BYD-Aktie unter Druck: Chancen, Risiken und Analystenmeinungen im Blick

Die BYD-Aktie pendelt zwischen Euphorie und Ernüchterung: Nach einem turbulenten Jahr 2025 notiert der Anteilsschein deutlich unter seinen Höchstständen.
Werte in diesem Artikel
• BYD-Aktie gerät unter Druck
• Heimatmarkt China schwächelt, Preisdruck steigt
• Analysten dennoch optimistisch
Die BYD-Aktie steht exemplarisch für die Dynamik des globalen Elektromobilitätsmarkts. Starkes Wachstum trifft auf harten Wettbewerb, geopolitische Unsicherheiten und Kursschwankungen, die zwischen Euphorie und Ernüchterung pendeln. Nach einem turbulenten Jahr 2025 liegt der Aktienkurs deutlich unter seinen Höchstständen.
Seit Jahresbeginn 2026 kann die BYD-Aktie lediglich ein leichtes Plus von 1,73 Prozent verbuchen. In den letzten drei Monaten steht jedoch ein deutlicher Abschlag von 6,64 Prozent zu Buche. Und auch am heutigen Dienstag waren die Bären am Werk: Letztlich verlor der Anteilschein in Hongkong deutliche 3,67 Prozent auf 97,00 HKD.
Heimatmarkt verliert Schwung
Die Fundamentaldaten in China belasten den Tesla-Konkurrenten weiterhin. Zwischen Januar und November 2025 verkaufte BYD zwar beachtliche 4,18 Millionen Fahrzeuge, das Wachstum verlangsamte sich jedoch laut CnEVPost auf 11,3 Prozent. Experten vergleichen dies mit einem Läufer, der immer noch schnell ist, aber an Tempo einbüßt. Peking reduziert zudem Kaufanreize für Elektrofahrzeuge, gleichzeitig verschärft die Flut neuer Modelle den Wettbewerb auf dem heimischen Markt, während Handelsbarrieren die internationale Expansion erschweren.
BYD im Spannungsfeld von Chancen und Herausforderungen
Trotz der Herausforderungen bleibt BYD Marktführer in Chinas NEV-Sektor. Laut CnEVPost unter Berufung auf Daten der China Association of Automobile Manufacturers (CAAM) lag BYD mit einem Anteil von 23,2 Prozent zuletzt deutlich vor dem Zweitplatzierten Geely (13,0 Prozent). Für 2026 prognostiziert der Verband ein NEV-Wachstum auf rund 19 Millionen Fahrzeuge, was einem Plus von 15,2 Prozent entspricht. Dabei dürfte BYD laut Experten weiterhin von der steigenden Nachfrage profitieren, muss aber zugleich Preisdruck und Effizienzanforderungen managen.
Die von der CAAM prognostizierte moderate Wachstumsrate bedeutet für BYD voraussichtlich weiter steigende Verkaufszahlen - allerdings mit weniger dynamischem Zuwachs als in den Vorjahren. Dies könnte zwar zu stabileren Margen führen, gleichzeitig aber auch den Preisdruck erhöhen. Für das Unternehmen bedeutet das, dass Effizienzsteigerung, Kostenoptimierung und die Erschließung neuer Absatzmärkte zunehmend an Bedeutung gewinnen. Auch die internationale Expansion dürfte 2026 weiter vorangetrieben werden: Der Ausbau von Produktionskapazitäten und Vertriebskanälen in Europa, Südostasien oder Lateinamerika soll zusätzliche Wachstumsimpulse jenseits des chinesischen Markts liefern.
Analysten bleiben optimistisch
Trotz der aktuellen Volatilität halten Analysten an einer positiven Perspektive fest. Auf TipRanks empfehlen 13 von 14 Analysten die Aktie zum Kauf. Dem gegenüber steht lediglich eine Verkaufsempfehlung. Mit einem durchschnittlichen Kursziel von 133,89 HKD entsteht ein Aufwärtspotenzial von 38,03 Prozent zum aktuellen Schlusskurs von 97,00 HKD.
Das Gesamtbild bleibt dennoch zwiegespalten: Kurzfristig belasten schwaches Wachstum und Kursschwankungen, langfristig bieten globale Absatzchancen, technologische Fortschritte und strategische Expansion Potenzial.
Redaktion finanzen.net
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