apple nicht gefährdet sei. Es gäbe einen Plan B und darüber hinaus hätte Foxconn verschiedene Schutzmaßnahmen ergriffen, um eine ununterbrochene Produktion sicherzustellen.

Auch Ming-Chi Kuo beunruhigt

Dennoch geht auch Apple-Experte Ming-Chi Kuo von TF International Securities davon aus, dass die iPhone-Lieferungen durch den Coronavirus beeinträchtigt werden: "Unsere jüngste Umfrage weist darauf hin, dass die iPhone-Lieferung durch das Coronavirus beeinflusst wird und aus diesem Grund kürzen wir unsere Prognose der iPhone-Lieferungen um 10 Prozent auf 36 bis 40 Millionen Einheiten im 1. Quartal 2020", wird der Analyst bei CNBC wiedergegeben.

Deutsche Bank optimistisch

Analysten der Deutschen Bank weisen unterdessen jedoch daraufhin, dass Apple in seinem Ausblick für dieses Quartal eine große Spanne bei den veranschlagten Einnahmen angegeben habe. Sie umfasst vier Milliarden US-Dollar. In der Vergangenheit hatte diese Spanne nur zwei bis drei Milliarden US-Dollar betragen. Apple habe dementsprechend etwas mehr Spielraum, bevor Anleger wirklich enttäuscht würden. Daher halte die Bank die finanziellen Auswirkungen des Coronavirus insgesamt für "eher minimal", wie es bei CNBC heißt.

Redaktion finanzen.net

Bildquellen: SamaraHeisz5 / Shutterstock.com, Brendan Howard / Shutterstock.com

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29.01.2020Apple kaufenDZ BANK
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29.01.2020Apple OutperformRBC Capital Markets
29.01.2020Apple kaufenDZ BANK
29.01.2020Apple overweightJP Morgan Chase & Co.
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03.02.2020Apple HoldDeutsche Bank AG
29.01.2020Apple NeutralGoldman Sachs Group Inc.
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