Goldpreis: Erneuter heftiger Rückschlag zum Wochenstart

Der Goldpreis weitete seine Verluste im frühen Montagshandel aus, nachdem die CME Group die Marginanforderungen erneut erhöht hatte.
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von Jörg Bernhard
Der US-Terminbörsenbetreiber kündigte am Samstag Erhöhungen der Sicherheitsleistungen für seine Metall-Futures an. Die Änderungen sollen nach Börsenschluss am Montag in Kraft treten. Die Margins für COMEX-Gold-Futures werden von 6 auf 8 Prozent angehoben, während die Margen für COMEX-Silber-Futures (SI) von 11 auf 15 Prozent steigen sollen. Ein Anheben der zu hinterlegenden Sicherheiten wirkt sich in der Regel negativ auf die betroffenen Kontrakte aus, da der höhere Kapitalbedarf spekulative Aktivitäten dämpft, die Liquidität verringert und Händler dazu zwingen kann, Positionen aufzulösen. Der Einbruch bei Edelmetallen scheint die rekordverdächtige Preisrally vorerst beendet zu haben, in deren Verlauf Gold am vergangenen Donnerstag auf ein Allzeithoch von über 5.590 Dollar angestiegen war und Silber einen Rekordstand von über 121 Dollar markierte. Analysten von JPMorgan erklärten allerdings, dass sie trotz der jüngsten Volatilität langfristig weiterhin von einer intakten Rally ausgehen. Vor dem Wochenende drückte die Nominierung von Kevin Warsh als nächsten Vorsitzenden der US-Notenbank auf die Stimmung an den Goldmärkten. Er galt nicht als die ‚ultra-taubenhafte‘ Nominierung, mit der an den Finanzmärkten gerechnet worden war.
Am Montagmorgen präsentierte sich der Goldpreis mit fallenden Notierungen. Bis 8.05 Uhr (MEZ) ermäßigte sich der am aktivsten gehandelte Future auf Gold (April) um 188,50 auf 4.556,4 0 Dollar pro Feinunze.
Rohöl: Preiseinbruch um rund fünf Prozent
Der Ölpreis fiel im frühen Montagshandel um fünf Prozent zurück, nachdem US-Präsident Donald Trump erklärt hatte, der Iran führe "ernsthafte Gespräche" mit Washington. Seine Aussagen sowie Berichte, wonach die Seestreitkräfte der iranischen Revolutionsgarden keine Schießübungen in der Straße von Hormus planen, führten zu einer Deeskalation der Lage, wodurch sich die geopolitische Risikoprämie signifikant verringerte und zu Gewinnmitnahmen führte. Bei einem Treffen am Sonntag einigte sich zudem die OPEC+-Staaten darauf, die Ölproduktion im März unverändert zu lassen.
Am Montagmorgen präsentierte sich der Ölpreis mit fallenden Notierungen. Bis gegen 8.05 Uhr (MEZ) ermäßigte sich der nächstfällige WTI-Future um 3,27 auf 61,94 Dollar, während sein Pendant auf Brent um 3,35 auf 65,97 Dollar zurückfiel.
Redaktion finanzen.net
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