Hoenle AG: Aktie mit starkem Comeback - wie geht es weiter?
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Die Hoenle AG startet mit stabilen Umsätzen ins neue Geschäftsjahr, bleibt ergebnisseitig jedoch unter Druck. Gleichzeitig setzt der neue Vorstand auf Innovation, After-Sales und Kostendisziplin. Die Aktie hat den eingeschlagenen Kurs bereits mit einem kräftigen Anstieg honoriert.
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Anfang des Monates hat Hoenle eine wichtige Personalie geklärt: Und zwar steht das Unternehmen nun dauerhaft unter der Führung von Dr. Franz Richter. Der bisherige Aufsichtsrat war bereits zum 01. Oktober 2025 in den Vorstand entsandt worden und wurde nun für drei Jahre offiziell bestellt. Sein Vertrag läuft bis Ende Februar 2029, das Mandat im Aufsichtsrat legt er zum 28. Februar 2026 nieder. Damit ist die personelle Kontinuität in der laufenden Transformationsphase gesichert.
Operativ verlief das erste Quartal 2025/26 hingegen durchwachsen. Der Umsatz lag mit 21,5 Mio. Euro knapp auf Vorjahresniveau. Während die Business Unit Härtung unter der Investitionszurückhaltung im Maschinen- und Anlagenbau litt, konnten Klebstoffsysteme und Entkeimung die Rückgänge weitgehend kompensieren. Das EBITDA erreichte 0,5 Mio. Euro nach 1,0 Mio. Euro im Vorjahr. Belastend wirkten höhere sonstige betriebliche Aufwendungen, unter anderem für Marketing, IT und Währungseffekte. Unter dem Strich stand ein Konzernergebnis von -1,5 Mio. Euro beziehungsweise -0,25 Euro je Aktie.
Trotz des EBITDA-Rückgangs im ersten Quartal sieht die bestätigte Jahresprognose dennoch ein wachsendes operatives Ergebnis vor. Und zwar will Hoenle bei Umsätzen von 95 bis 105 Mio. Euro ein EBITDA zwischen 6 und 9 Mio. Euro erzielen, nach 93,7 resp. 5,8 Mio. Euro im Vorjahr. Die breite Ergebnisspanne zeigt, wie stark das laufende Geschäftsjahr von der konjunkturellen Entwicklung abhängt – insbesondere im Maschinen- und Anlagenbau. Zugleich erwartet der Vorstand im zweiten Halbjahr eine deutliche Belebung, gestützt auf Innovationsprojekte, den Ausbau des After-Sales-Geschäfts und striktes Kostenmanagement.
Damit soll die gute strukturelle Positionierung noch stärker genutzt werden. Vor allem die Business Unit Entkeimung mit UV-basierten Wasseraufbereitungssystemen und hier die Anlagen für Reinstwassergewinnung, u.a. für den Einsatz in der Halbleiterindustrie, gewinnt an Bedeutung. Aber auch Anwendungen in der Lebensmittel- und Wasserwirtschaft bieten mittel- bis langfristig Wachstumspotenzial.
Die Aktie hat sich seit unserer letzten Einschätzung deutlich erholt – von unter 7 Euro auf inzwischen über 10 Euro. Damit wurde der von uns identifizierte Turnaround auch vom Markt anerkannt. Kurzfristig dürfte nun viel von der Konjunktur abhängen. Grundsätzlich sehen wir Hoenle jedoch weiter auf einem guten Weg, auch wenn nach der starken Kursbewegung die Erwartungen gestiegen sind.
Sehr stark gestiegen ist zuletzt auch die Aktie von DEWB, die in kürzester Zeit um 30 Prozent zugelegt hat . Gleichwohl dürfte das Potenzial hier noch nicht ausgeschöpft sein, da sie weiterhin deutlich unter dem Buchwert notiert und 2026 spürbare Fortschritte bei den Kernbeteiligungen verspricht: zum Artikel
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Erstellung am 26.02.26 um 13:59 Uhr.
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