Aixtron: Der KO-Schlag für die Rally
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Die Rally der letzten Monate hat bei Aixtron hinsichtlich des Ausblicks für 2026 einen gewissen Erwartungsdruck geschaffen. Die Verlautbarungen des Unternehmens konnten die Hoffnungen auf eine positive Überraschung aber nicht erfüllen.
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Der Umsatz von Aixtron ist im letzten Jahr um 12 Prozent auf 556,6 Mio. Euro gesunken, daraus resultierte ein EBIT von 100,3 Mio. Euro – das entspricht einem Rückgang von 24 Prozent und einer Marge von 18 Prozent. Die Zahlen haben die Prognosen erfüllt und können schnell abgehakt werden. Eine leicht positive Entwicklung gab es aber im Schlussquartal bei der Bruttomarge, die wieder um einen Prozentpunkt zugelegt hat, während sie im Gesamtjahr noch um einen Prozentpunkt zurückgegangen ist. Immerhin.
Ausblick unter den Erwartungen
Der Fokus war aber ohnehin auf den Auftragseingang und den Ausblick für 2026 gerichtet. Mit 169,6 Mio. Euro haben die Bestellungen im Schlussquartal um 8 Prozent über dem Vorjahr gelegen. Damit deutet sich hier die Wende an, auch wenn dieser Wert noch klar unter dem Quartalsumsatz (187,1 Mio. Euro) gelegen hat. Für das laufende Jahr bleibt das Management aber vorsichtig und erwartet – bei einer Mixtur aus positiven und bremsenden Effekten – nur einen Umsatz von 520 Mio. Euro (+/- 30 Mio. Euro) sowie eine EBIT-Marge von 16 bis 19 Prozent. Damit liegt der Ausblick mit den Mittelwerten unter der vorherigen Konsensschätzung der Analysten, die sich auf einen Umsatz von 532,7 Mio. Euro und ein EBIT von 94,5 Mio. Euro belaufen hatte. Landet Aixtron in der Mitte der Spannen, würde das hingegen nur ein EBIT von 91 Mio. Euro ergeben.
Kurzfristig keine Impulse
Insgesamt könnte beim Auftragseingang von Aixtron dank des KI-Boosts die Wende zu Wachstum vollzogen worden sein. Kurzfristig wachsen die Bäume aber offensichtlich nicht in den Himmel, was die eher vorsichtige Prognose zeigt. Der Aktie dürfte das zunächst einmal, nach hohen Kursgewinnen in jüngster Zeit, einen Rückschlag bescheren. Kräftige Impulse für eine anschließende Fortsetzung der Rally sind im Moment noch nicht in Sicht, dazu müsste der Tenor des Managements zur Auftragslage optimistischer werden.
Vielversprechender ist derzeit hingegen die Lage bei der Beteiligungsgesellschaft DEWB. Obwohl die Aktie zuletzt stark gestiegen ist, notiert sie noch weit unter ihrem Buchwert. Zusammen mit den operativen Fortschritte der wichtigsten Beteiligungen, die sich 2026 in einem steigenden NAV niederschlagen sollten, lässt das genug Spielraum für weitere Kursgewinne: zum Artikel
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Erstellung am 26.02.26 um 8:29 Uhr.
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