SolarWorld-Verlust verdoppelt

Der Bonner Solarmodulhersteller Solarworld hat nach seinem scharfen Kapital- und Schuldenschnitt vom Frühjahr erneut zu kämpfen.
Der Verlust verdoppelte sich im zweiten Quartal mit 52,3 Millionen Euro fast, wie das Unternehmen am Donnerstag in Bonn mitteilte. Preisdruck und erneute Nachfragerückgänge, vor allem auf dem deutschen Markt, belasteten den Konzern. Dazu kamen Anlaufkosten am Standort im thüringischen Arnstadt, wo SolarWorld große Teile der Produktion von Bosch übernommen hat.
Bereits Ende Juli hatte SolarWorld Eckdaten vorgelegt und ein Fragezeichen hinter seine Umsatzprognose für das laufende Jahr gesetzt. Das Ziel eines Umsatzes von 680 Millionen Euro sei wahrscheinlich nicht zu erreichen, hieß es am Donnerstag erneut. Ein weiterer Grund dafür sei, dass zwar die Nachfrage nach Modulen stark sei. Komplette Systeme würden aber viel seltener als erwartet nachgefragt.
Aufs Halbjahr gesehen steht der Konzern noch verhältnismäßig gut da - Grund dafür waren aber vor allem Sanierungsgewinne, die aus dem Schuldenschnitt zu Beginn des Jahres zustande kamen sowie die erstmalige Einbeziehung der Vermögenswerte aus dem Bosch-Geschäft./nmu/jha/stb
BONN (dpa-AFX)
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