04.07.2014 16:45

Erste Group-Aktie verliert rund 15 Prozent

Folgen

Bis zu 1% p.a. Festzins jetzt risikofrei sichern. 15 € Amazon-Gutschein bis 31.01. zusätzlich! -W-

Die Erste Group schreibt 2014 einen Verlust von 1,4 Milliarden bis 1,6 Milliarden Euro. Analysten schätzen die Erste Group-Aktie drastisch neu ein.
Werbung
Der Kurs der Erste Group Bank liegt zeitweise rund 15 Prozent im Minus. JPMorgan senkte unterdessen den fairen Wert der Aktie von 30 auf 21 Euro. Gleichzeitig stufen sie das Rating von "Overweight" auf "Neutral" zurück. Auch die Barclays-Experten reduzieren die Empfehlung von "Equal Weight" auf "Underweight" und minimieren das Kursziel von 28,00 auf 21,40 Euro.

Eine Dividende wird es für das laufende Jahr nicht geben. Frisches Kapital muss aber auch nicht eingesammelt werden. Erste Group-Chef Andreas Treichl sprach von einem schmerzhaften Schnitt. Er will sich damit aber auch Luft verschaffen.

Die drastische Gewinnwarnung kam nicht wirklich überraschend. Probleme in Ungarn (Stichwort: Fremdwährungskredite) und Rumänien (zwangsweiser beschleunigter Abbau von Problemkrediten) sind unter Bankern Tagesgespräch. Dass für die Bereinigung aber so hohe Verluste in Kauf genommen würden, war bisher nicht bekannt gewesen.

Treichl sieht die scharfe Korrektur auch als Vorgriff für die nächsten Jahre: Es sollte sichergestellt sein, dass es 2015, 2016 oder 2017 keine negativen Überraschungen mehr gibt, sagte er nach den Entscheidungen im Vorstand zur APA.

Die Bank muss für Ungarn und Rumänien 700 Millionen Euro mehr für faule Kredite zur Seite legen. Damit werden die Risikokosten in diesem Jahr von ursprünglich veranschlagten 1,7 Milliarden auf 2,4 Milliarden Euro steigen.

In Ungarn geht es im Kreditgeschäft noch um neue Belastungen aus einem Bankengesetz, das die Kreditinstitute in dem Land zu Rückzahlungen von Zinsen und Gebühren an Fremdwährungskreditnehmer zwingen wird. Das wird einiges kosten.

Fest steht, dass in Rumänien eine teure Firmenwertabschreibung kommt. Hier steht ein "Werthaltigkeitstest" für alle immateriellen Vermögenswerte (Firmenwert, Marke, Kundenstock) für in Summe 800 Millionen Euro an. "Dies kann zu einer Komplettabschreibung dieser Vermögenswerte führen", hieß es in der Mitteilung. Treichl geht jedenfalls von einer kompletten Firmenwertabschreibung aus, wie er durchblicken ließ. Dabei könnte es außerdem zur Abschreibung latenter Steuern von 200 Millionen Euro kommen.

Weil die 800 Millionen-Firmenwertabschreibung nicht kapitalwirksam sei, werde die Kernkapitalquote nur gering absinken und zum Jahresende bei 10 Prozent bleiben, ohne dass irgend eine Kapitalmaßnahme nötig würde, so der Banker. Unterjährig kann die Quote unter dem Wert liegen, hieß es. Treichl zeigte sich "überzeugt, dass wir den Asset Quality Review (EZB-Bilanzcheck) und den Stresstest gut abschließen werden." Wichtig sei, dass man ab 2015 nicht mehr durch außerordentliche Effekte belastet werde. Ab dem Jahr 2015 werde der Reingewinn "stabiler und steigend" sein.

Einen Dividendenvorschlag wird der Vorstand für 2014 nicht machen, sagte Treichl. Letztmals hatte es für 2011 keine Dividende gegeben. Damals ebenfalls wegen hoher Verluste nach einer Milliardenabschreibung auf die Krisentöchter in Ungarn und Rumänien sowie Abwertungen auf Staatsanleihen und Credit Default Swaps. Der Verlust war 2011 mit 718,9 Millionen Euro aber nur halb so hoch wie das jetzt erwartete Rekord-Minus.

Der Kurs der Erste-Aktie war schon den ganzen Tag über im Minus gewesen. Die Verlustankündigung kam nach Börsenschluss./rf/APA/he

WIEN (dpa-AFX)

Nachrichten zu Erste Group Bank AG

  • Relevant
  • Alle
  • vom Unternehmen
  • Peer Group
  • ?

Um Ihnen die Übersicht über die große Anzahl an Nachrichten, die jeden Tag für ein Unternehmen erscheinen, etwas zu erleichtern, haben wir den Nachrichtenfeed in folgende Kategorien aufgeteilt:

Relevant: Nachrichten von ausgesuchten Quellen, die sich im Speziellen mit diesem Unternehmen befassen

Alle: Alle Nachrichten, die dieses Unternehmen betreffen. Z.B. auch Marktberichte die außerdem auch andere Unternehmen betreffen

vom Unternehmen: Nachrichten und Adhoc-Meldungen, die vom Unternehmen selbst veröffentlicht werden

Peer Group: Nachrichten von Unternehmen, die zur Peer Group gehören

Analysen zu Erste Group Bank AG

  • Alle
  • Buy
  • Hold
  • Sell
  • ?
12.11.2012Erste Group Bank kaufenDie Actien-Börse
31.10.2012Erste Group Bank neutralExane-BNP Paribas SA
31.10.2012Erste Group Bank neutralNomura
31.10.2012Erste Group Bank buySociété Générale Group S.A. (SG)
31.10.2012Erste Group Bank equal-weightMorgan Stanley
12.11.2012Erste Group Bank kaufenDie Actien-Börse
31.10.2012Erste Group Bank buySociété Générale Group S.A. (SG)
09.08.2012Erste Group Bank buyCitigroup Corp.
01.08.2012Erste Group Bank buySociété Générale Group S.A. (SG)
19.07.2012Erste Group Bank buySociété Générale Group S.A. (SG)
31.10.2012Erste Group Bank neutralExane-BNP Paribas SA
31.10.2012Erste Group Bank neutralNomura
31.10.2012Erste Group Bank equal-weightMorgan Stanley
19.10.2012Erste Group Bank neutralNomura
20.09.2012Erste Group Bank neutralUBS AG

Keine Analysen im Zeitraum eines Jahres in dieser Kategorie verfügbar.

Eventuell finden Sie Nachrichten die älter als ein Jahr sind im Archiv

Um die Übersicht zu verbessern, haben Sie die Möglichkeit, die Analysen für Erste Group Bank AG nach folgenden Kriterien zu filtern.

Alle: Alle Empfehlungen

Buy: Kaufempfehlungen wie z.B. "kaufen" oder "buy"

Hold: Halten-Empfehlungen wie z.B. "halten" oder "neutral"

Sell: Verkaufsempfehlungn wie z.B. "verkaufen" oder "reduce"
mehr Analysen
Werbung

Meistgelesene Erste Group Bank News

Keine Nachrichten gefunden.
Weitere Erste Group Bank News
Werbung
Werbung
Werbung
Börse Stuttgart Anlegerclub
Werbung

Heute im Fokus

DAX geht leichter ins Wochenende -- US-Börsen gehen ohne starke Ausbrüche aus dem Handel -- VW mit deutlichem Gewinnrückgang -- TUI-Belegschaft schrumpft wohl um ein Drittel -- IBM, Intel im Fokus

Investor: Russischer Stromkonzern sollte Uniper-Tochter übernehmen. Schlumberger verdient trotz Umsatzrückgang mehr. BMW schafft CO2-Flottenziel der EU für 2020 locker. Porsche SE erwartet höheren Gewinn für 2020. Investoren verklagen anscheinend Bayer wegen Glyphosat in Deutschland. Vivendi kauft Anteil an spanischem Medienkonglomerat Prisa. ifo: China überholt Deutschland - Weltgrößter Leistungsbilanzüberschuss.

Umfrage

Wo sehen Sie den DAX Ende 2020?

Online Brokerage über finanzen.net

finanzen.net Brokerage
Handeln Sie für nur 5 Euro Orderprovision* pro Trade aus der Informationswelt von finanzen.net!

Oskar

ETF-Sparplan

Oskar ist der einfache und intelligente ETF-Sparplan. Er übernimmt die ETF-Auswahl, ist steuersmart, transparent und kostengünstig.
Zur klassischen Ansicht wechseln