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19.03.2012 10:18

Bundesbank warnt vor Gefahren durch Geldschwemme in der Eurozone

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Bundesbank-Vorstand Joachim Nagel hat vor der Bildung von Spekulationsblasen durch die extrem expansive Geldpolitik der Europäische Zentralbank (EZB) gewarnt.
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Es bestehe "die Gefahr, dass die Banken Risiken eingehen, die wir eigentlich nicht sehen wollen", sagte Nagel am Montag im Interview mit "Spiegel online". Deshalb sei es "wichtig, dass wir jetzt schon über Ausstiegsszenarien reden und den Märkten signalisieren: Es ist nicht selbstverständlich, dass es so wie in den letzten Monaten weitergeht."

     Die Notenbanken der Eurozone hatten im Dezember und Februar insgesamt mehr als eine Billion Euro zu besonders günstigen Konditionen über einen ungewöhnlich langen Zeitraum von drei Jahren an die Geschäftsbanken verliehen. "Noch parken die Institute einen Großteil bei den Notenbanken, aber dafür bekommen sie nur 0,25 Prozent Zinsen", sagte Nagel. "Da sie selbst ein Prozent Zinsen bezahlt haben, ist das für sie auf Dauer ein schlechtes Geschäft." Deshalb müsse die Bundesbank nun "aufmerksam beobachten, was mit dem Geld passiert".

   Noch ist das Vertrauen der Geschäftsbanken untereinander laut Nagel nicht wieder ganz zurückgekehrt. Aber bald müssten die Institute "wieder die Kraft haben, sich selbst am Markt zu refinanzieren." Nötig sei "ein gradueller Entzug, den man frühzeitig mit klaren Ansagen vorbereiten muss", sagte der Bundesbank-Vorstand. "Die Finanzmärkte schreien sonst immer nach mehr Geld und tun so, als würde die Welt zusammenbrechen, falls sie es nicht bekommen."

  Nagel hat nach eigener Aussage den Glauben an die Effizienz der Finanzmärkte verloren. "Wir dachten, die Risiken wären kontrollierbar", sagte er mit Blick auf die seit Jahren dauernde Krise. "Wir haben an die Effizienz der Finanzmärkte geglaubt. Die Theorie, dass jeder Investor immer rational entscheidet, hat uns geprägt. Heute wissen wir, dass das alles nicht stimmt."

HAMBURG (dpa-AFX)

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