Hochtief: Eierlegende Wollmilchsau

23.02.26 13:03 Uhr

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Die Aktie von Hochtief oszilliert derzeit um die 400-Euro-Marke. Analysten der Bank of America sehen aber Potenzial bis 460 Euro.

Rund 18 Prozent Kursplus hat die Hochtief-Aktie im Börsenjahr 2026 schon eingefahren. Das ist um so bemerkenswerter, als das Papier bereits im letzten Jahr mit einem Kursanstieg um gut 150 Prozent zu den drei stärksten Titeln im MDAX zählte. Mittlerweile gehen die Meinungen aber weit auseinander, wie es mit der Aktie weitergeht.

Der pessimistische Ansatz

Die jüngst vorgelegten Geschäftszahlen für 2025 und der Ausblick für 2026 sprechen für weiteres Wachstum. Bei einem Gewinn/Aktie für 2025 von 11,99 Euro dürften 2026 rund 15 Euro je Anteilschein verdient werden. Damit ist das Papier mit einem KGV 2026 von fast 27 im Vergleich zu den Wettbewerbern aber schon recht hoch gepreist. Mehr als eine Seitwärtsbewegung zwischen 350 und 400 Euro ist für Skeptiker trotz aller neuen Aufträge deswegen nicht drin. Hierzu der Verweis, dass es 2024 schon einmal eine ähnliche Situation gab, als das Papier fast elf Monate seitwärts lief und erst zum Jahresende wieder Gas gab.

Der optimistische Ansatz

Das sehen die Optimisten naturgemäß anders: Für sie befindet sich Hochtief in einer Super-Hausse. Der weltweite Bedarf an KI-Rechenzentren und Energieinfrastruktur füllt die Auftragsbücher, abzulesen an dem hohen Auftragsbestand, der für fast zwei Jahre den Umsatz sichert. Zudem prognostizierte das Management zuletzt immer sehr vorsichtig. Demnach könnten 2026 sogar 17 bis 18 Euro je Aktie verdient werden. Das wäre am oberen Ende ein KGV von 22. In einer Super-Hausse wiederum kommt es oft zu kräftigen Überhitzungsphasen. Die betroffenen Werte zeigen dann – vorübergehend – KGV-Bewertungen von 50 und mehr. Das war bei großen US-Techs so und auch bei Rüstungswerten wie beispielsweise Rheinmetall zu sehen. Das bedeutet in Zahlen: Bei einem KGV von 50 und einem Gewinn/Aktie von 18 Euro wären das unglaubliche 900 Euro für Hochtief.

Fazit

Die Bäume wachsen nicht in den Himmel. Wenngleich der Akquise-Motor bei Hochtief wie ein Schweizer Uhrwerk läuft, werden hoch bewertete Papiere in schwächeren Marktphasen mitunter kräftig zurechtgestutzt – und Hochtief ist hoch bewertet. Das ist keine pessimistische Betrachtung, sondern eher eine realistische. Allerdings: Eine Aktie, die sich in einem sehr vielversprechenden Branchenfeld bewegt, ist immer interessant. Zumindest so lange, bis der Wind sich wieder dreht. Danach sieht es noch nicht aus. Gesamtmarktbedingt schwächere Tage könnten daher eine neue Einstiegschance sein.

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Autoren: Die SmartCaps-Redaktion. Erstellung am 23.02.26 um 12:48 Uhr. Über uns: Das Team von SmartCaps zählt seit mehr als zwei Jahrzehnten mit dem „Anlegerbrief“ zu den erfolgreichsten Nebenwerteinvestoren in Deutschland. Das Musterdepot des Anlegerbriefs hat seit 1999 eine Rendite von mehr als 3.484 Prozent oder 14,3 Prozent p.a. (Stand: 21.02.26) erzielt. Mehr dazu finden Sie hier.

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