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28.11.2019 18:44
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Trump-Schreck Michael Bloomberg: So hat der Milliardär sein Geld gemacht

Medienimperium: Trump-Schreck Michael Bloomberg: So hat der Milliardär sein Geld gemacht | Nachricht | finanzen.net
Medienimperium
Michael Bloomberg möchte Präsidentschaftskandidat der Demokraten werden. Der Medienmogul ist der neuntreichste Mensch der Welt. Wie ist er an seine Milliarden gekommen?
• Bloomberg als Präsidentschaftskandidat für die Demokraten 2020
• Bei Wall-Street-Bank die ersten Millionen gemacht
• Medienimperium Bloomberg gehört zu 88 Prozent ihm

Der Medienmogul Michael Bloomberg kündigte am vergangenen Sonntag recht überraschend an, bei der Präsidentschaftswahl 2020 für die Demokraten kandidieren zu wollen. Für Trump könnte die Kandidatur unerfreulich werden: Bloomberg ist laut "Forbes"-Liste 2018 mit einem geschätzten Vermögen von 55,5 Milliarden US-Dollar der neuntreichste Mann der Welt. Er bringt also volle Taschen mit in den Wahlkampf.

Dagegen wirkt Trumps Vermögen regelrecht klein. Der aktuelle US-Präsident lag auf der "Forbes"-Liste der reichsten Menschen der Welt im vergangenen Jahr auf Platz 715 - mit einem Vermögen von "nur" 3,1 Milliarden US-Dollar. Wie Trump an sein Geld gekommen ist, ist allgemein bekannt. Doch wie kam eigentlich Michael Bloomberg zu seinen Milliarden?

Reich geworden mit Computerterminals und Nachrichten

Der 77-Jährige, der bereits dreimal Bürgermeister von New York war, begann seine berufliche Karriere Mitte der Sechziger Jahre bei Salomon Brothers - einer Wall-Street-Bank. Davor hatte er einen Ingenieursabschluss erlangt und den Master of Business Administration gemacht. Nachdem die Bank 1981 aufgekauft wurde, soll Bloomberg dort mit einer Abfindung in Höhe von zehn Millionen US-Dollar gegangen sein.

Daraufhin gründete der heutige Milliardär sein eigenes Unternehmen - zunächst unter dem Namen Innovative Market Solutions, das bald darauf jedoch in Bloomberg L.P umbenannt wurde. Für die Gründung soll der Bewerber um die Präsidentschaftskandidatur vier Millionen US-Dollar investiert und anfangs vier Mitarbeiter beschäftigt haben, wie Berichten zu entnehmen ist. Das Unternehmen entwickelte und verkaufte Computerterminals für die Finanzbranche, die Informationen und Daten über den Wertpapiermarkt liefern. 1982 habe Bloomberg die Großbank Merril Lynch als ersten Kunden gewinnen können, schreibt Der Spiegel. Diese habe die ersten 22 Terminals gekauft und sich mit 30 Millionen US-Dollar an der Firma beteiligt.

Bloomberg News, TV, Radio & Co.

Auch heute noch fließt das meiste Geld über den Verkauf der Computerterminals in die Taschen von Michael Bloomberg. Mittlerweile habe Bloomberg mehr als 300.000 der Geräte verkauft - pro Jahr würden Kunden eine Gebühr von 20.000 US-Dollar pro Gerät zahlen, so Der Spiegel weiter. Für Bloomberg, der 88 Prozent an seinem Unternehmen hält, ist das eine wahre Geldquelle.

Auch seine Nachrichtenagentur Bloomberg News, die ihren Ursprung ebenfalls in dem Computerterminal hat, hat er weiter ausgebaut. Neben dem Grundangebot gibt es mittlerweile auch TV- und Radioangebote und ein wöchentlich erscheinendes Magazin, die Bloomberg Business Week.

Seine Journalisten dürfen nicht mehr über ihn schreiben

Laut Spiegel-Angaben beschäftigt Bloombergs Medienunternehmen mittlerweile 19.000 Mitarbeiter in 176 Niederlassungen weltweit. 2.700 Journalisten schreiben 5.000 Texte pro Tag. Damit generiert der Konzern einen Jahresumsatz von zehn Millionen US-Dollar.

Michael Bloomberg könnte Donald Trump mit seinen Milliarden, die er in den Wahlkampf stecken kann, gefährlich werden. Und er könnte auch den Wählern gefallen: Im Gegensatz zu Trump, der aus einer reichen Familie stammt und sein Vermögen entgegen früherer Behauptungen nicht komplett alleine aufgebaut hat, ist er ein echter Selfmade-Milliardär. Ob er gegen die anderen rund 20 Präsidentschaftsmitbewerber der Demokraten bestehen kann, bleibt aber noch abzuwarten. Sein Medienunternehmen darf seit Bekanntgabe seiner Kandidatur übrigens keine investigativen Geschichten mehr über ihn schreiben - nur rein nachrichtliche Stücke sind ihnen erlaubt. Das gilt auch für Texte über seine 18 Mitbewerber um den Posten.

Redaktion finanzen.net

Bildquellen: lev radin / Shutterstock.com
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