Hochtief: Goodbye Deutschland
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Die Hochtief-Aktie hat zur Wochenmitte erneut das Jahreshoch attackiert. Die starke internationale Aufstellung erweist sich als Vorteil.
Das Institut der Deutschen Wirtschaft (IW) und das ifo-Institut werfen der Bundesregierung vor, die Mittel aus dem vor rund einem Jahr beschlossenen Sondervermögen nicht genug für die versprochenen Investitionen in die Infrastruktur zu nutzen. Während das IW 86 Prozent der Mittel zweckentfremdet sieht, errechnet das ifo-Institut sogar 95 Prozent.
Internationalität ist Trumpf
In der Tat: In den Mitteilungen der börsennotierten Infrastrukturanbieter kommen Aufträge der Bundesregierung eher selten vor. Für Hochtief wiederum ist das kein Problem, denn rund 95 Prozent der Erlöse werden über die Auslandstöchter Turner und CIMIC eingefahren. Während Turner überwiegend das US-Geschäft abdeckt, ist CIMIC für Australien und den asiatisch-pazifischen Raum zuständig. Wie an dieser Stelle schon mehrfach erwähnt, ist das Sondervermögen des Bundes daher lediglich ein Zusatzgeschäft für die Essener.
Investitionen für KI-Rechenzentren
Ein Schwerpunkt liegt momentan auf dem Bau von Rechenzentren weltweit. Der Bedarf an KI-Rechenzentren füllt die Auftragsbücher bei Hochtief. Insgesamt spiegelt der Auftragsbestand den Umsatz für knapp zwei Jahre wider. Für 2026 plant das Unternehmen mit einer Steigerung beim operativen Konzernergebnis um 20 bis 30 Prozent. Während beispielsweise in den USA die Investitionen für Rechenzentren bereits kräftig sprudeln, wird in Europa noch beraten. Klar ist aber, dass auch auf dem alten Kontinent nachgelegt werden muss, soll der Anschluss an die USA hier nicht völlig verpasst werden.
Fazit
Trotz des Kriegs in Nahost hat die Hochtief-Aktie die Jagd auf das Jahreshoch bei knapp 415 Euro zwischenzeitlich wieder fortgesetzt, ist aktuell in einem schwachen Gesamtmarkt aber wieder etwas zurückgekommen. Seit fast drei Jahren wäre es nicht falsch gewesen, Korrekturen vom jeweils erzielten Hoch zum Einstieg oder für Nachkäufe zu nutzen. So auch im März: Bis auf 350 Euro ging es zu Beginn des Nahostkriegs intraday abwärts, wobei die Unterstützung bei 375 Euro auf Schlusskursbasis im Jahreschart gehalten werden konnte. Die richtige Strategie dürfte es daher sein, Kursen nicht hinterherzulaufen, Rückschläge jedoch zu nutzen.
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Auch bei Daldrup & Söhne stimmt die Richtung. Das Unternehmen verspürt starken Rückenwind vom Markt und konnte im letzten Jahr mit einem hohen Auftragseingang und einer sehr starken Aktienperformance überzeugen. Derzeit konsolidiert die Aktie etwas, was sich im Nachhinein aber als Einstiegschance erweisen könnte. Denn an den guten Aussichten hat sich nichts geändert: zum Artikel
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Erstellung am 19.03.26 um 10:48 Uhr.
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