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09.05.2015 06:00
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Diese 10 Kennziffern sollten Anleger beim Aktienkauf kennen

KGV, KBV &. Co.: Diese 10 Kennziffern sollten Anleger beim Aktienkauf kennen | Nachricht | finanzen.net
KGV, KBV &. Co.
Wer auf der Suche nach guten Aktieninvestments ist, hat die Qual der Wahl. Kennzahlen können bei der Einschätzung einer Aktie ein wichtiger Anhaltspunkt sein. Diese Kennziffern sollten Sie beim Aktienkauf im Blick behalten.
Um Aktien bewerten zu können, hilft es, sich einige Kennzahlen genauer anzusehen. Was die wichtigsten Kennziffern bedeuten und worauf sich Anleger konzentrieren sollten, lesen Sie hier:

1. KGV (Kurs-Gewinn-Verhältnis):

Diese Kennziffer ergibt sich, wenn der Kurs durch den Reingewinn pro Aktie geteilt wird. Mit dem Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) lässt sich somit zeigen, wie lange es dauern würde, bis das Unternehmen den Wert seiner Aktien als Gewinn erwirtschaftet hätte.


Hier gilt: Je niedriger das KGV, desto besser.

2. Dividende:

Diese Kennziffer ist besonders für Anleger interessant: Hier geht es um den Ertrag, den eine Aktie zusätzlich zu den Kursgewinnen bietet. Die Dividende ist der Teil des Gewinns, den eine Aktiengesellschaft nach Abzug von Steuern, Zinsen und Abschreibungen einmal im Jahr an die Aktionäre auszahlt.

Hier gilt: Nicht die höchsten Dividenden zahlen sich dauerhaft aus. Entscheidend hierbei ist vielmehr, dass ein Unternehmen seine Dividenden beibehalten oder steigern kann.

3. Dividendenrendite:

Die Dividendenrendite ergibt sich, indem man die Dividende durch den aktuellen Aktienkurs teilt und das Ergebnis mit 100 multipliziert. Diese Kennzahl ist notwendig, um sich nicht allein von einer hohen Dividende täuschen zu lassen.
Die Dividendenrendite sagt jedoch nichts über die Kursentwicklung aus. Unternehmen, die hohe Dividenden ausschütten, können sich schlecht entwickeln und umgekehrt.

Für eine richtige Einschätzung der Dividendenrendite ist das KGV der Aktie entscheidend.

4. Cash-Flow

Diese Kennziffer gibt an, ob ein Unternehmen liquide ist. Sobald der Cash-Flow positiv ist, können Kredite getilgt und neue Investitionen aus eigener Kraft getätigt werden.
Insgesamt schwankt der Cash-Flow stark und ist demnach nicht geeignet, um Vergleiche über Jahre hinweg anzustellen. Setzt man den Cash-Flow ins Verhältnis zum Aktienkurs, so gibt das Kurs-Cash-Flow-Verhältnis (KCV) an, mit welchem Faktor die Ertragskraft einer Aktiengesellschaft an der Börse bewertet wird.

Hier gilt: Je niedriger der Wert, desto günstiger wird die Aktie bewertet.

5. KBV (Kurs-Buchwert-Verhältnis)

Mit dem Kurs-Buchwert-Verhältnis (KBV) kann die Börsenbewertung einer Aktiengesellschaft beurteilt werden. Die Kennziffer wird errechnet, indem der aktuelle Aktienkurs durch den Buchwert je Aktie dividiert wird. Den Buchwert erhält man, wenn man alle immateriellen Vermögensgegenstände, Sach- und Finanzanlagen eines Unternehmens zusammenrechnet.
Das KBV sollte bei den meisten Unternehmen höher als 1,0 sein. Bei einem KBV unter 1 könnte man theoretisch das Unternehmen für weniger Geld kaufen, als es laut Bilanz wert ist.

Hier gilt: Je höher das KBV, desto besser ist die Markteinschätzung über die wirtschaftliche Zukunft des Unternehmens. Bei sehr hohen KBVs ist aber auch Vorsicht geboten: Die Aktie könnte am Markt überbewertet sein und vor einer Kurskorrektur stehen.

6. KUV (Kurs-Umsatz-Verhältnis)

Das KUV setzt den aktuellen Kurs in Relation zu den Umsätzen. Vor allem bei der Bewertung von jungen Unternehmen sollte das Kurs-Umsatz-Verhältnis (KUV) betrachtet werden, da viele von ihnen anfangs noch rote Zahlen schreiben oder geringe Gewinne erwirtschaften.

Hier gilt: Je niedriger das KUV, desto preiswerter die Aktie.

7. Eigenkapitalrendite

Die Kennziffer Eigenkapitalrendite gibt an, wie rentabel das Eigenkapital einer Aktiengesellschaft ist. Die Eigenkapitalrendite berechnet sich aus dem Gewinn eines Unternehmens geteilt durch das Eigenkapital. Zu beachten ist hierbei, dass immer der Gewinn nach Steuern zur Berechnung des Verhältnisses verwendet wird.

Hier gilt: Je höher die Eigenkapitalrendite, desto mehr Gewinn ist auch auf das eigene investierte Kapital angefallen und desto besser ist die Beurteilung des Unternehmens.

8. Eigenkapitalquote

Die Eigenkapitalquote gibt an, ob eine Gesellschaft wirtschaftlich und finanziell solide ist. Sie beschreibt den Anteil des Eigenkapitals am Gesamtkapital. Weist ein Unternehmen langfristig eine hohe Eigenkapitalquote auf, deutet das auf eine wirtschaftliche Stabilität hin.

Hier gilt: Je höher die EKQ, desto solider ist die Finanzlage des Unternehmens.

9. EBIT und EBITDA

EBIT und EBITDA geben Auskunft über die Ertragskraft einer Aktiengesellschaft.
EBIT steht dabei für den Gewinn vor Steuern und Zinsen (Earnings before Interest and Taxes), während EBITDA für den Gewinn vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen steht (Earnings before Interests, Taxes, Depreciation and Amortisation).

Die Steuern werden ausgeklammert, um die Ergebnisse von Unternehmen aus verschiedenen Ländern miteinander vergleichen zu können.

Hier gilt: Je höher die Werte ausfallen, desto höher ist der Gewinn aus dem operativen Geschäft.

10. Beta-Faktor

Der Beta-Faktor gibt die Schwankungsbreite (Volatilität) einer Aktie an und setzt diese in Beziehung mit einem Referenzwert. Bei diesem Referenzwert handelt es sich meist um den Leitindex des entsprechenden Marktes( DAX bei deutschen Aktien).
Ist der Betafaktor kleiner als 1, bedeutet das, dass die Aktie weniger Schwankungen ausweist als der Referenzwert. Ein Betafaktor von 1 zeigt an, dass die Aktie die gleiche Schwankungsbreite besitzt wie der Referenzwert. Bei einem Betafaktor, der über 1 liegt, schwankt die entsprechende Aktie stärker als der Referenzwert. Der Betafaktor weist hier Investoren also auf potenzielle Risiken hin.

Insgesamt dient der Beta-Faktor dazu, die Risikostreuung im Depot vorzunehmen. Eine höhere Volatilität bedeutet zwar ein höheres Risiko, aber auch höhere Chancen, Kursgewinne zu erzielen, die über denen des Referenzmarkts liegen.
Bildquellen: Sergey Nivens / Shutterstock.com, Odua Images / Shutterstock.com
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