Kursrutsch setzt sich fort: Bitcoin, Ethereum und Co. zum Wochenstart teils zweistellig tiefer

Die Kryptowährungen stehen zum Wochenstart weiterhin unter massivem Verkaufsdruck, nachdem der Bitcoin bereits am Wochenende unter die Marke von 80.000 US-Dollar gerutscht war.
Werte in diesem Artikel
• Kursrutsch am Kryptomarkt setzt sich fort
• Bitcoin zeitweise unter 75.000 US-Dollar
• Experte: Anleger denken wieder mehr an Risiken
Am Montag rutscht der Bitcoin weiter ab und unterschreitet dabei zeitweise die Marke von 75.000 US-Dollar: Laut "CoinMarketCap" kostet ein Bitcoin am Montagmorgen zeitweise 76.745,08 US-Dollar und damit 2,08 Prozent weniger als noch vor 24 Stunden. Zeitweise rutschte er auf den tiefsten Stand seit April 2025.
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Noch kräftiger abwärts geht es zum Wochenauftakt jedoch bei Ethereum: Die Nummer zwei auf dem Kryptomarkt verliert zuletzt im Vortagesvergleich zeitweise 7,21 Prozent auf 2.234,89 US-Dollar.
Daneben verliert Ripple zeitweise 4,46 Prozent auf 1,58 US-Dollar, während der Solana-Kurs um 3,06 Prozent auf 101,83 US-Dollar nachgibt.
Der aktuelle Rückgang setzt die seit längerem anhaltende Abwärtsbewegung bei den Digitalwährungen fort. Allein der Bitcoin hat seit seinem Rekordhoch bei 126.198,07 Dollar aus dem Oktober 2025 rund 40 Prozent an Wert verloren.
Breite Marktverwerfungen und systemische Risiken
Die aktuelle Korrektur beschränkt sich jedoch nicht nur auf die Kryptomärkte. Zeitgleich mit dem Kursrutsch bei Bitcoin und Co. fällt auch in anderen Anlageklassen wie Gold und Silber der Preis deutlich, was auf eine breitere Marktstresssituation hindeutet. Laut "Reuters" kam es zu einem starken Abverkauf bei Edelmetallen, der Panikverkäufe bei Aktien, Derivaten und Kryptowährungen auslöste. Diese Korrelation unterstreicht, wie eng heute Risikoanlagen miteinander verflochten sind und wie schnell negative Impulse in verschiedenen Märkten gleichzeitig verstärkt werden können.
Einer der treibenden Mechanismen hinter dem Ausverkauf am Kryptomarkt dürften aber auch Liquidationen von gehebelten Positionen sein. Wenn bestimmte Kursniveaus durchbrochen werden, lösen automatisierte Stop-Loss- und Margin-Calls Verkaufsaufträge aus, die den Abwärtstrend weiter beschleunigen. "Manchmal verstärken sich diese Preisanpassungen selbst", sagte Brian Jacobsen, Chefökonom bei Annex Wealth Management bereits am Wochenende gegenüber "Reuters". Laut ihm habe bereits der abrupte Kurssturz am Freitag die Menschen wieder an die Risiken erinnert. Daher sei es "möglich, wenn nicht sogar wahrscheinlich, dass wir in den nächsten Tagen weitere Verkäufe sehen werden".
Makroökonomische Unsicherheiten um neuen Fed-Chef
Neben den technischen Faktoren verschärft ein schwieriges makroökonomisches Umfeld die Stimmung der Marktteilnehmer. Die Nominierung von Kevin Warsh als neuer Fed-Vorsitzender habe laut "Reuters" zu erhöhter Unsicherheit geführt, wodurch viele Anleger risikoaverse Strategien bevorzugen und ihr Kapital aus volatilen Anlagen wie Kryptowährungen abziehen. So strebe Warsh etwa eine Reduzierung der Fed-Bilanz an, was an den Kryptomärkten negativ aufgenommen werde, da Bitcoin und Co. als Nutznießer einer großen Fed-Bilanz gelten.
Redaktion finanzen.net
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