Bilfinger: So kann es weitergehen
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Infrastrukturanbieter sind derzeit angesagt: Davon profitiert auch die Bilfinger-Aktie. Der Angriff auf das Jahreshoch wird jedoch von geopolitischen Spannungen begleitet.
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Börsianer favorisieren auch im Jahr 2026 die Aktien von Infrastrukturanbietern. Durch die Bank weg waren bei diesen Titeln Kursgewinne zu verzeichnen. Bilfinger kam bislang um über 10 Prozent voran und liegt aktuell rund 4 Prozent unter dem Jahreshoch bei rund 129 Euro. Gegen einen Einstieg spricht im Grunde nur die derzeitige Gemengelage im Persischen Golf: Hier tummeln sich die US-Kriegsschiffe und eine militärische Konfrontation mit dem Iran gilt als sehr wahrscheinlich.
Brüssel und die tiefen Taschen
Damit wären wir schon bei den Argumenten für eine Investition, denn die zukünftigen Geschäftsaussichten für Bilfinger sind sehr gut: Die Sanierung des Straßennetzes in Deutschland soll über das Investitionspaket des Bundes finanziert werden. Hier ist sukzessive mit neuen Aufträgen zu rechnen. Dazu steht der Schutz kritischer Infrastruktur wieder im Fokus der Politik. Auch das verspricht Geschäftspotenzial. Wie es in der Ukraine weitergeht, ist Spekulation. Zuletzt gab es Gerüchte, Brüssel plane, einen 800-Mrd.-Euro-Fonds für den dortigen Wiederaufbau aufzulegen.
Resiliente Kurse
Dazu kommt die gute Stimmung in der Branche. Hochtief hat am 19. Februar einen Ausblick vorgelegt, der nach erstem Zögern mittlerweile recht gut am Markt ankommt. Wettbewerber Strabag aus Österreich wiederum verdaute die Platzierung von über 2 Mio. Aktien durch einen Großaktionär überraschend gut, obwohl die Platzierung mit 86,50 Euro deutlich unter Marktpreis lag. Im Oktober 2025 hatte eben jener Großaktionär bereits ein millionenschweres Aktienpaket veräußert und so eine mehrwöchige Schwächephase ausgelöst.
Fazit
Infrastrukturdienstleister befinden sich aktuell in einer komfortablen Situation: Schlechte Nachrichten werden weggelächelt, gute Nachrichten äußern sich meist in spürbaren Kursaufschlägen. Bei Bilfinger schlagen sich die guten Nachrichten in den Mittelfristzielen nieder. So soll die EBITA-Marge bis 2030 auf 8 bis 9 Prozent steigen. Zum Vergleich: 2024 waren es nur 5,2 Prozent. Doch das ist eine Seite der Medaille. Auf der anderen findet sich ein KGV für 2026 von gut 19 – und die Geopolitik. Führen Kriegshandlungen im Iran zu marktbedingten Rücksetzern, könnte der Blick auf die Bilfinger-Aktie lohnen.
Ähnlich vielversprechend sieht es bei Masterflex aus. Das Unternehmen hat bereits in den letzten beiden Jahren trotz des konjunkturellen Gegenwinds sehr überzeugend performt und könnte nun von der sich abzeichnenden wirtschaftlichen Belebung deutlich profitieren: zum Artikel
Eine erfreuliche Dynamik zeigte zuletzt auch die Aktie von 2G Energy, die sich nun anschickt, das Allzeithoch aus dem letzten Sommer zu knacken. Danach wäre der Weg nach oben frei, was angesichts der sehr dynamischen operativen Entwicklung nicht verwundern dürfte: zum Artikel
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