Zollstreit: DAX letztlich tief im Minus -- Wall Street schließt tiefrot -- Netflix-Bilanz im Blick -- Henkel, Apple, Amazon, DroneShield, Rüstungstitel, Ryanair, LVMH, BYD, Hypoport, NVIDIA im Fokus
TRATON: VW-Lkw-Tochter 2025 mit Absatzrückgang. Trumps Zölle: Deutsche Exporte in die USA brechen 2025 ein. FMC: Goldman senkt auf 'Neutral'. Trump will juristisch gegen US-Bankriesen vorgehen. Deutsche Börse und Allfunds wohl vor Übernahme-Deal. Novo Nordisk entwickelt Heilmittel für Diabetes mit Aspect Biosystems.
Marktentwicklung
Der deutsche Leitindex zeigte sich am Dienstag mit kräftigen Abgaben.
Der DAX verlor bereits zum Handelsstart deutlich. Auch anschließend verblieb er in der Verlustzone und baute sein Minus noch deutlicher aus. Letztendlich ging er 1,03 Prozent im Minus bei 24.703,12 Einheiten in den Feierabend.
Der TecDAX eröffnete ebenfalls im Minus und behielt seine negative Tendenz im Verlauf bei. Er verabschiedete sich schließlich 0,74 Prozent tiefer bei 3.646,83 Zählern in den Feierabend.
Im Fokus stand weiterhin die Androhung neuer Zölle, die schon am Vortag für Verluste gesorgt hatte. "Da hat man gedacht, wenigstens dies eine große Thema wäre mehr oder weniger erledigt, da geht es schon wieder los - der Zollkrieg", kommentierte Thu Lan Nguyen von der Commerzbank laut der Deutschen Presse-Agentur. So könnten Streit, Zölle, Gegenzölle und Unsicherheit für die Unternehmen dies- und jenseits des Atlantiks drohen.
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Europas Börsen verbuchten am Dienstag Verluste.
Der EURO STOXX 50 startete etwas schwächer in den Handel und sackte dann noch tiefer ins Minus. Bis zum Handelsende konnte er seine Verluste wieder etwas eindämmen: Letztlich gab er 0,57 Prozent auf 5.892,08 Punkte nach.
In den Fokus rückte am Dienstag das Weltwirtschaftsforum in Davos. Dabei lag ein besonderes Augenmerk auf der Grönland-Thematik. Noch bestehe Hoffnung auf eine Deeskalation der Situation. Viele deutsche Unternehmensverbände wie der VCI hatten am Vortag die Unberechenbarkeit der Lage bemängelt. Es seien weder Kosten, noch Aufträge und Einnahmen bei den unzuverlässigen Rahmenbedingungen vorhersehbar.
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Die US-Börsen haben die verkürzte Handelswoche tief auf rotem Terrain begonnen.
Der Dow Jones verlor zur Startglocke bereits klar und rutschte anschließend noch stärker ab. Er beendete den Handel 1,76 Prozent tiefer bei 48.488,77 Punkten.
Der NASDAQ Composite machte zur Eröffnung ebenfalls Verluste und tendierte auch weiterhin tief im Minus. Er schloss den Tag 2,39 Prozent schwächer bei 22.954,32 Einheiten ab.
Für den S&P 500 ging es zum Beginn der Sitzung deutlich abwärts. Auch im weiteren Verlauf ging es weiter runter. Schlussendlich wurden Verluste in Höher von 2,06 Prozent bei 6.796,93 Stellen verzeichnet.
An der Wall Street ließen sich am Dienstag deutliche Kursverluste beobachten. Nach dem feiertagsbedingten Handelspause am Montag reagierten die US-Anleger nun auf die Eskalation im Streit um Grönland. Präsident Donald Trump hatte am Wochenende erneut Anspruch auf die zu Dänemark gehörende Insel erhoben und europäischen NATO-Staaten Strafzölle angedroht, die Dänemark militärisch unterstützen. Die Europäische Union kündigte daraufhin entschiedene Gegenmaßnahmen an.
Im Mittelpunkt des Interesses stand nun das Weltwirtschaftsforum in Davos. Während EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen die geplanten US-Strafzölle am Dienstag als "Fehler" bezeichnete und die Souveränität Grönlands verteidigte, wird am Mittwoch die Rede von Präsident Trump erwartet.
Anders als erwartet stellte sich im Handelsverlauf noch heraus, dass es an diesem Dienstag doch noch keine Entscheidung über die Rechtmäßigkeit schon geltender US-Zölle durch den Obersten Gerichtshof geben wird.
Im Fokus der Anleger stand zudem die Netflix-Bilanz, die nach US-Börsenschluss veröffentlicht wurde.
Die wichtigsten Märkte in Fernost zeigten sich am Dienstag uneinheitlich.
In Tokio verlor der Nikkei 225 letztlich 1,11 Prozent auf 52.991,10 Punkte.
Auf dem chinesischen Festland fiel der Shanghai Composite dagegen um 0,01 Prozent auf 4.113,65 Zähler.
Der Hang Seng in Hongkong notierte derweil 0,29 Prozent tiefer bei 26.487,51 Stellen.
In den Fokus rückten immer mehr zunehmende Sorgen in Bezug auf Grönland. US-Präsident Donald Trump bekräftigte jüngst seine Ansprüche zur Übernahme des Landes - eine Lösung ist nicht in Sicht. Die Märkte würden die Dinge jedoch noch recht gelassen nehmen, kommentierte Sally Auld, Chefvolkswirtin bei der National Australia Bank gegenüber Dow Jones Newswires.Sie könnten möglicherweise darauf hoffen, dass es bei den bevorstehenden Treffen in Davos zu einer Deeskalation kommen werde. Schließlich sei das Muster aus Eskalation und anschließender Deeskalation etwas, das die Märkte von der Trump-Regierung gewohnt seien, fügt sie hinzu. Es sei jedoch möglich, dass es erhebliche Auswirkungen für die Nato gäbe, sollte sich die Rhetorik weiter verschärfen. Dann wären die Märkte gezwungen, sich neu zu kalibrieren, ergänzt die Teilnehmerin.
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