DAX schließt weit im Plus -- US-Börsen in Grün -- Disney: Gewinn überrascht positiv -- Gold & Silber auf Talfahrt -- NVIDIA, SAP, Novo Nordisk, Minenaktien, Rheinmetall, Infineon & Co. im Fokus
Trendwende zum Wochenstart: DroneShield-Aktie erholt sich nach zweistelligem Wochenverlust. US-Regierung im Teil-Shutdown. Intesa will bis 2029 mit Abbau von 6.100 Stellen Kosten senken. BayWa-Aufsichtsräte weichen Druck von Eigentümern und Aktionären. Nestlé: Foodwatch-Vorwürfe zurückgewiesen. Einigung erzielt: Gewerkschaft meldet Durchbruch für MAN-Werk in Salzgitter.
Marktentwicklung
Der deutsche Leitindex begrüßte den neuen Börsenmonat mit deutlichen Gewinnen.
So eröffnete der DAX schwächer und verharrte zunächst auf rotem Terrain. Im Verlauf schaffte das Börsenbarometer jedoch den Sprung auf grünes Terrain und baute seine Gewinne im Verlauf weiter aus. Letztlich verabschiedete er sich 1,05 Prozent stärker bei 24.797,52 Punkten in den Feierabend.
Der TecDAX gab zum Handelsauftakt ebenfalls nach, doch auch bei den Techtiteln wurde die Stimmung im Handelsverlauf besser. Zum Handelsende notierte der Index 0,8 Prozent im Plus bei 3.641,51 Zählern.
Ausgangspunkt der jüngsten Nervosität an den Finanzmärkten waren die Edelmetallmärkte, an denen seit Freitag die zuvor gesehene Rekordrally korrigiert wird. Die Stimmung unter den Anlegern sei entsprechend angespannt, schrieb Nick Twidale, Chefmarktanalyst bei AT Global Markets. Bei derart außergewöhnlichen Kursbewegungen leide das Vertrauen nicht nur in Gold, sondern in den Gesamtmarkt. Zeitweise gaben die Preise für Gold und Silber erneut deutlich nach. Als zentraler Auslöser für den jüngsten Einbruch gilt die Nominierung des früheren Fed-Gouverneurs Kevin Warsh als möglicher Nachfolger von US-Notenbankchef Jerome Powell durch US-Präsident Donald Trump. An den Märkten kamen daraufhin Zweifel auf, ob es tatsächlich zu einer spürbaren Lockerung der Geldpolitik kommen wird.
Aus saisonaler Sicht fällt das Bild trüber aus. Der Januar habe die Erwartungen enttäuscht, erklärte Christian Henke, Chefmarktanalyst bei IG. Der nun beginnende Februar zähle traditionell nicht zu den stärksten Börsenmonaten. Charttechnisch sei von der Stärke zu Jahresbeginn kaum noch etwas übrig.
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Die europäischen Börsen zeigten sich zum Start in die neue Handelswoche freundlich.
Der EURO STOXX 50 notierte zum Auftakt tiefer, drehte im Verlauf jedoch in die Gewinnzone und beendete die Sitzung mit plus 1 Prozent bei 6.007,51 Einheiten.
Im Fokus standen die Verwerfungen an den Rohstoffmärkten. Nicht nur Gold und Silber gaben nach dem Crash am Freitag weiter nach, auch der Ölpreis kommt deutlich zurück. Hauptauslöser für die Korrektur ist die Nominierung von Kevin Warsh als Nachfolger von Jerome Powell als Präsident der US-Notenbank ab Mai. Er gilt zwar als Anhänger niedrigerer Leitzinsen und die Märkte haben bereits etwas stärkere Senkungsfantasien eingepreist. "Wegen seiner glaubwürdigen Vita als renommierter Kapitalmarktprofi dürfte er (aber) nicht automatisch Forderungen der Regierung nachgeben. Wer glaubt, dass nun in den USA ein Zinssenkungsmarathon ansteht, täuscht sich", so die DZ Bank. Warsh gilt als der falkenhafteste aller zuvor gehandelten Fed-Kandidaten, seine Nominierung hat die Finanzmärkte auf dem falschen Fuß erwischt.
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Zum Wochenstart präsentierten sich die US-Börsen fester.
Der Dow Jones ging mit einem Plus von 1,05 Prozent bei 49.407,66 Punkten aus dem Handel.
Auch der NASDAQ Composite schloss höher und gewann zum Wochenstart 0,56 Prozent auf 23.592,11 Zähler.
Am Freitag hatte die Nominierung von Kevin Warsh als möglicher neuer Fed-Chef für Unsicherheit an den Märkten gesorgt, da Anleger befürchteten, dass die US-Notenbank in Zukunft bei Zinssenkungen vorsichtiger vorgehen könnte. Warsh wird als "Inflation Hawk" eingestuft und gilt als Befürworter eines strengeren Zinspfads, um die Inflation einzudämmen. In der Folge gerieten Rohstoffe - insbesondere Gold und Silber - sowie Kryptowährungen stark unter Druck. Inzwischen scheinen sich die Märkte jedoch etwas beruhigt zu haben. Positive Impulse kamen aus der US-Industrie: So stieg der Einkaufsmanagerindex ISM laut Institute for Supply Management im Januar um 4,7 Punkte auf 52,6 Punkte.
Die wichtigsten Märkte in Fernost gingen mit teils deutlichen Verlusten aus dem ersten Handelstag der neuen Handelswoche.
In Tokio schloss der Nikkei 225 1,25 Prozent schwächer bei 52.655,18 Punkten.
Auf dem chinesischen Festland gab daneben der Shanghai Composite 2,48 Prozent auf 4.015,75 Zähler nach.
In Hongkong verlor der Hang Seng 2,23 Prozent auf 26.775,57 Punkte.
Ein Mix aus unruhigen Rohstoffmärkten und der Anspannung vor wichtigen Wirtschaftsereignissen sorgte am Montag für Verluste an den asiatischen Handelsplätzen. Anleger agierten vorsichtig, da in dieser Woche sowohl bedeutende Notenbanksitzungen als auch eine Flut an Quartalszahlen und Konjunkturstatistiken anstehen.
Trotz der Verluste gab es in Japan zunächst starke Impulse. Die Industrieproduktion verzeichnete den kräftigsten Zuwachs seit rund 42 Monaten. Laut Annabel Fiddes (S&P Global) befindet sich der Sektor seit Anfang 2026 wieder auf einem klaren Expansionskurs. Zusätzlich beflügelten politische Prognosen die Stimmung: Umfragen sehen die Liberaldemokraten unter Sanae Takaichi bei den anstehenden Wahlen vorn, was Spekulationen über neue staatliche Konjunkturhilfen anheizte. Dennoch drehte der Markt ins Minus.
In China herrschte Uneinigkeit über den Zustand der Wirtschaft. Während staatliche Daten eine eher schwache Dynamik zeigten, signalisierten private Umfragen eine Belebung des Exports.
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