25.01.2021 13:44

ifo-Geschäftsklima fällt im Januar stärker als erwartet

Eintrübung: ifo-Geschäftsklima fällt im Januar stärker als erwartet | Nachricht | finanzen.net
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Die Stimmung in den Führungsetagen der deutschen Wirtschaft hat sich im Januar spürbar eingetrübt.
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Der ifo-Geschäftsklimaindex fiel auf 90,1 (Dezember revidiert: 92,2) Punkte, wie das Münchner ifo Institut nach seiner monatlichen Umfrage unter rund 9.000 Managern mitteilte. Von Dow Jones Newswires befragte Volkswirte hatten nur einen Rückgang auf 91,9 Punkte erwartet.

"Die zweite Corona-Welle hat die Erholung der deutschen Wirtschaft vorläufig beendet", sagte ifo-Präsident Clemens Fuest. Der ifo-Index ist das wichtigste deutsche Konjunkturbarometer und gilt als zuverlässiger Indikator für die Entwicklung der nächsten sechs Monate. Die Unternehmer beurteilten ihre aktuelle Lage schlechter als im Vormonat. Auch ihre Erwartungen fielen pessimistischer aus.

Der Index zur Beurteilung der aktuellen Lage der befragten Unternehmen fiel im Januar auf 89,2 (91,3) Punkte. Die Prognose der Ökonomen hatte auf einen Stand von 90,5 gelautet. Der Index für die Geschäftserwartungen fiel auf 91,1 (93,0) Zähler. Die befragten Volkswirte hatten dagegen einen Anstieg auf 93,1 Punkte erwartet.

Im verarbeitenden Gewerbe ist der Index nach zuletzt acht Anstiegen in Folge wieder gesunken. Dies war auf deutlich weniger optimistische Erwartungen der Industriefirmen zurückzuführen. Die aktuelle Lage bewerteten sie hingegen merklich besser. Die Kapazitätsauslastung stieg um 1,6 Prozentpunkte auf 81,8 Prozent. Sie liegt damit aber immer noch unter ihrem langfristigen Durchschnitt von 83,5 Prozent.

Im Dienstleistungssektor ist der Geschäftsklimaindikator merklich gesunken. Die Unternehmen korrigierten ihre Einschätzungen zur aktuellen Lage nach unten. Zudem nahm der Pessimismus mit Blick auf die kommenden Monate deutlich zu.

Im Handel ist der Geschäftsklimaindex eingebrochen. Der Indikator zur aktuellen Lage stürzte in den negativen Bereich. Dies war der stärkste Rückgang seit April 2020. Auch die Erwartungen fielen deutlich pessimistischer aus. Die Stimmung verschlechterte sich, teilweise massiv, in nahezu allen Einzelhandelssparten.

Auch im Bauhauptgewerbe verschlechterte sich das Geschäftsklima. Die Einschätzungen zur aktuellen Lage fielen etwas schlechter aus. Zudem blickten mehr Unternehmer pessimistisch auf die kommenden Monate.

FRANKFURT (Dow Jones)

Bildquellen: ifo

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