Bilfinger: Der Berliner Anschlag zeigt es

23.01.26 10:28 Uhr

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Der Aufwärtstrend bei Bilfinger hat zuletzt nochmals an Dynamik gewonnen. Zudem rückt der Schutz kritischer Infrastrukturen auch in Deutschland stärker in den Fokus.

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Der Aufwärtstrend der Bilfinger-Aktie hat sich seit Ende November 2025 weiter beschleunigt. Ein überzeugender Capital Markets Day traf auf die Hoffnung der Anleger, dass ab 2026 sukzessive mit Aufträgen aus dem Investitionspaket des Bundes zu rechnen ist. Dass der gesamtmarktbedingte, kurze Rücksetzer in der Aufwärtsbewegung so schnell ausgemerzt werden konnte, dürfte jedoch noch einen weiteren Grund haben.

Terrorgefahr nimmt zu
Bilfinger gilt als Spezialist für anspruchsvolle Infrastrukturprojekte. Dazu zählt unter anderem die Instandhaltung von Anlagen in der Prozessindustrie, etwa in den Bereichen Öl, Gas und Energie. Wie fragil die Stromversorgung in Deutschland ist, zeigte zuletzt der Angriff auf das Berliner Stromnetz durch eine Aktivistengruppe Anfang Januar.

Offensichtlicher Bedarf
Seitens der Politik wurden daraufhin umgehend umfassende Maßnahmen zum besseren Schutz kritischer Infrastruktur gefordert. Doch was bedeutet das konkret? Im Kern geht es unter anderem darum, Stromkabel künftig flächendeckender unterirdisch zu verlegen, um sie besser vor Sabotage zu schützen. Zudem sind viele Strom- und Gaswerke in Deutschland bislang nur unzureichend gegen mögliche Terrorangriffe gesichert. Hier könnte sich für Bilfinger ein zusätzlicher, strukturell wachsender Markt eröffnen.

Fazit
Eine funktionierende Infrastruktur – ob kritisch oder nicht – ist alternativlos. Der Anschlag in Berlin hat deutlich gemacht, wo die Verwundbarkeiten der Gesellschaft liegen. Dass neben Aufträgen aus dem Investitionspaket des Bundes künftig weitere Projekte zum Schutz von Strom- und Gaswerken folgen werden, erscheint sehr wahrscheinlich. Entsprechend dürften diese Themen auch bei den jüngsten Konferenzauftritten des Managements eine Rolle gespielt haben. Nach dem Ausbruch über das Zwischenhoch bei knapp 118 Euro ist der Weg aus technischer Sicht frei. Das hohe Kursniveau muss jedoch durch konkrete Auftragseingänge untermauert werden. Am 4. März, bei der Vorlage der Geschäftszahlen für 2025, dürfte das Unternehmen hierzu nähere Einblicke geben.

Über eine dynamsiche operative und kurstechnische Entwicklung können sich derzeit die Aktionäre von Daldrup & Söhne freuen. Das Unternehmen profitiert operativ unter anderem von den deutlich verbesserten Rahmenbedingungen für Geothermie und verzeichnet ein starkes Wachstum. Die Aktie hat sich dadurch in den vergangenen zwölf Monaten mehr als verdoppelt und zuletzt neue Höchstmarken erreicht: zum Artikel

Genauso wie Daldrup & Söhne, hat auch die Aktie von Salzgitter nach der steilen Rally im vergangenen Jahr sowie in den ersten Wochen des Jahres 2026 ein neues Mehrjahreshoch markiert. Auch wenn sich die Analysten hier inzwischen nicht mehr einig sind, erscheinen aus charttechnischer Sicht weitere Kursgewinne nicht unwahrscheinlich: zum Artikel

Autoren: Die SmartCaps-Redaktion. Erstellung am 23.01.26 um 10:18 Uhr. Über uns: Das Team von SmartCaps zählt seit mehr als zwei Jahrzehnten mit dem „Anlegerbrief“ zu den erfolgreichsten Nebenwerteinvestoren in Deutschland. Das Musterdepot des Anlegerbriefs hat seit 1999 eine Rendite von mehr als 3.176 Prozent oder 14,0 Prozent p.a. (Stand: 17.01.26) erzielt. Mehr dazu finden Sie hier.

 

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