DAX vor schwachem Start -- Asiens Börsen deutlich tiefer -- US-Regierung weiter im Teil-Shutdown -- Ölpreise, Gold und Silber und Kryptowährungen auf Talfahrt --Aurubis, Airbus, BVB im Fokus
BayWa-Aufsichtsräte weichen Druck von Eigentümern und Aktionären. Nestlé: Foodwatch-Vorwürfe zurückgewiesen. SpaceX erschwert Moskaus Zugang zu Starlink. Einigung erzielt: Gewerkschaft meldet Durchbruch für MAN-Werk in Salzgitter. Lufthansa: Neue Kreditkarte für Stammkunden sorgen für Ärger. Danone: Rückruf für bestimmte Babynahrung in Deutschland.
Marktentwicklung
Der deutsche Leitindex dürfte den neuen Börsenmonat mit Verlusten begrüßen.
So eröffnete der DAX hatte am Freitag noch 0,94 Prozent fester bei 24.538,81 Indexpunkten geschlossen.
Der TecDAX präsentierte sich vor dem Wochenende ebenfalls deutlich stärker, nachdem er tiefer gestartet ist. Sein Schlussstand: 3.613,85 Punkte (+1,03%).
Der steht ganz im Zeichen der Schockwellen, die die Nominierung von Kevin Warsh als künftiger Chef der US-Notenbank (Fed) ausgelöst hat. Der DAX knüpft voraussichtlich an seine schwache Tendenz an, belastet durch einen historischen Ausverkauf bei den Edelmetallen.
Ausgangspunkt der aktuellen Nervosität an den Finanzmärkten sind die Edelmetallmärkte, an denen seit Freitag die zuvor gesehene Rekordrally korrigiert wird. Die Stimmung unter den Anlegern sei entsprechend angespannt, schrieb Nick Twidale, Chefmarktanalyst bei AT Global Markets. Bei derart außergewöhnlichen Kursbewegungen leide das Vertrauen nicht nur in Gold, sondern in den Gesamtmarkt. Am Morgen gaben die Preise für Gold und Silber erneut deutlich nach. Als zentraler Auslöser für den jüngsten Einbruch gilt die Nominierung des früheren Fed-Gouverneurs Kevin Warsh als möglicher Nachfolger von US-Notenbankchef Jerome Powell durch US-Präsident Donald Trump. An den Märkten kamen daraufhin Zweifel auf, ob es tatsächlich zu einer spürbaren Lockerung der Geldpolitik kommen wird.
Zusätzlich belastet bleiben geopolitische Risiken. Irans oberster Führer Ajatollah Ali Chamenei warnte im Falle eines US-Angriffs vor einer regionalen Eskalation. Zwar wolle der Iran keinen Krieg und werde ihn auch nicht beginnen, doch werde man auf Angriffe oder Schäden entschieden reagieren. Chamenei hat in strategischen Fragen das letzte Wort.
Auch aus saisonaler Sicht fällt das Bild trüber aus. Der Januar habe die Erwartungen enttäuscht, erklärte Christian Henke, Chefmarktanalyst bei IG. Der nun beginnende Februar zähle traditionell nicht zu den stärksten Börsenmonaten. Charttechnisch sei von der Stärke zu Jahresbeginn kaum noch etwas übrig.
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Die europäischen Börsen dürften mit Verlusten starten.
Der EURO STOXX 50 hatte am Freitg noch mit einem Plus von 0,78 Prozent bei 5.938,10 Zählern geschlossen.
Europas Börsen dürften angesichts negativer internationaler Vorgaben mit kräftigen Abschlägen in den Handel am Montag starten. Im Fokus stehen die Verwerfungen an den Rohstoffmärkten. Nicht nur Gold und Silber geben nach dem Crash am Freitag weiter nach, auch der Ölpreis kommt deutlich zurück. Hauptauslöser für die Korrektur ist die Nominierung von Kevin Warsh als Nachfolger von Jerome Powell als Präsident der US-Notenbank ab Mai. Er gilt zwar als Anhänger niedrigerer Leitzinsen und die Märkte haben bereits etwas stärkere Senkungsfantasien eingepreist. "Wegen seiner glaubwürdigen Vita als renommierter Kapitalmarktprofi dürfte er (aber) nicht automatisch Forderungen der Regierung nachgeben. Wer glaubt, dass nun in den USA ein Zinssenkungsmarathon ansteht, täuscht sich", so die DZ Bank. Warsh gilt als der falkenhafteste aller zuvor gehandelten Fed-Kandidaten, seine Nominierung hat die Finanzmärkte auf dem falschen Fuß erwischt. Heftige Kursverluste bei Technologieaktien in Asien, vor allem in Seoul, könnten derweil auch den europäischen Sektor nach unten reißen. Ursächlich sei die wiedererwachte Angst vor einer KI-Blase.
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Vor dem Wochenende dominierten die Bären an den US-Börsen.
So eröffnete der Dow Jones die Sitzung etwas tiefer und verharrte auch im Verlauf im Minus. er verabschiedete sich schließlich 0,36 Prozent schwächer bei 48.892,47 Punkten ins Wochenende.
Deutlich schwächer zeigte sich der NASDAQ Composite, nachdem er zum Handelsstart bereits nachgegeben hatte. Letztlich verlor er 0,94 Prozent auf 23.461,82 Zähler.
US-Präsident Donald Trump hat Kevin Warsh als Nachfolger von Jerome Powell nominiert, was an den Märkten weitgehend erwartet worden war. Warsh war bereits in Trumps erster Amtszeit im Gespräch und hatte sich zuletzt für niedrigere Zinsen ausgesprochen, gilt laut SEB-Volkswirt Johan Javeus aus früheren Jahren jedoch als Inflationsfalke.
Zudem herrschte Vorsicht angesichts der wachsenden Spannungen zwischen den USA und dem Iran und der Sorge vor einer militärischen Eskalation. Das hohe geopolitische Schlagzeilenrisiko dämpfte die Risikobereitschaft am Aktienmarkt. Zudem richteten sich die Blicke auf die US-Erzeugerpreise sowie den Chicago-Einkaufsmanagerindex.
Die wichtigsten Märkte in Fernost gehen mit teils deutlichen Verlusten in die neue Handelswoche.
In Tokio schloss der Nikkei 225 1,25 Prozent schwächer bei 52.655,18 Punkten.
Auf dem chinesischen Festland gibt daneben der der Shanghai Composite zwischenzeitlich 2,48 Prozent auf 4.015,75 Zähler nach.
In Hongkong verliert der Hang Seng zeitweise 2,87 Prozent auf 26.600,52 Punkte.
Ein Mix aus unruhigen Rohstoffmärkten und der Anspannung vor wichtigen Wirtschaftsereignissen sorgte am Montag für rote Zahlen an den asiatischen Handelsplätzen. Anleger agierten vorsichtig, da in dieser Woche sowohl bedeutende Notenbanksitzungen als auch eine Flut an Quartalszahlen und Konjunkturstatistiken anstehen.
Trotz der Verluste gab es in Japan zunächst starke Impulse. Die Industrieproduktion verzeichnete den kräftigsten Zuwachs seit rund 42 Monaten. Laut Annabel Fiddes (S&P Global) befindet sich der Sektor seit Anfang 2026 wieder auf einem klaren Expansionskurs. Zusätzlich beflügelten politische Prognosen die Stimmung: Umfragen sehen die Liberaldemokraten unter Sanae Takaichi bei den anstehenden Wahlen vorn, was Spekulationen über neue staatliche Konjunkturhilfen anheizte. Dennoch drehte der Markt ins Minus.
In China herrschte Uneinigkeit über den Zustand der Wirtschaft. Während staatliche Daten eine eher schwache Dynamik zeigten, signalisierten private Umfragen eine Belebung des Exports.
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