US-Zollkonflikt: DAX im Minus erwartet -- Asiens Börsen uneinheitlich -- Henkel führt Gespräche über möglichen Erwerb von Stahl Holdings -- Ryanair, Hypoport, LVMH, NVIDIA im Fokus
Trumps Zölle: Deutsche Exporte in die USA brechen 2025 ein. FMC-Aktie unter Druck: Goldman senkt auf 'Neutral'. Google wehrt sich gegen Suchmaschinen-Monopol-Urteil. Dänemark und Grönland schlagen Rutte Nato-Mission in Arktis vor. Elon Musk fordert milliardenschwere Entschädigung von OpenAI und Microsoft. Trump will juristisch gegen US-Bankriesen vorgehen.
Marktentwicklung
Der deutsche Leitindex wird am Dienstag mit Abgaben erwartet.
Der DAX verliert vorbörslich.
Der TecDAX dürfte sich ebenso schwächer präsentieren.
Im Fokus steht weiterhin die Androhung neuer Zölle, die schon am Vortag für Verluste gesorgt hatte. "Da hat man gedacht, wenigstens dies eine große Thema wäre mehr oder weniger erledigt, da geht es schon wieder los - der Zollkrieg", kommentiert Thu Lan Nguyen von der Commerzbank laut der Deutschen Presse-Agentur. So könnten Streit, Zölle, Gegenzölle und Unsicherheit für die Unternehmen dies- und jenseits des Atlantiks drohen.
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Europas Börsen dürften Verluste verbuchem.
Der EURO STOXX 50 gibt vorbörslich ab.
In den Fokus rückt am Dienstag das Weltwirtschaftsforum in Davos. Dabei liegt ein besonderes Augenmerk auf der Grönland-Thematik. Noch bestehe Hoffnung auf eine Deeskalation der Situation. Viele deutsche Unternehmensverbände wie der VCI hatten am Vortag die Unberechenbarkeit der Lage bemängelt. Es seien weder Kosten, noch Aufträge und Einnahmen bei den unzuverlässigen Rahmenbedingungen vorhersehbar.
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Die US-Börsen blieben zum Wochenstart geschlossen.
Der Dow Jones war am Freitag bei 49.359,33 Punkten um 0,17 Prozent schwächer ins Wochenende gegangen. Er hatte zum Start nur knapp über seinem Vortagesschluss notiert und war dann auch im weiteren Verlauf um die Nulllinie geschwankt. Erst kurz vor Handelsende wurde das Minus ein klein wenig deutlicher.
Der NASDAQ Composite beendete den Handel vor dem Wochenende mit einem minimalen Verlust von 0,06 Prozent auf 23.515,39 Zähler. Eröffnet hatte er noch klar im Plus, musste dann jedoch schon kurz darauf die Gewinne abgeben und pendelte dann nur noch in einer engen Range um seinen Vortagesschluss.
Am Montag fand an den US-Aktienbörsen wegen des Feiertags "Martin Luther King Day" kein Handel statt. Zuvor hatten sich die Anleger am Freitag zurückgehalten. Etwas Unterstützung kam vor dem Wochenende abermals von den Geschäftszahlen und dem positiven Ausblick des taiwanischen Chipauftragsfertigers TSMC, dessen Prognosen die Sorgen vor einer möglichen KI-Blase vorerst gedämpft haben.
Belastend wirkten allerdings geopolitische Unsicherheiten. Zwar sorgte die Aussage von US-Präsident Trump, wonach die Spannungen im Iran nachließen, weiterhin für etwas Entspannung an den Aktienmärkten und ließ die Ölpreise sinken. Der Konflikt um Grönland blieb jedoch ungelöst. Mehrere Nato-Staaten haben Truppen auf die zu Dänemark gehörende Insel verlegt, auf die Trump Anspruch erhebt. Er begründet dies mit nationalen Sicherheitsinteressen der USA und warnt davor, dass andernfalls China oder Russland die Kontrolle übernehmen könnten.
Die Berichtssaison in den USA machte am Freitag eine kurze Pause.
Die wichtigsten Märkte in Fernost zeigen sich am Dienstag uneinheitlich.
In Tokio verliert der Nikkei 225 zwischenzeitlich 0,93 Prozent auf 53.087,24 Punkte.
Auf dem chinesischen Festland steigt der Shanghai Composite dagegen um 0,07 Prozent auf 4.116,93 Zähler.
Der Hang Seng in Hongkong notiert derweil 0,2 Prozent höher bei 26.614,62 Stellen.
In den Fokus rücken immer mehr zunehmende Sorgen in Bezug auf Grönland. US-Präsident Donald Trump bekräftigte jüngst seine Ansprüche zur Übernahme des Landes - eine Lösung ist nicht in Sicht. Die Märkte würden die Dinge jedoch noch recht gelassen nehmen, kommentiert Sally Auld, Chefvolkswirtin bei der National Australia Bank gegenüber Dow Jones Newswires.Sie könnten möglicherweise darauf hoffen, dass es bei den bevorstehenden Treffen in Davos zu einer Deeskalation kommen werde. Schließlich sei das Muster aus Eskalation und anschließender Deeskalation etwas, das die Märkte von der Trump-Regierung gewohnt seien, fügt sie hinzu. Es sei jedoch möglich, dass es erhebliche Auswirkungen für die Nato gäbe, sollte sich die Rhetorik weiter verschärfen. Dann wären die Märkte gezwungen, sich neu zu kalibrieren, ergänzt die Teilnehmerin.
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