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06.10.2019 17:00

Rendite und Nachhaltigkeit sind kein Widerspruch: Klimafreundlich Investieren fernab von Solarwerten & Co.

Nachhaltige Geldanlage: Rendite und Nachhaltigkeit sind kein Widerspruch: Klimafreundlich Investieren fernab von Solarwerten & Co. | Nachricht | finanzen.net
Nachhaltige Geldanlage
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Anleger, die bei ihrer persönlichen Geldanlage spezielle Umweltkriterien berücksichtigen und ausschließlich auf ökologische Investments setzen, leisten nicht nur einen wertvollen Beitrag zum Umweltschutz, sondern können auch mit einem guten Gewissen Geld verdienen.
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• Green Bonds - Zins und Zuversicht
• Es muss nicht immer nur Photovoltaik sein
• Positive Renditen trotz ESG

Kapitalanleger, die mit ihrer Geldanlage einen positiven Beitrag zum Umwelt- und Klimaschutz leisten möchten, müssen sich nicht zwangsläufig nur auf eine Aktie bzw. ein Unternehmen oder eine spezielle Branche konzentrieren, sondern können auch in einen breit diversifizierten ökologischen Aktienfonds oder einen sogenannten Green Bond investieren.

Green Bonds - Klimaschutz mit Kuponzahlung

Mit dem Erwerb eines Green Bonds oder einer grünen Anleihe können Investoren gezielt Liquidität für ökologische und umweltfreundliche Projekte zur Verfügung stellen. "Green Bonds sind Anleihen, bei denen sich die Emittenten gegenüber den Investoren verpflichten, die durch die Emission von Green Bonds erhaltenen Mittel zur Finanzierung von Umwelt- und Klimaschutzmaßnahmen einzusetzen", so die Definition der KfW.

Mit der Emission von grünen Anleihen können somit soziale, ökologische und nachhaltige Vorhaben unterstützt werden, welche entweder von öffentlichen Förderbanken oder Privatunternehmen initiiert wurden. Da es jedoch keine feste Reglementierung für die Herausgabe von grünen Anleihen gibt, müssen Anleger vor einer Investition in eine derartige Schuldverschreibung verschiedene Kriterien selbst überprüfen und mit ihren persönlichen Anlagerichtlinien in Einklang bringen. Zur Orientierung können dabei beispielsweise die "Green Bond Principles" herangezogen werden. Diese Richtlinien bieten Investoren einen Überblick über die wichtigsten Fakten einer grünen Anleihe und sorgen somit für mehr Transparenz. Im Kern beleuchten diese Prinzipien verschiedene Kriterien, wie zum Beispiel die Verwendung des Kapitals, das Management der Erlöse und den Prozess der Projektauswahl.

Es muss nicht immer nur Windkraft oder Photovoltaik sein

Investoren, die jedoch eine höhere Risikobereitschaft sowie Renditeerwartung haben, haben die Option sich nicht ausschließlich als Fremdkapitalgeber positionieren, sondern ihren Fokus auf Sachwerte wie Aktien- und Aktienfonds legen. Denn mit dem Erwerb von klima- und umweltfreundlichen Unternehmensbeteiligungen wird jeder Investor Miteigentümer von innovativen und nachhaltigen Firmen. Dabei muss sich der Investor nicht zwangsläufig nur auf die Produzenten von regenerativen Energien beschränken - obwohl gerade Konzerne aus der Solar-, Windkraft- und Wasserkraftbranche als die Ökoaktien schlechthin angesehen werden.

Eine Bank mit grüner Geschäftsphilosophie

Entgegen der landläufigen Meinung finden sich klimafreundliche Unternehmen nicht nur im Bereich der erneuerbaren Energien, sondern in vielen weiteren Branchen wie zum Beispiel der Bekleidung-, Verpackungs-, Nahrungsmittel-, Kosmetik- und sogar der Finanzdienstleistungsindustrie. So ging beispielsweise die Nürnberger UmweltBank am 25. Juni 2001 mit einem ganz besonderen Anspruch aufs Börsenparkett. Die deutsche Direktbank, welche ausschließlich ökologische und nachhaltige Kreditprojekte finanziert, hat es sich beispielsweise zum Ziel gesetzt, durch ihr Schaffen einen nachhaltigen Beitrag zum Schutz des Klimas und der Umwelt zu leisten. Diese ökologische Geschäftsphilosophie wird dabei auch von den Investoren honoriert. Im Gegensatz zu den Anteilsscheinen der Deutschen Bank und der Commerzbank, welche in den zurückliegenden 52 Wochen rund 28 und 39 Prozent an Wert verloren haben, konnten die Aktien der UmweltBank in diesem Zeitraum über 15 Prozent zulegen.

Recyclingpapier statt Regenwaldrodung

Ein ebenfalls eher unbekanntes Unternehmen im Bereich der nachhaltigen und klimafreundlichen Konzerne ist die österreichische Mayr-Melnhof Karton AG. Der Faltschachtelspezialist zählt zu den größten Herstellern von Kartons auf Recyclingpapierbasis und beschäftigt rund 10.000 Mitarbeiter. Neben einer ansehnlichen Dividendenrendite von gegenwärtig knapp drei Prozent, kann der Konzern auch mit einer sehr soliden Kursentwicklung überzeugen.

Pfandsystem statt Plastikmüllberge

Ein ebenfalls sehr nachhaltiges Geschäftsmodell gepaart mit einer etwas dynamischeren Aktienkursentwicklung präsentiert dabei der norwegische Konzern Tomra Systems. Der an der Osloer Börse notierte Hersteller von Leergutrücknahmeautomaten betreibt allein in Deutschland über 29.000 Pfandautomaten. Der gegenwärtige Boom in der Recyclingbranche kann daher auch an der Entwicklung der Tomra-Anteilsscheine abgelesen werden. In den vergangenen fünf Jahren kletterte die Pfandautomaten-Aktie von rund 50 Norwegischen Kronen auf über 240 Norwegische Kronen und erzielte somit ein durchschnittliches Kursplus von fast 80 Prozent pro Jahr.

Ökofonds - Breit gestreut

Beispiele wie die UmweltBank, Mayr-Melnhof und Tomra Systems zeigen eindeutig, dass Investoren, die auf der Suche nach einer klima- und umweltfreundlichen Aktie sind, nicht zwangsläufig nur auf die Big-Player der erneuerbaren Energiebranche, wie zum Beispiel JinkoSolar, First Solar, SunPower oder NextEra Energy, setzen müssen. Des Weiteren bietet sich natürlich immer auch die Möglichkeit von einem Einzelinvestment abzusehen und in einen diversifizierten Aktienfonds oder ETF zu investieren. Ökologische Fonds, welche mit jeder ihrer Beteiligungen stets die ESG-Kriterien erfüllen und somit ausschließlich in klima- und umweltfreundliche sowie sozial und ethisch unbedenkliche Unternehmen investieren, gibt es zwischenzeitlich von fast jeder größeren Bank bzw. Fondsgesellschaft.

Rendite und Nachhaltigkeit sind kein Widerspruch

Dabei kommen diverse Studien zu dem Ergebnis, dass es sogar eine positive Korrelation zwischen der Anwendung von ESG-Kriterien und der Wertentwicklung der einzelnen Vermögenswerte gibt. Dementsprechend sehen auch die Experten des Beratungs- und Ratingkonzerns Scope Analysis keinen Widerspruch zwischen Profit und Nachhaltigkeit. "Keiner muss sich zwischen Rendite und Nachhaltigkeit entscheiden. Ganz im Gegenteil: Immer mehr Studien und Auswertungen belegen sogar einen positiven Zusammenhang zwischen der Nachhaltigkeit von Investmentstrategien und ihrer Performance", so die Investmentberater in einer ihrer Veröffentlichungen.

Ein positiver Beitrag für die Umwelt

Ob man als Investoren nun in einen Green Bond, ein nachhaltiges Unternehmen oder gar in einen ethisch-ökologischen Aktienfonds investiert, hängt nicht zuletzt von der persönlichen Einstellung und der eigenen Risikoaffinität ab. Unabhängig davon leisten Anleger, die ihr Kapital in nachhaltige und klimafreundliche Projekte investieren, in jedem Fall einen positiven Beitrag für die Umwelt und den gesamten Planeten.

Pierre Bonnet / finanzen.net

Dieser Text dient ausschließlich zu Informationszwecken und stellt keine Anlageempfehlung dar. Die finanzen.net GmbH schließt jegliche Regressansprüche aus.

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