Kryptowährungen tiefrot

Kursrutsch setzt sich fort: Bitcoin, Ethereum und Co. zum Wochenstart teils zweistellig tiefer

02.02.26 09:08 Uhr

Panik am Kryptomarkt: Kurse von Bitcoin, Ethereum und Co. brechen zum Wochenauftakt massiv ein | finanzen.net

Die Kryptowährungen stehen zum Wochenstart weiterhin unter massivem Verkaufsdruck, nachdem der Bitcoin bereits am Wochenende unter die Marke von 80.000 US-Dollar gerutscht war.

Werte in diesem Artikel
Rohstoffe

4.635,26 USD -230,09 USD -4,73%

78,45 USD -6,25 USD -7,38%

Devisen

59.605,0022 CHF 101,7140 CHF 0,17%

64.955,9141 EUR 42,5717 EUR 0,07%

56.234,1903 GBP -4,3292 GBP -0,01%

11.930.975,6208 JPY -8.339,0053 JPY -0,07%

76.983,7834 USD 69,7798 USD 0,09%

1.744,1698 CHF -9,4295 CHF -0,54%

1.900,7489 EUR -12,2880 EUR -0,64%

1.645,5326 GBP -11,8519 GBP -0,72%

349.125,8544 JPY -2.733,2457 JPY -0,78%

2.252,7101 USD -13,9939 USD -0,62%

78,8971 CHF 0,8520 CHF 1,09%

85,9799 EUR 0,8389 EUR 0,99%

74,4352 GBP 0,6723 GBP 0,91%

15.792,6192 JPY 132,8982 JPY 0,85%

101,9008 USD 1,0196 USD 1,01%

1,2352 CHF 0,0019 CHF 0,15%

1,3461 EUR 0,0006 EUR 0,05%

1,1653 GBP -0,0003 GBP -0,03%

247,2414 JPY -0,2178 JPY -0,09%

1,5953 USD 0,0012 USD 0,07%

• Kursrutsch am Kryptomarkt setzt sich fort
Bitcoin zeitweise unter 75.000 US-Dollar
• Experte: Anleger denken wieder mehr an Risiken

Am Montag rutscht der Bitcoin weiter ab und unterschreitet dabei zeitweise die Marke von 75.000 US-Dollar: Laut "CoinMarketCap" kostet ein Bitcoin am Montagmorgen zeitweise 76.745,08 US-Dollar und damit 2,08 Prozent weniger als noch vor 24 Stunden. Zeitweise rutschte er auf den tiefsten Stand seit April 2025.

Noch kräftiger abwärts geht es zum Wochenauftakt jedoch bei Ethereum: Die Nummer zwei auf dem Kryptomarkt verliert zuletzt im Vortagesvergleich zeitweise 7,21 Prozent auf 2.234,89 US-Dollar.
Daneben verliert Ripple zeitweise 4,46 Prozent auf 1,58 US-Dollar, während der Solana-Kurs um 3,06 Prozent auf 101,83 US-Dollar nachgibt.

Der aktuelle Rückgang setzt die seit längerem anhaltende Abwärtsbewegung bei den Digitalwährungen fort. Allein der Bitcoin hat seit seinem Rekordhoch bei 126.198,07 Dollar aus dem Oktober 2025 rund 40 Prozent an Wert verloren.

Breite Marktverwerfungen und systemische Risiken

Die aktuelle Korrektur beschränkt sich jedoch nicht nur auf die Kryptomärkte. Zeitgleich mit dem Kursrutsch bei Bitcoin und Co. fällt auch in anderen Anlageklassen wie Gold und Silber der Preis deutlich, was auf eine breitere Marktstresssituation hindeutet. Laut "Reuters" kam es zu einem starken Abverkauf bei Edelmetallen, der Panikverkäufe bei Aktien, Derivaten und Kryptowährungen auslöste. Diese Korrelation unterstreicht, wie eng heute Risikoanlagen miteinander verflochten sind und wie schnell negative Impulse in verschiedenen Märkten gleichzeitig verstärkt werden können.

Einer der treibenden Mechanismen hinter dem Ausverkauf am Kryptomarkt dürften aber auch Liquidationen von gehebelten Positionen sein. Wenn bestimmte Kursniveaus durchbrochen werden, lösen automatisierte Stop-Loss- und Margin-Calls Verkaufsaufträge aus, die den Abwärtstrend weiter beschleunigen. "Manchmal verstärken sich diese Preisanpassungen selbst", sagte Brian Jacobsen, Chefökonom bei Annex Wealth Management bereits am Wochenende gegenüber "Reuters". Laut ihm habe bereits der abrupte Kurssturz am Freitag die Menschen wieder an die Risiken erinnert. Daher sei es "möglich, wenn nicht sogar wahrscheinlich, dass wir in den nächsten Tagen weitere Verkäufe sehen werden".

Makroökonomische Unsicherheiten um neuen Fed-Chef

Neben den technischen Faktoren verschärft ein schwieriges makroökonomisches Umfeld die Stimmung der Marktteilnehmer. Die Nominierung von Kevin Warsh als neuer Fed-Vorsitzender habe laut "Reuters" zu erhöhter Unsicherheit geführt, wodurch viele Anleger risikoaverse Strategien bevorzugen und ihr Kapital aus volatilen Anlagen wie Kryptowährungen abziehen. So strebe Warsh etwa eine Reduzierung der Fed-Bilanz an, was an den Kryptomärkten negativ aufgenommen werde, da Bitcoin und Co. als Nutznießer einer großen Fed-Bilanz gelten.

Redaktion finanzen.net

Bildquellen: Hi my name is Jacco / shutterstock.com, Wit Olszewski / Shutterstock.com