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Alles fällt – Gold steigt….

21.08.10 16:00 Uhr

Alles fällt – Gold steigt…. | finanzen.net

Die Rohstoffmärkte haben aufgrund der wachsenden Sorgen im Hinblick ...

... auf eine Erholung der US-Wirtschaft nachgegeben - lediglich Gold bildete hier eine Ausnahme. So fiel etwa der Philadelphia Federal Index von plus 5,1 im Vormonat im August auf einen Stand von minus 7,7 Zähler. Dies zeigt, dass die Produktion im verarbeitenden Gewerbe in der Region zum ersten Mal seit mehr als einem Jahr gefallen ist. Die negative Stimmung verschlechterte sich darüber hinaus durch den Anstieg der Anträge auf Arbeitslosenunterstützung auf ein Neunmonatshoch. Seit 2009 folgen die Rohölpreise dem S&P 500. Weil der amerikanische Arbeitsmarkt der wichtigste Faktor für das Wachstum des Bruttoinlandsproduktes und die Aktienmarktentwicklung ist, sollten anhaltend schwache US-Arbeitsmarktdaten den S&P 500 sowie den Ölpreis unter Druck setzen.

Produkt im Fokus: db ETC Brent Crude Oil Euro Hedged ETC (A1AQGX1)

Auch Industriemetalle sind gefallen, weil die Verlangsamung des amerikanischen Produktionswachstums und die hohe Arbeitslosigkeit Zweifel an der Nachfrage geschürt hat. Aufgrund schwacher Daten stieg Gold sprunghaft an, musste aber einen Teil des Kursanstieges wieder abgeben, als sich die Verluste in den Aktienmärkten ausweiteten. Wir glauben, dass Deflation in den westlichen Industrieländern weiterhin ein wichtiges Thema bleibt, während die Schwellenländer zunehmend von Inflation bedroht sind. In China gibt es zunehmend Bedenken über Lebensmittelpreisinflation, was gemessen am dortigen Konsumentenpreisindex CPI kurzfristig zu Inflationsdruck führen könnte. Dies sollte zu einer Zweiteilung (Dichotomie) führen, die für Investoren schwer zu handhaben sein wird. In diesem Marktumfeld bevorzugen wir innerhalb des Rohstoffsektors Edelmetalle.

Produkt im Fokus: db Physical Gold Euro Hedged ETC (A1EK0G)

In der Einzelbetrachtung stieg ferner Weizen um 3,8 Prozent, nachdem Russland seine Importe stark erhöht hat und die US-Exporte in der vergangenen Woche ein 34- Monatshoch erreicht haben. Gemäß den Daten des United States Department of Agriculture (USDA) sind die Weizenexporte netto auf 1,4 Millionen Tonnen gestiegen, was bereits die zweite Woche in Folge mit Nettoexporten von über 1 Million Tonnen darstellt. Auch die US-Maisexporte haben in der Nettobetrachtung die Erwartungen übertroffen. Die USDA schreibt, dass die Maisverkäufe in der letzten Woche fast 2,9 Millionen Tonnen für das Erntejahr 2009/10 sowie das Verkaufsjahr 2010/11 und damit ein 16-Jahreshoch erreichten. Der Export von Sojabohnen ist im Vergleich zur Vorwoche jedoch leicht gefallen.

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Philip Knüppel ist im Product Management der db ETC – der Exchange Traded Commdodity (ETC) Plattform der Deutschen Bank AG. Vor seinem Einstieg in das db ETC Team war er bei der ABN AMRO Bank im Bereich Strukturierte Produkte und dort zuständig für Index Produkte auf Rohstoffe, Aktien und Währungen.



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