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BYD-Aktie mit Kurstreiber: Diese Sparte macht den Konzern für Analysten so attraktiv

02.02.26 03:15 Uhr

BYD-Aktie im Fokus: Bernstein sieht enormes Potenzial jenseits des Fahrzeuggeschäfts | finanzen.net

Das US-Analysehaus Bernstein bekräftigt seine Kaufempfehlung für den chinesischen Elektroautohersteller BYD. Der eigentliche Grund für das Kurspotenzial liegt jedoch nicht im Fahrzeuggeschäft.

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• Bernstein bekräftigt Outperform-Rating für BYD-Aktie
• Analysten sehen Batteriesparte als unterschätzten Werttreiber
• BYD-Batteriegeschäft wird auf 110 Milliarden US-Dollar geschätzt

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Die Batteriesparte als versteckter Wert

Die Analysten von Bernstein haben in einem Bericht vom 18. Januar 2026 ihre Outperform-Einstufung für BYD bekräftigt und sehen den chinesischen Konzern als unterbewertet an. Wie aus einem Beitrag von CNBC vom selben Tag hervorgeht, liegt der Fokus der Analysten dabei weniger auf dem Autogeschäft als vielmehr auf der Batteriesparte des Unternehmens.

Laut der Bernstein-Analyse ist die Batteriesparte von BYD allein nahezu so viel wert wie die gesamte Marktkapitalisierung des Konzerns. Die Analysten schätzen den Wert des Batteriegeschäfts auf rund 110 Milliarden US-Dollar, während der Gesamtkonzern an der Börse mit etwa 115 Milliarden US-Dollar bewertet wird. Dies bedeute, dass der Markt dem Automobilgeschäft, der Elektroniksparte und den Halbleiteraktivitäten von BYD praktisch keinen Wert beimesse. Angesichts des aktuellen Drucks auf dem chinesischen Elektrofahrzeugmarkt erscheine die Bewertung von BYD komprimiert und übersehe das Wert- und Wachstumspotenzial, das in den Batterieaktivitäten stecke, heißt es in dem Bericht.

Zweitgrößter Batteriehersteller der Welt

BYD begann in den 1990er-Jahren als Hersteller von Handy-Akkus, bevor das Unternehmen in die Automobilbranche einstieg. Mit der sicherheitsorientierten Blade-Batterie, die 2020 im Modell Han eingeführt wurde, gelang BYD der Durchbruch im Elektroautomarkt. Im vergangenen Jahr überholte der Konzern Tesla bei den weltweiten Verkaufszahlen von Elektrofahrzeugen.

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Nach den Berechnungen von Bernstein ist BYD gemessen an den installierten Batteriekapazitäten für Elektrofahrzeuge der zweitgrößte Batteriehersteller der Welt. Der Konzern liefere 70 Prozent mehr Batterien aus als der Drittplatzierte. Die gesamten Batterielieferungen von BYD seien im vergangenen Jahr um 47 Prozent gestiegen, für das laufende Jahr werde ein weiteres Wachstum von 35 Prozent erwartet. Etwas mehr als die Hälfte der Batterien verwende BYD in den eigenen Fahrzeugen, was Kosten spare. Die übrigen Batterien gehen an externe Kunden wie Xiaomi, Xpeng und Toyota, wobei Xiaomi und XPeng jeweils 25 Prozent der externen Lieferungen ausmachen.

Ford-Gespräche als weiterer Kurstreiber

Zusätzlichen Rückenwind erhält die BYD-Aktie durch Berichte über mögliche Geschäftsbeziehungen mit US-Automobilherstellern. Wie das Wall Street Journal am 15. Januar 2026 unter Berufung auf informierte Kreise berichtete, führt Ford Gespräche mit BYD über den Bezug von Batterien für Hybridfahrzeuge. Eine Option sehe vor, dass Ford BYD-Batterien für Werke außerhalb der USA importiere. Ford kommentierte die Berichte zurückhaltend und erklärte lediglich, man spreche mit vielen Unternehmen über viele Dinge.

Für Ford wäre ein solcher Deal Teil der strategischen Neuausrichtung, nachdem der US-Konzern im Dezember 2025 eine Abschreibung von 19,5 Milliarden US-Dollar auf sein Elektroautogeschäft bekannt gegeben und den Fokus verstärkt auf Hybridfahrzeuge gelegt hatte. Die Hybrid-Verkäufe von Ford stiegen im vierten Quartal 2025 um 18 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

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Die Analysten erwarten kurzfristige Impulse durch neue Batterietechnologien und Produkteinführungen. Für das laufende Jahr plane BYD mindestens zehn neue Automodelle. Beim Inlandsabsatz rechnet Bernstein mit einem Wachstum von 10 Prozent auf 5,4 Millionen Einheiten, bei den Exporten mit einem Plus von 4,4 Prozent auf 1,5 Millionen Fahrzeuge. Mit einem Kursziel von 130 Hongkong-Dollar sehen die Analysten ein Aufwärtspotenzial von rund 30 Prozent gegenüber dem Schlusskurs von etwa 100 Hongkong-Dollar zum Zeitpunkt der Analyse.

D. Maier / Redaktion finanzen.net

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Bildquellen: Robert Way / Shutterstock.com, Philip Lange / Shutterstock.com

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