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13.01.2020 21:21
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Experte: Diese Risiken könnten die Aktienmarkt-Rally 2020 beenden

Erste negative Anzeichen: Experte: Diese Risiken könnten die Aktienmarkt-Rally 2020 beenden | Nachricht | finanzen.net
Erste negative Anzeichen
Seit mittlerweile mehr als zehn Jahren hält der Bullenmarkt an. Nun gebe es jedoch erste Anzeichen, die auf ein Ende der Rally hindeuten könnten. Das sind die Risiken für die Aktienkurse im Jahr 2020.
• Längster Bullenmarkt der US-Geschichte hält an
• Erste Anzeichen könnten nun auf Ende der Rally hindeuten
• Hohe Erwartungen am Markt riskant

Die Märkte befinden sich nach wie vor im Rallymodus, während die Indizes immer wieder neue Höchststände erklimmen. Doch wie lange kann es so noch weitergehen? Wird sich die Rally im Jahr 2020 fortsetzen? "Die Wirtschaft ist stark, aber die Aktien sind teuer geworden", merkt Nick Raich, Gründer von The Earnings Scout, gegenüber CNBC an. Während vor rund einem Jahr noch eine Ertragsrezession eingepreist worden sei, die jedoch nicht unmittelbar bevorstand, und die Aktien in diesem Umfeld sehr günstig gewesen seien, preise der Markt nun "eine Wiederbeschleunigung des Wachstums ein, daher sind die Märkte aus einem anderen Grund risikoreich", warnt Raich. Das Problem sei nun also, dass der Markt davon ausgehe, dass sich das Gewinnwachstum 2020 wieder beschleunigen werde. Das spiegelten auch die Aktienkurse wider.

Erste Anzeichen sprechen für Ende der Rally

Raich blickt der Fortsetzung der Rally daher weniger optimistisch entgegen. Erste Anzeichen bezüglich der Unternehmensergebnisse seien alles andere als vielversprechend, so der Experte. In den letzten Wochen hätten 15 Unternehmen Gewinne gemeldet. Nachdem Analysen die Guidance dieser gesehen hätten, hätten sie ihre Schätzungen für das erste Quartal bei 10 der 15 Unternehmen gesenkt, berichtet CNBC. "Diese 15 Unternehmen sind repräsentativ genug, um eine hohe Wahrscheinlichkeit zu haben, dass die EPS-Erwartungen der meisten S&P 500-Unternehmen in den kommenden Wochen und Monaten gesenkt werden", schreibt Raich in einer Kundenmitteilung. Auch Jim Besaw, CIO von GenTrust, ist der Meinung, die Preise derzeit seien überzogen.

Risiken für die Rally

Daneben benennt Besaw einige weitere Risikofaktoren, die für die Rally im Jahr 2020 ein jähes Ende bedeuten könnten. Während sowohl vom Handelskonflikt und damit verbundenen Strafzöllen als auch von der Fed, die wohl zunächst neutral bleiben dürfte, ein geringeres Risiko ausgehe, stellten auch die US-Verbraucher in diesem Jahr keine große Gefahr dar, da ein Großteil der Schulden mittlerweile abgebaut worden sei, weshalb ein rasanter Rückgang der Verbraucherausgaben relativ unwahrscheinlich sei. Ein moderates Risiko stellten Besaw zufolge allerdings Rückkäufe dar: "Wir kaufen seit 10 Jahren Aktien zurück, aber es gibt vielleicht eine Grenze", wie weit es noch gehen könne. Auch das globale Wachstum könnte der Rally gefährlich werden, denn es sei unwahrscheinlich, dass 2019 einen Tiefpunkt der Weltwirtschaft markiert habe. "Der Glaube, dass das globale Wachstum die Talsohle erreicht hat und die Wende eintritt, ist ein sehr hohes Risiko. Viele glauben, dass ein weiteres 2019 unwahrscheinlich ist. Es wird diese Talsohle der Weltwirtschaft sein, die den Aktienmarkt stark beeinflusst hat", zitiert ETF Trends Pisani. Besaw merkt außerdem an: "In Europa hat sich eigentlich nichts geändert. Die Dinge ändern sich, wenn es Strukturreformen gibt oder wenn das Kapital noch billiger wird. Nichts davon hat sich geändert". Ein ebenfalls hohes Risiko stellten Besaw zufolge die Löhne dar. "Seit 30 Jahren gewinnt das Kapital über die Arbeit. Irgendwann muss das aufhören", so der Experte. Daher würden die Löhne in den kommenden Jahren wahrscheinlich ansteigen, erwartet Besaw.



"Mit Blick auf die Risiken im Jahr 2020 befinden sich die Märkte auf neuen Höchstständen, weil viele glauben, dass die Risiken durch Handel und Zölle geringer sind. Es gibt also ein geringeres Risiko. Das Risiko der Fed ist nach Ansicht vieler auch geringer, da sie wahrscheinlich neutral bleiben wird. Anständiges Beschäftigungswachstum? Die Risiken durch den US-Verbraucher? Auch ein bisschen geringer. Aber es gibt einige Risiken da draußen", zitiert ETF Trends Pisani. "Das größte Risiko für die Märkte sind vielleicht einfach die höheren Erwartungen. Niedrigere Erwartungen sind immer besser für den Markt, denn sie sind leichter zu überwinden", merkt Besaw daneben an.

Es bleibt also spannend, wie lange die Rally an den Aktienmärkten noch anhalten wird.

Redaktion finanzen.net
Bildquellen: Chanthanee / Shutterstock.com, 3000ad / Shutterstock.com
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