Gold, Silber & Kupfer mit Preissprung Ende 2025 - So könnte es 2026 weitergehen

Die Rohstoffe Gold, Silber und Kupfer haben in 2025 zweistellige Zuwächse vorweisen können und stellten die Performance von Aktien damit in den Schatten. Wird der Höhenflug auch 2026 anhalten?
Werte in diesem Artikel
• Gold, Silber und Kupfer mit Höhenflug in 2025
• Charttechnik spricht für weitere Gewinne
• KI-Boom dürfte Kupfer und Silber weiter antreiben

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Plus500: Beachten Sie bitte die Hinweise5 zu dieser Werbung.In 2025 konnten Gold, Silber und Kupfer kräftige Zuwächse verbuchen. Die Zollpolitik des US-Präsidenten Donald Trump machte die Rohstoffe zu einem willkommenen Gegengewicht in den Depots zahlreicher Anleger. Auch als Diversifizierung in der Ära des Hypes rund um künstliche Intelligenz haben sich die Metalle erfolgreich etabliert. Dabei konnten sie gar die Entwicklung von Aktien in den Schatten stellen.
Rückblick auf 2025
Konkret hat der Silberpreis in 2025 ein Plus von 147,31 Prozent verbucht und beendete das Jahr bei 71,30 US-Dollar je Feinunze. Hier hatte sich insbesondere zum Jahresende der Preisanstieg beschleunigt. Silber ist ein wichtiges Industriemetall, welches bei zahlreichen Anwendungen rund um KI, Robotik und Energie von Bedeutung ist.
Für das gelbe Edelmetall Gold ging es 2025 derweil 64,37 Prozent nach oben auf letztlich 4.315,09 US-Dollar pro Feinunze. Es war der stärkte Preissprung des Edelmetalls seit 1979. Gold wird traditionell in unsicheren Zeiten als "sicherer Hafen" gesucht.
Auch der Kupferpreis zog 2025 kräftig an: 44,51 Prozent ging es hier aufwärts auf 12.504 US-Dollar je Tonne. Genau wie Silber hat Kupfer mit dem Boom um künstliche Intelligenz an Bedeutung gewonnen, da das Metall für Verkabelungen, Stromgewinnung und elektrische Übertragung benötigt wird.
Der Entwicklung der Rohstoffe in 2025 steht der US-Aktienmarkt gegenüber. So hat der marktbreite US-Index S&P 500 im vergangenen Jahr lediglich 16,39 Prozent zugelegt und beendete 2025 bei 6.845,50 Punkten.
Wie geht es weiter in 2026?
Angesichts des starken Laufs der Metalle im letzten Jahr, besteht die Frage, inwieweit auch noch in 2026 Raum nach oben bleibt. Wie Joy Wiltermuth von MarketWatch in einem Artikel schreibt, würde aus charttechnischer Sicht für eine weitere Aufwärtsbewegung in 2026 sprechen, dass es die Metalle geschafft haben sich bereits länger über ihrem 50-tägigen gleitenden Durchschnitt zu halten. Wie MarketWatch Sameer Samana vom Wells Fargo Investment Institute wiedergibt, würde dies bedeuten, dass es "deutlich mehr Käufer als Verkäufer" gäbe. "Dies hat mit der Dollarschwäche Anfang 2025 zu tun, zudem könnte man argumentieren, dass es eine Menge Unsicherheit darüber gibt, wie die Länder ihre Finanzlage in Zukunft stabil halten werden", so Samana.
Charttechnik im Blick
Wie MarketWatch schreibt, hätten Gold und Silber bis Ende Dezember 2025 ihren 50-tägigen gleitenden Durchschnitt bereits 93 Handelstage halten können. Der Goldpreis habe dies in der Vergangenheit, laut Dow Jones Marktdaten, seit 1993 lediglich vier Mal geschafft. Bei Silber sei dies seit 1982 erst fünfmal geschehen. Der Kupferpreis habe dies bis Ende 2025 lediglich 25 Tage geschafft, was in der Vergangenheit jedoch nicht ungewöhnlich gewesen sei.
Auch wenn diese charttechnische Entwicklung die Zukunft nicht zuverlässig voraussagen kann, habe die Vergangenheit laut MarketWatch doch gezeigt, dass dies für Aktien und Gold für die folgenden Wochen und Monate ein bullisches Signal gewesen sei. Für Silber sei dies eher ein gemischtes Signal, Kupfer hätte derweil nach Ablauf der Dreimonatsfrist seine größten Gewinne verzeichnet.
Samana hebt bezüglich des Goldpreises zudem hervor, dass sich das Edelmetall auch während des massiven Abverkaufs im April 2025 nachdem Trump den "Liberation Day" verkündete als widerstandfähig erwiesen hätte, während andere Anlage wie festverzinsliche Wertpapiere und Kryptowährungen ebenso nachgegeben hätten. "Angesichts der Natur der Sache schaut man sich bei einem Marktabschwung die beste Absicherung an, und ich denke, man kann mit Fug und Recht sagen, dass dies Gold ist.", so der Well Fargo-Experte.
Inflation, KI-Boom, Fed im Fokus
Was laut Samana ebenso für eine positive Entwicklung von Gold in 2026 sprechen dürfte, sei die Unsicherheit darüber, ob die Inflation in diesem Jahr tatsächlich gezähmt werde, insbesondere angesichts von Steuererleichterungen und dem Boom von Datenzentren, die die Wirtschaft wieder antreiben dürften. Auch die Ausgaben für den KI-Sektor dürften in 2026 und darüber hinaus nicht geringer werden. Jedes neu entstehende Datenzentrum muss auch auf Metalle zurückgreifen: "Es gibt Kupfer für die Verkabelung und Silber in vielen Chips.", so der Wells Fargo-Experte. Silber würde zudem auch bei Alternativen Energiequellen eine bedeutende Rolle spielen.
Wie die Commerzbank laut der Deutschen Presse-Agentur kommentiert, dürfte der Kupferpreis von Sorgen rund um ein knapperes Angebot angetrieben werden. So steht hier eine Entscheidung um mögliche US-Zölle auf raffiniertes Kupfer in 2026 an: "Nachdem dieses im letzten Jahr zunächst ausgenommen wurde, steht für die US-Regierung bis Ende Juni abermals eine Entscheidung an", so die Rohstoffexperten. So würden wachsende Lagerbestände zu Ängsten führen, "dass das Material anderswo knapp wird", zitiert die dpa, was den Preis weiter in die Höhe treiben könnte.
Auch der anhaltende Konflikt zwischen dem US-Präsidenten und der US-Notenbank Fed um die Unabhängigkeit der Fed dürfte bei der weiteren Preisentwicklung der Metalle eine Rolle spielen, schätzt Julius Bär-Analyst Carsten Menke laut der Deutschen Presse-Agentur. Hier dürfte seiner Einschätzung nach der Silbermarkt "wahrscheinlich stärker" reagieren.
Redaktion finanzen.net
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