BayWa: Nur ein Rückschlag?
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Die BayWa muss das Sanierungskonzept wegen der Tochter BayWa r.e. anpassen. In den Verhandlungen mit den Finanzierungspartnern gibt es jetzt erneuten Abstimmungsbedarf.
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Komplexe Sanierungen laufen selten nach einem Drehbuch ab und mitunter bleibt auch das Happy-end aus. Bei der BayWa muss nun improvisiert und neu gerechnet werden, denn die Tochter BayWa r.e. weist in der neuen mittelfristigen Planung 2026 bis 2028 deutlich geringere Ergebnisse aus, als noch im Sanierungsgutachten vom Juni 2025. Zu einem Filmriss muss das zwar nicht führen, es ist jedoch fraglos ein Rückschlag.
Hierum geht es
Die Tochter BayWa r.e. ist eine 51-Prozent-Tochter der BayWa. Die Muttergesellschaft war bislang davon ausgegangen, dass ihr aus der Veräußerung der Beteiligung bis Ende des geplanten Sanierungszeitraums Gesamterlöse von rund 1,7 Mrd. Euro zufließen. Basis dieser Berechnung war ein für 2028 kalkuliertes EBITDA der BayWa r.e. von 230 Mio. Euro. Die neuen Planungen der Tochtergesellschaft sehen 2028 jetzt aber ein signifikant niedrigeres EBITDA vor. Selbst für 2030 wird gerade einmal mit 150 Mio. Euro gerechnet. Das ist deutlich weniger, als eigentlich schon 2028 erreicht werden sollte.
Vielschichtige Gründe
Die Gründe hierfür sind vielschichtig. Maßgeblich sind laut Aussagen des Vorstands der BayWa r.e. die negativen Veränderungen der wirtschaftlichen und regulatorischen Rahmenbedingungen für Projektentwickler im Bereich der erneuerbaren Energien. Das gilt für Europa und die USA. Hinzu kommen außerdem sonstige operative Plananpassungen. Was unter „sonstigen operativen Plananpassungen“ genau zu verstehen ist, bleibt jedoch offen.
Fazit
Die Nachricht von vergangener Woche ist alles andere als gut. Entscheidend wird nun sein, wie sich die Gespräche mit den Finanzierungspartnern gestalten. Hier könnte schon bald mit einer Nachricht aus dem Unternehmen zu rechnen sein und die Wahrscheinlichkeit, dass die Finanzierungspartner einem geänderten Konzept zustimmen, dürfte recht hoch sein. Klar ist aber auch, dass BayWa hierfür Zugeständnisse wird machen müssen. Nicht auszuschließen sind zudem personelle Konsequenzen, auf die seitens der Geldgeber gedrängt werden könnte. Der Aktienkurs verließ nach der Meldung den jüngsten Seitwärtskanal zwischen knapp 2,85 und rund 3,20 Euro nach unten. Daher gilt unverändert: Spekulieren sollten nur Anleger, die sich der Risiken eines Sanierungsverfahrens und der Auswirkungen auf die Aktie daraus bewusst sind.
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Erstellung am 17.03.26 um 9:45 Uhr.
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