08.08.2021 21:57

Die Sprache der Gründerszene: Ein Startup-ABC

Fachjargon im Überblick: Die Sprache der Gründerszene: Ein Startup-ABC | Nachricht | finanzen.net
Fachjargon im Überblick
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Accelerator, Crowdinvesting, Growth Hacking, Launch und Sweat Equity: Ein Unternehmen zu gründen ist hart - besonders, wenn man die Sprache der Branche nicht versteht. Wir haben für Sie ein kleines ABC des Fachjargons mit kurzen Definitionen zusammengestellt.
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Wer ein Startup gründet, hat alle Hände voll zu tun - und wer neu in der Branche ist, muss auch noch haufenweise Fachbegriffe lernen. Einige darunter bezeichnen ganz einfache Konzepte und sind leicht zu verstehen.

A wie "Accelerator"

Ein "Accelerator" oder "Akzelerator" ist ein Programm für Gründer, welches der schnellen Unternehmensentwicklung dient: Schulungen, Fortbildungen, Material und oft auch ein "Demo Day", an dem neue Unternehmen Investoren, Geschäftspartnern und Branchenkennern vorgestellt werden können.

B wie "Bootstrapping" und "Break-Even-Point"

"Bootstrapping" bezeichnet die Unternehmensfinanzierung mit wenig Kapital und ohne Fremdfinanzierung. Es wird versucht, möglichst schnell den sogenannten "Break-Even-Point" zu erreichen, an dem alle Ausgaben eingebracht sind und Gewinn generiert werden kann.

C wie "Crowdinvesting"

Ähnlich wie beim "Crowdfunding" wird beim "Crowdinvesting" Kapital von mehreren kleinen Investoren eingeholt - allerdings erhalten die Investoren hier keine symbolischen Goodies, sondern Unternehmensanteile wie etwa Aktien. Eine andere Finanzierungsmöglichkeit sind die "Business Angels": Investoren, die sich nicht nur mit Kapital, sondern auch mit umfangreichem Branchenwissen in die Entwicklung des Startups einbringen.

D wie "Due Dilligence"

"Due Dilligence" ist eine Vereinbarung, die es Investoren erlaubt, das Startup detailliert zu prüfen und zu bewerten - indem der Investor oder die Investorin weiß, worauf er oder sie sich einlässt, wird das Investitionsrisiko minimiert.

E wie "Exit"

Der "Exit" bezeichnet den Verkauf des Startups in Form eines "Trade Sale" (an ein anderes Unternehmen), "Buy Back" (Rückverkauf an die Gründer) oder "Going Public" (Börsengang).

F wie "First Mover Advantage"

Der Vorteil eines neuen und innovativen Produkts oder einer solchen Dienstleistung auf dem Markt. Ein "First Mover Advantage" kann die starke Markenbildung sein.

G wie "Growth Hacking"

Eine Marketing-Technik, mit deren Hilfe möglichst schnell möglichst großer Fortschritt gemacht werden soll: "Growth Hacking" beinhaltet unter anderem Akquisition durch das Verfassen von Gastartikeln auf Blogs, Content Verbreitung und Kundenbindung.

L wie "Launch"

Beim "Launch" des Startups geht das Unternehmen mit seinen Produkten auf den Markt. Daher auch der Begriff "Product Launch", wenn ein neues Produkt auf den Markt kommt.

M wie "Minimum Viable Product"

Hierbei handelt es sich um ein Produkt, dass lediglich den Mindestanforderungen der Zielgruppe entspricht. Durch Kundenreaktionen auf das "Minimum Viable Product" können Gründer die Weiterentwicklung besser der Zielgruppe anpassen.

P wie "Pitch Deck"

Das "Pitch Deck" ist eine kurze Folien-Präsentation, die Investoren und Geschäftspartnern das Startup bestmöglich vorstellt.

S wie "Sweat Equity"

"Sweat Equity" ist die Bezeichnung für den Einsatz eines Gründers oder einer Gründerin für sein oder ihr Startup: Lange Arbeitszeiten, Engagement und vieles mehr.

T wie "Term Sheet"

Ein sogenanntes "Term Sheet" hält unverbindlich die Bedingungen für eine Investition fest. Aus dem "Term Sheet" entsteht später der Vertrag.

U wie "Unicorn"

Eine Seltenheit: Ein "Unicorn" ist ein Startup, das bereits vor dem Börsengang oder Exit mindestens eine Milliarde US-Dollar wert ist.

V wie "Value Proposition"

Das Nutzungs- oder Qualitätsversprechen, welches Gründer ihren Kunden geben, wird als ‘Value Proposition’ bezeichnet und ist wichtiger Bestandteil des Marketings.

Redaktion finanzen.net

Bildquellen: BabLab / Shutterstock.com
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