finanzen.net
17.03.2016 17:42
Bewerten
(0)

Antworten auf den steigenden Ertragsdruck in der Ernährungsindustrie / BVE und Ebner Stolz veröffentlichen Studie zu konkreten Herausforderungen und Lösungsansätzen

Berlin (ots) - Die Bilanz der Ernährungsindustrie für das Jahr 2015 fällt ernüchternd aus: Die Branche musste einen Umsatzrückgang von mehr als zwei Prozent verkraften - das schlechteste Ergebnis der letzten vier Jahre. Das Klima wird rauer. Dies bestätigen die Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie (BVE) und das Beratungsunternehmen Ebner Stolz Management Consultants in ihrer aktuellen Studie "Wetterwechsel. Steigender Ertragsdruck in der Ernährungsindustrie - Herausforderungen und Strategien".

60 Prozent der befragten Unternehmen sind unzufrieden mit der aktuellen Ergebnislage. Eine Trendwende ist nicht in Sicht: 61 Prozent der befragten Top-Entscheider erwarten, dass sich diese Entwicklung in den kommenden drei Jahren fortsetzen wird. "Diese Situation ist nicht auf einige wenige Probleme zurückzuführen. Vielmehr sind die Unternehmen mit komplexen Herausforderungen konfrontiert: verändertes Verbraucherverhalten, steigende Beschaffungsrisiken, zunehmende Komplexität der Märkte und Prozesse, Konsolidierungs- und Internationalisierungsdruck, wachsende Handelsmacht, gering ausgeprägtes Kooperationsverhalten und wenig Innovationschancen", erklärt Christoph Minhoff, Hauptgeschäftsführer der BVE.

Auf der einen Seite machen die Kunden Druck: Die Verbraucher achten nicht nur auf den Preis, sondern mehr auf individuelle Qualitäts- und Konsummerkmale; ferner nimmt der Handel zunehmend Einfluss auf das Angebot. Das Marktvolumen im Heimatmarkt ist damit für viele Hersteller begrenzt. Auf der anderen Seite stehen den schrumpfenden Umsätzen steigende und volatile Kosten für Löhne, Energie und Rohstoffe gegenüber. Und diese Preisveränderungen müssen erst einmal die Hersteller tragen: 96 Prozent der Studienteilnehmer konstatieren, dass sie Kostensteigerungen nicht sofort an die Abnehmer weitergeben können. In diesem Markt mit einer fragmentierten Anbieterstruktur wird der Wettbewerb härter und der Konsolidierungsdruck gleichzeitig größer.

"Angesichts der Vielzahl an Herausforderungen braucht es mehr als eine Lösung. Ein ganzes Bündel an Maßnahmen ist gefragt", betont Christoph Havermann, Partner bei Ebner Stolz. "Die aktuelle Lage fordert eine klare Strategie sowie eine durchdachte Programmatik, um das Unternehmen wetterfest zu machen und weiteres profitables Wachstum realisieren zu können. Wir haben in unserer Studie sieben Stellhebel identifiziert."

Dazu gehören unter anderem Produktinnovationen. 81 Prozent der befragten Entscheider sind der Meinung, dass sie ein Schlüssel für künftige Profitabilität sind. Daher müssen Unternehmen der Ernährungsindustrie ein Klima für Innovationen schaffen. Was es dafür braucht: vor allem eine Optimierung der Produktentwicklungsprozesse, die auch die Lieferanten berücksichtigen (72 Prozent). Aber auch die Digitalisierung - Stichwort Industrie 4.0 - wird nach Meinung von 55 Prozent der Befragten die Unternehmen nachhaltig verändern.

Um neues, signifikantes Wachstum zu erzielen, müssten die Unternehmen noch viel stärker als bisher neue Absatzmärkte im Ausland erschließen. 78 Prozent der Befragten sehen hier besonders den Vertrieb im Fokus. Doch der hohe Ressourcenaufwand erschwert den Gang ins Ausland. Statt diese Arbeit alleine zu stemmen, könnten die Unternehmen den Schulterschluss mit anderen suchen. Ob bei der Internationalisierung, bei Innovationen oder bei der Integration vor
und nachgeschalteter Wertschöpfungsstufen: Bündnisse - Allianzen, Fusionen oder Zukäufe - können die eigene strategische Position nachhaltig verbessern. Doch diese Chance von Partnerschaften erkennen bisher nur 47 Prozent der Studienteilnehmer.

Angesichts dieser Vielzahl an Möglichkeiten wird deutlich: Die Unternehmen müssen die aktuell schwierige Situation nicht hinnehmen, sondern können sie gestalten. Dafür ist aber vor allem eines gefragt: Entschlossenheit. Die Unternehmen dürfen nicht abwarten, sondern sie brauchen eine klare Zukunftsstrategie. Sie müssen jetzt aktiv und effizient handeln. Nur so können sie langfristig dem Ertragsdruck standhalten.

Sie können die Studie hier einsehen: http://ots.de/6fxta http://ots.de/CTbbO

Daten und Fakten zur Studie

Titel der Studie: Wetterwechsel. Steigender Ertragsdruck in der Ernährungsindustrie - Herausforderungen und Strategien Verantwortliche der Studie: Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie, Ebner Stolz Management Consultants Befragte: Für die Studie haben wir mit einem Online-Tool führende Vertreter der Ernährungsindustrie befragt. Neben der quantitativen Erhebung wurden Experteninterviews mit Unternehmensvertretern zu einzelnen Schwerpunkten geführt. Die Ergebnisse sind in die Studiendokumentation eingeflossen.

Über die Verantwortlichen der Studie

Ebner Stolz ist eine der größten unabhängigen mittelständischen Beratungsgesellschaften in Deutschland und gehört zu den Top Ten der Branche. Das Unternehmen verfügt über jahrzehntelange fundierte Erfahrung in Wirtschaftsprüfung, Steuerberatung, Rechtsberatung und Unternehmensberatung. Dieses breite Spektrum bieten mehr als 1.150 Mitarbeiter in dem für sie typischen multidisziplinären Ansatz in allen wesentlichen deutschen Großstädten und Wirtschaftszentren an. Als Marktführer im Mittelstand betreut das Unternehmen überwiegend mittelständische Industrie-, Handels- und Dienstleistungsunternehmen aller Branchen und Größenordnungen. Länderübergreifende Prüfungs- und Beratungsaufträge werden zusammen mit den Partnern von NEXIA International durchgeführt. Dieses weltweite Netzwerk von Beratungs
und Wirtschaftsprüfungsunternehmen gehört mit mehr als 600 Büros in mehr als 100 Ländern ebenfalls zu den Top Ten der Branche. Weitere Informationen zu Ebner Stolz finden Sie unter www.ebnerstolz.de.

Die Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie (BVE) ist der wirtschaftspolitische Spitzenverband der deutschen Lebensmittelindustrie. Seit über 65 Jahren vertritt sie die branchenübergreifenden Interessen der Hersteller. In der BVE haben sich über Fachverbande und Unternehmen alle wichtigen Branchen der Ernährungsindustrie zusammengeschlossen. Die BVE ist der zentrale Kontakt für nationale und internationale Belange der Ernährungsindustrie und geübter Vermittler in einem umfassenden Branchennetzwerk. Durch eine aktive Interessenvertretung, den offenen Dialog und eine gezielte Öffentlichkeitsarbeit tritt die BVE für die Positionen und Leistungen der Ernährungsindustrie gegenüber Politik, Wirtschaft, Gesellschaft und Medien in Berlin, Brüssel und darüber hinaus ein. Weitere Informationen finden Sie auf www.bve-online.de.

OTS: BVE Bundesvereinig. Ernährungsindustrie newsroom: http://www.presseportal.de/nr/18130 newsroom via RSS: http://www.presseportal.de/rss/pm_18130.rss2

Pressekontakt:

Bettina Neises Telefon: +49 221 20643-684 bettina.neises@ebnerstolz.de

Anne Vollmer Telefon: +49 30 200786-152 avollmer@bve-online.de

Expertenkontakt

Christoph Havermann Telefon: +49 221 20643-942 christoph.havermann@ebnerstolz.de

Christoph Minhoff Telefon +49 30 200786-135 cminhoff@bve-online.de

Um 18 Uhr geht's los!

Es gibt viele Möglich­keiten zur Alters­vorsorge. Doch worauf sollten Sie dabei achten und wie sorgen Sie optimal für den Ruhe­stand vor? Wann was zu tun ist, damit Sie im Alter genug Geld für Ihr Leben zur Ver­fügung haben, erfahren Sie im Online-Seminar heute um 18 Uhr. Jetzt kostenlos anmelden!
Werbung
Werbung
Börse Stuttgart Anlegerclub

Die richtige Strategie für die Börsenkrise

Stecken Sie nicht den Sand in den Kopf, sondern kaufen Sie die richtigen Aktien. Erfahren Sie im aktuellen Anlegermagazin mehr über attraktive Qualitätsaktien und zyklische Aktien
Kostenfrei registrieren und lesen!

Heute im Fokus

DAX zieht an -- Dow etwas fester -- Wirecard bestellt Sonderprüfer -- SAP bestätigt vorläufige Zahlen -- Sartorius wird optimistischer -- Hypoport, Munich RE, HelloFresh im Fokus

Hannover Rück sieht in Deutschland verbesserte Preise und Konditionen. Polens größte Bank PKO wirft Auge auf Commerzbank-Tochter mBank. Ufo: Keine Streiks bei Lufthansa diese Woche. TOTAL und chinesische Zhejiang Energy gründen Joint Venture. BNP Paribas beteiligt sich mit 22,5 Prozent an spanischer Allfunds.

Die 5 beliebtesten Top-Rankings

Das sind die reichsten Länder Welt 2019
Deutschland gerade noch in den Top 20
Die Performance der DAX 30-Werte in Q3 2019.
Welche Aktie macht das Rennen?
Hohe Gehälter:
Welche Arbeitgeber am meisten zahlen
Die wertvollsten Fußballvereine der Welt 2019
Welcher Club ist am wertvollsten?
Die 12 toten Topverdiener 2019
Diese Legenden sind die bestbezahlten Toten der Welt
mehr Top Rankings

Umfrage

Die Bundesregierung erlaubt anscheinend Huawei-Technik bei Aufbau des 5G-Netzes. Was halten Sie davon?

Online Brokerage über finanzen.net

finanzen.net Brokerage
Handeln Sie für nur 5 Euro Orderprovision* pro Trade aus der Informationswelt von finanzen.net!

ETF-Sparplan

Oskar ist der einfache und intelligente ETF-Sparplan. Er übernimmt die ETF-Auswahl, ist steuersmart, transparent und kostengünstig.
Zur klassischen Ansicht wechseln
Kontakt - Impressum - Werben - Pressemehr anzeigen
Top News
Beliebte Suchen
DAX 30
Öl
Euro US-Dollar
Bitcoin
Goldpreis
Meistgesucht
Wirecard AG747206
Deutsche Bank AG514000
Daimler AG710000
NEL ASAA0B733
Microsoft Corp.870747
BASFBASF11
Allianz840400
Amazon906866
Deutsche Telekom AG555750
CommerzbankCBK100
Apple Inc.865985
Volkswagen (VW) AG Vz.766403
SAP SE716460
Ballard Power Inc.A0RENB
ProSiebenSat.1 Media SEPSM777